Nahaufnahme einer Frau am Schreibtisch mit Notebook und Taschenrechner

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Wann sind Ihre Investitionen in moderne, energieeffiziente Technologien für Ihren Betrieb rentabel? Für Unternehmer ist das eine wichtige Frage. Folgende Einflussfaktoren müssen berücksichtigt werden:

  • Planungskosten
  • Abwärmepotenzial aller technischen Prozesse und Anlagen
  • Investitionskosten in Technologien zur Vermeidung und Nutzung von Abwärme, z. B. zur Wärmerückgewinnung oder Vorwärmung von Verbrennungsluft oder Prozessmedien
  • Wartungs- und Betriebskosten der Anlage
  • Stromeinsparung
  • Einsparung von Energiekosten durch Rückführung von Abwärme in den Produktionsprozess
  • Mögliche Erlöse durch eine außerbetriebliche Nutzung beispielsweise durch den Verkauf der Wärme zur Einspeisung in ein kommunales Wärmenetz
  • Die Höhe der Förderung durch das BMWi

Von all diesen Faktoren hängt ab, wann sich Ihre Investitionen in effiziente Technologien zur Abwärmenutzung amortisieren. Die Wirtschaftlichkeit bei interner Verzinsung erreicht in der Regel zweistellige Werte. Standardisierte Technologien ohne hohe Investitionskosten wie zum Beispiel Abgaswärmeüberträger erreichen sogar Renditen von 50 Prozent.

Kennen Sie das Abwärmepotenzial Ihres Betriebs?

Die Potenziale für unterschiedliche Abwärmequellen Ihres Betriebs können Sie mit Hilfe des Abwärmerechners des Bayerischen Landesamts für Umwelt (LfU) ermitteln, etwa für Ihre Druckluft- oder Kälteanlage. Dabei können Sie verschiedene Arten der Abwärmenutzung wählen. In der aktuellen Version des Rechners können Sie zudem prüfen, ob die Abwärme in Ihrem Betrieb in Strom oder Kälte umgewandelt werden kann. Der Abwärmerechner gibt Ihnen zudem eine Einschätzung, wie sich Abwärmenutzung in Ihrem Betrieb wirtschaftlich rechnet. Dabei spielt natürlich auch die staatliche Förderung eine wichtige Rolle.

Nutzen Sie die attraktiven Förderangebote!

Das BMWi unterstützt Unternehmen jeder Größe – auch jene mit kommunaler Beteiligung –, die in die Vermeidung oder Nutzung von Abwärme investieren, über das „Energieeffizienzprogramm – Abwärme“ der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) mit attraktiver finanzieller Förderung.

Als Unternehmen haben Sie bei diesem Förderprogramm die Wahl zwischen einem Investitionszuschuss in Höhe von bis zu 30 Prozent über das „KfW-Energieeffizienzprogramm – Investitionszuschuss Abwärme (494)“ oder einem Kredit mit einem Tilgungszuschuss von bis zu 30 Prozent über das „KFW-Energieeeffizienzprogramm – Abwärme (294)“.

Verbindungsleitungen für die außerbetriebliche Abwärmenutzung werden mit bis zu 40 Prozent Zuschuss gefördert.

Kleine und mittlere Unternehmen profitieren noch stärker: Sie werden mit einem Bonus-Zuschuss von jeweils zehn Prozent finanziell gefördert.

Sie wollen mit der Umsetzung beginnen? Ziehen Sie einen Energieberater hinzu. Er weiß, was bei Ihrem Betrieb alles berücksichtigt werden muss und hilft Ihnen, das für den Förderantrag erforderliche Abwärmekonzept zu erstellen. Die Erstellung des Abwärmekonzepts wird vom BMWi ebenfalls mit bis zu 30 Prozent Zuschuss gefördert.

Auch die Kosten für die Energieberatung werden vom BMWi für kleine und mittlere Unternehmen mit einem Zuschuss von 80 Prozent über das Förderprogramm „Energieberatung Mittelstand“ gefördert.

Eine weitere Möglichkeit, die vor allem für kleine und mittlere Unternehmen interessant ist, ist das Energiespar-Contracting. Das bedeutet, ein spezialisierter Energiedienstleister plant, realisiert und finanziert Energieeffizienzmaßnahmen – und erhält im Gegenzug einen Teil der erzielten Energiekosteneinsparungen. Die „Beratung zum Energiespar-Contracting“ wird vom BMWi ebenfalls mit einem Zuschuss gefördert.