Bauplan und Heizungsteile: effiziente Heizungsanlagen mit Kraft-Wärme-Kopplung, Brennstoffzellen oder Wärme aus erneuerbarer Energie werden geplant

© fotolia.com/IRINA

Rund 70 Prozent der Heizungen hierzulande arbeiten ineffizient. Wer diese Energieverschwendung stoppen will und auf eine neue Heizung umsteigt, steigert seine Energieeffizienz und senkt die Betriebskosten. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) fördert neue effiziente Heizungsanlagen in Unternehmen über Programme des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) und der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Welches Förderprogramm am besten zu Ihrem Unternehmen passt, können Sie mithilfe eines Sachverständigen feststellen. Die Beratung durch einen qualifizierten Experten für Energieeffizienz ist Voraussetzung für die Förderung durch das BMWi. Die Kontaktdaten finden Sie in der „Energieeffizienz-Expertenliste für Förderprogramme des Bundes“.

Energieeffizienz durch Heizungserneuerung oder Optimierung der Wärmeversorgung

Die KfW fördert im „Energieeffizienzprogramm – Energieeffizient Bauen und Sanieren (276/277/278)“ auch Einzelmaßnahmen zur Erneuerung oder Optimierung der Wärme- und Kälteversorgung in Form eines Kredits mit Tilgungszuschuss an. Darunter fallen unter anderem auch effiziente Heizkessel mit Brennwerttechnik. Diese können gegenüber veralteten Heizkesseln bis zu 20 Prozent Energie sparen – bei gleichzeitiger Optimierung der gesamten Heizungsanlage sogar noch mehr. Auch effiziente Anlagen mit Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) werden gefördert. Diese erzeugen mit der Wärme zugleich Strom und nutzen den Brennstoff daher noch effizienter.

Innovativ und hocheffizient: die Brennstoffzellen-Heizung

Sie suchen eine Lösung mit geringerem CO2-Ausstoß? Brennstoffzellen-Heizungen sind eine Option, Ihre Betriebs- oder Fabrikgebäude mit innovativer, hocheffizienter Technologie zu heizen und Treibhausgasemissionen zu verringern. Brennstoffzellen-Heizungen kombinieren die Strom- und Wärmeerzeugung (KWK). Aus dem eingesetzten Brennstoff – in der Regel Erd- oder Biogas – wird elektrochemisch Strom gewonnen. Die dabei entstehende Abwärme wird zum Heizen und zur Warmwasserbereitung genutzt. Verglichen mit Öl- oder Gas-Kesseln oder konventionellen KWK-Anlagen weisen die Brennstoffzellensysteme einen höheren Gesamtwirkungsgrad auf und verursachen einen geringeren CO2-Ausstoß. Einen Zuschuss zu einer Brennstoffzellen-Heizung gibt es über das Förderprogramm „Energieeffizient Bauen und Sanieren – Zuschuss Brennstoffzelle (433)“ bei der KfW.

Heizen Sie das Gebäude, nicht das Klima: Wärme aus erneuerbaren Energien

Sie wollen die Chance ergreifen, Ihr Unternehmen für die Zukunft nachhaltig aufzustellen und ganz auf klimaschädliche fossile Energieträger verzichten? Dann stellen Sie Ihre Heizungsanlage jetzt um auf eine zukunftsfähige Versorgung mit komplett CO2-neutraler Raumwärme- oder Kälteerzeugung. Damit leistet Ihr Unternehmen einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz. Profitieren Sie von den Zuschüssen aus dem Marktanreizprogramm (MAP) für Wärme aus erneuerbaren Energien des BMWi. Investitionszuschüsse für Wärmepumpen und Biomasseanlagen mit einer Wärmeleistung bis zu 100 Kilowatt und Solarthermieanlagen bis zu einer Größe von 100 Quadratmetern können Sie beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle beantragen. Große Anlagen zur Wärmeerzeugung mit erneuerbaren Energien fördert das BMWi über das KfW-Programm „Erneuerbare Energien – Premium (271/281)“. Zu den mit zinsgünstigem Kredit und Tilgungszuschuss geförderten Vorhaben gehören große Solarkollektoranlagen mit mehr als 40 Quadratmeter Kollektorfläche, Biomasseanlagen und Wärmepumpen mit einer Leistung von mehr als 100 Kilowatt, KWK-Anlagen, Biogasleitungen sowie Wärmenetze und Wärmespeicher.

Schon heute an morgen denken: Entwickeln Sie Lösungen für eine zukunftsfähige Wärmeversorgung

Ihr Unternehmen arbeitet an innovativen Lösungen oder ambitionierten Strategien, damit Gebäude oder ganze Stadtquartiere in Zukunft nahezu klimaneutral werden können? Mit der Initiative „EnEff.Gebäude.2050“ fördert das BMWi Leuchtturmprojekte, die mit innovativen Technologien und Konzepten breitenwirksame Lösungen für klimaneutrale Gebäude und Quartiere demonstrieren und damit eine Markteinführung oder breite Umsetzung voranbringen. Diese sollen dazu beitragen, dass bis 2050 der gesamte Gebäudebestand nahezu klimaneutral wird.