Solarzellen auf dem Dach von Mietshäusern zu Stadtquartieren als Impulsgeber für Energiewende

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Gerade Kommunen und Landkreise oder gemeinnützige Organisationen kennen die große Herausforderung durch den enormen Sanierungsbedarf: Marode Schulen, Kindergärten, Sport- und Schwimmhallen, Krankenhäuser und Verwaltungsgebäude mit reparaturbedürftigen Dächern, undichten Fenstern und ineffizienten Heizungsanlagen. Die zahlreichen unsanierten alten Gebäude und deren veraltete Anlagentechnik sind mit die Ursachen für den hohen Energieverbrauch in den rund 12.000 Gemeinden und Landkreisen hierzulande: er liegt bei zwei Drittel der Endenergie im gesamten öffentlichen Sektor.

Wenn Sie Ihre Gebäude und Anlagen energetisch sanieren oder energieeffiziente neue Gebäude planen, senken Sie den Energieverbrauch langfristig und spürbar. Dank moderner Infrastruktur werden Sie zudem als Wohn- und Wirtschaftsstandort attraktiver.

Was bietet Ihnen die Energieberatung für Nichtwohngebäude, Anlagen und Systeme?

Wo in Ihren Gebäuden oder veralteten Anlagen die meiste Energie verschwendet wird, welche Einsparpotenziale Sie nutzen können und welche Investitionen in Energieeffizienzmaßnahmen wirtschaftlich sinnvoll sind, zeigt Ihnen die vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) vergebene „Bundesförderung für Energieberatung für Nichtwohngebäude von Kommunen und gemeinnützigen Organisationen“ (EBN) auf. Durch eine qualifizierte Beratung vermeiden Sie zudem Planungsfehler, die zu Mehrkosten oder gar weitergehenden Bauschäden führen können.

Bevor Sie mit der Planung loslegen, sollten Sie sich deshalb durch eine Energieberatung für Nichtwohngebäude, Anlagen und Systeme (EBN) umfassend und fundiert informieren lassen.

So wird aus alten Energieschleudern ein Effizienzgebäude

Je nach individuellem Bedarf bietet die „Energieberatung für Nichtwohngebäude, Anlagen und Prozesse“ folgende Beratungsmöglichkeiten:

  • einen Sanierungsfahrplan gemäß DIN V 18599, der aufzeigt, wie ein Gebäude Schritt für Schritt über einen längeren Zeitraum durch aufeinander abgestimmte Maßnahmen umfassend energetisch saniert werden kann oder
  • eine Beratung im Hinblick auf eine umfassende Sanierung zu einem förderfähigen energiesparenden „KfW-Effizienzgebäude 70“ bzw. einem „KfW-Effizienzgebäude 100“ oder einem „KfW-Effizienzgebäude Denkmal“ oder
  • eine Beratung für den Neubau von Nichtwohngebäuden nach den förderfähigen KfW-Standards „KfW-Effizienzgebäude 55“ oder „KfW-Effizienzgebäude 70“ oder
  • ein Energieaudit gemäß DIN EN 16247, also eine systematische Inspektion und Analyse des Energieeinsatzes und des Energieverbrauchs einer Anlage, eines Gebäudes, eines Systems oder einer Organisation mit dem Ziel, Energieflüsse zu untersuchen, Ergebnisse der Analyse des IST-Zustandes darzustellen und Potentiale für Energieeffizienzverbesserungen daraus zu identifizieren und über die durchgeführten Analysen und Ergebnisse in einem Energieauditbericht zu berichten oder
  • eine Contracting-Orientierungsberatung, die Möglichkeiten und Vorteile einer Sanierung mittels einer modernen Energiedienst-leistung mit Einspargarantie bietet.

Übrigens entsteht für Ihre Kommune oder gemeinnützige Organisation durch den Antrag auf Zuschuss für die Energieberatung fast keinerlei Aufwand in der Verwaltung. Den Antrag auf Förderung stellen Sie beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) online. Das kann für Sie aber auch der Energieberater übernehmen, wenn Sie ihn für das Förderverfahren bevollmächtigen. Für Ihre Kommune entsteht dann kaum Aufwand in der Verwaltung.

Egal für welche Beratung Sie sich entscheiden:

Die Energieberatung muss ein qualifizierter Experte durchführen. Einen geeigneten förderfähigen Energieberater in Ihrer Nähe und für jedes geförderte Beratungsmodul finden Sie ganz einfach hier.

Kennen Sie die Energiesparpotenziale Ihrer kommunalen Gebäude? Der Sanierungsfahrplan zeigt sie Ihnen!

Wenn Sie sich für einen maßgeschneiderten Sanierungsfahrplan entscheiden, startet der Energieberater mit einer gründlichen Bestandsaufnahme Ihres Gebäudes sowie des jeweiligen Energieverbrauchs aller technischen Anlagen zum Heizen, Kühlen, Lüften, für die Warmwasserversorgung und Beleuchtung sowie des Nutzungsverhaltens.

Er stellt die Energiekennwerte des Ist-Zustands des Gebäudes und seiner technischen Anlagen denen des zukünftigen, energetisch sanierten Zustands mit hoher Energieeffizienz gegenüber.

Sie bekommen zudem einen Überblick zu den Möglichkeiten, bei der Strom- und Wärmeversorgung auf erneuerbare Energien umzusteigen, den Investitionskosten sowie allen Förderprogrammen des BMWi zur Finanzierung der vorgeschlagenen Maßnahmen. Alle Informationen finden Sie gebündelt und verständlich dokumentiert im Energieberatungsbericht.