Digitale Einsparzähler können in Echtzeit und individuell den Verbrauch von Strom, Gas, Wärme und Kälte messen und analysieren. Sie informieren ihre Nutzer, wo die „Energiefresser“ sind und mit welchen wirtschaftlichen Maßnahmen sie die Energieeffizienz verbessern können. Sie sind also ein digitaler Assistent für effektives Energiemanagement.

Egal, ob Sportstätte, Parkhaus, Logistikhalle, Industrieunternehmen, Hotellerie, Handwerk oder Einzelhandel – digitale Plattformen bieten für unterschiedliche Anwendergruppen und Branchen individualisierte Lösungen zum günstigen wie systematischen Energiesparen. So kann Digitalisierung Impulse für die Entwicklung innovativer Lösungen und neuer Geschäftsmodelle für die Energiewende bringen.

Je höher die Energieeinsparung, desto höher die Förderung

Der Name ist Programm: Eingesparte Energiemengen werden gezählt und der Erfolg von Energieeffizienzmaßnahmen wird messbar: Unternehmen und Unternehmenskonsortien, die solche digitalen Dienstleistungen zur Steigerung der Energieeffizienz für ihre Kunden entwickeln und bei ausgewählten Kunden zur Anwendung bringen, werden vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) im Rahmen des Nationalen Aktionsplans Energieeffizienz (NAPE) mit dem „Pilotprogramm Einsparzähler“ mit attraktiven Zuschüssen unterstützt: Die Hälfte der Fördersumme wird als Pauschalförderung gezahlt, die Höhe der anderen Hälfte hängt vom Nachweis der gemessenen Energieeinsparungen beim Kunden ab.

So geht’s zum Zuschuss

Und so funktioniert die Förderung: Der Antragsteller stellt im Projektantrag an das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) dar, wie er seine digitale Plattform mit Dienstleistungen zum Energiesparen realisieren will. Nach der Bewilligung wird der mit der Hilfe des BMWi entwickelte digitale Einsparzähler bei interessierten Kunden installiert und empfohlene Effizienzmaßnahmen werden umgesetzt.

Jede gesparte Kilowattstunde zählt - und zahlt sich doppelt aus: Der Endkunde profitiert von sinkenden Energiekosten, der Betreiber der Einsparzähler-Plattform ebenfalls: Sein Zuschuss steigt, je mehr Energie sein Kunde spart. Pro eingesparter Kilowattstunde erhält der Plattform-Betreiber anteilig die zweite Hälfte (max. 500.000 €) von der gesamten Projektfördersumme in Höhe von maximal einer Million Euro.

Die Förderung kann für Einsparzähler in allen Sektoren sowie bei Strom, Gas, Wärme oder Kälte beantragt werden. Bis maximal 50 Prozent der Projektkosten können mit dem Zuschuss finanziert werden: 25 Prozent der gesamten Entwicklungs-, Personal- und Projektkosten werden pauschal gefördert, weitere 25 Prozent in Abhängigkeit der erzielten Einsparungen beim Endkunden.