Solarzellen auf dem Dach von Mietshäusern zu Stadtquartieren als Impulsgeber für Energiewende

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Sie als Kommune oder gemeinnützige Organisation kennen die große Herausforderung durch den enormen Sanierungsbedarf: Marode Schulen, Kindergärten, Sport- und Schwimmhallen, Krankenhäuser und Verwaltungsgebäude mit reparaturbedürftigen Dächern, undichten Fenstern und ineffizienten Heizungsanlagen. Die zahlreichen unsanierten alten Gebäude und deren veraltete Anlagentechnik sind mit die Ursache für den hohen Energieverbrauch in den rund 12.000 Gemeinden und Landkreise hierzulande: er liegt bei zwei Drittel der Endenergie im gesamten öffentlichen Sektor.

Wenn Sie Ihre kommunalen Gebäude energetisch sanieren oder energieeffiziente neue Gebäude planen, senken Sie den Energieverbrauch langfristig und spürbar. Dank moderner Infrastruktur werden Sie zudem als Wohn- und Wirtschaftsstandort attraktiver. 

Was bietet eine Energieberatung für kommunale Gebäude?

Wo in Ihren kommunalen Gebäuden die meiste Energie verschwendet wird, welche Einsparpotenziale Sie nutzen können und welche Investitionen in Energieeffizienzmaßnahmen wirtschaftlich sinnvoll sind, zeigt Ihnen die vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) geförderte „Energieberatung für Nichtwohngebäude von Kommunen und gemeinnützigen Organisationen“ auf. Durch eine qualifizierte Beratung vermeiden Sie zudem Planungsfehler, die zu Mehrkosten oder gar weitergehenden Bauschäden führen können. Der Energieberater unterstützt Sie mit einem maßgeschneiderten Sanierungsfahrplan bei Ihrer Planung und informiert Sie über die Förderungen des BMWi zur Finanzierung Ihrer energetischen Sanierungs- und Baumaßnahmen.

Bevor Sie mit der Planung loslegen, sollten Sie sich deshalb durch eine Energieberatung für Nichtwohngebäude fundiert informieren lassen. Das BMWi übernimmt bis zu 80 Prozent der Kosten für den Energieberater, maximal 15.000 Euro pro Gebäude.

Kennen Sie die Energiesparpotenziale Ihrer kommunalen Gebäuden?

Der Energieberater startet mit einer gründlichen Bestandsaufnahme Ihres Gebäudes sowie des jeweiligen Energieverbrauchs aller technischen Anlagen zum Heizen, Kühlen, Lüften, für die Warmwasserversorgung und Beleuchtung sowie des Nutzungsverhaltens.

Er stellt die Energiekennwerte des Ist-Zustands des Gebäudes und seiner technischen Anlagen denen des zukünftigen, energetisch sanierten Zustands mit hoher Energieeffizienz gegenüber.

Sie bekommen zudem einen Überblick zu den Möglichkeiten, bei der Strom- und Wärmeversorgung auf erneuerbare Energien umzusteigen, den Investitionskosten sowie allen Förderprogrammen des BMWi zur Finanzierung der vorgeschlagenen Maßnahmen. Alle Informationen finden Sie gebündelt und verständlich dokumentiert im Energieberatungsbericht. Die Präsentation des Beratungsberichts vor Entscheidungsgremien wie Stadt- oder Gemeinderat wird auch gefördert.

So wird aus alten Energieschleudern ein Effizienzgebäude

Je nach individuellem Bedarf bietet die Energieberatung für Nichtwohngebäude von Kommunen, kommunalen Unternehmen und gemeinnützigen Organisationen:

  • einen Sanierungsfahrplan, der kurzfristig umsetzbare Energiesparmaßnahmen (z. B. durch Modernisierung der Anlagentechnik und Optimierung des Gebäudebetriebs) sowie aufeinander abgestimmte Einzelmaßnahmen enthält oder
  • eine Beratung im Hinblick auf eine umfassende Sanierung zu einem förderfähigen energiesparenden „KfW-Effizienzgebäude 70“ bzw. einem „KfW-Effizienzgebäude 100“ oder einem „KfW-Effizienzgebäude Denkmal“ oder
  • eine Beratung für den Neubau von Nichtwohngebäuden nach den förderfähigen KfW-Standards „KfW-Effizienzgebäude 55“ oder „KfW-Effizienzgebäude 70“.

Übrigens entsteht für Ihre Kommune oder gemeinnützige Organisation durch den Antrag auf Zuschuss für die Energieberatung keinerlei Aufwand in der Verwaltung, denn der Energieberater stellt den Antrag beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) und erhält von dort die Zuwendung, die er mit seinem Honorar verrechnet. Für eine Präsentation des Energieberatungsberichts vor dem Stadt-, Kreis- oder Gemeinderat können zusätzlich 500 Euro Förderung beantragt werden.

Hier finden Sie Energieberater in Ihrer Nähe aus der Liste der förderfähigen Energieeffizienz-Experten des Bundes.