Sie brauchen eine neue LED-Lampe? Nutzen Sie die Angaben des Energielabels und der Lampenverpackung, um

  • sich darüber klar zu werden, welche Ansprüche Ihre neue Lampe erfüllen sollte,
  • sich optimal beraten zu lassen,
  • Schritt für Schritt das für Sie perfekte Gerät auszuwählen.

Das EU-Energieeffizienzlabel hält viele nützliche Informationen bereit, die Ihnen beim Kauf eine Entscheidungshilfe sein können. In fünf Schritten zeigen wir Ihnen, welche Angaben auf dem EU-Label für Lampen und Leuchten sowie auf der Produktverpackung Ihnen bei der Wahl des richtigen Leuchtmittels helfen:

  1. Stromverbrauch
  2. Energieeffizienz
  3. Helligkeit
  4. Farbtemperatur
  5. Lebensdauer

Schritt 1: Wie viel Strom braucht eine LED-Lampe?

Der jährliche Stromverbrauch der LED-Lampe wird auf dem EU-Energieeffizienzlabel in Kilowattstunden pro Jahr angegeben.

Maximal 8 Kilowattstunden (kWh) im Jahr sollte eine 470-Lumen-Lampe (alte 40-Watt-Glühlampe) verbrauchen. Das entspricht rund 2,30 Euro Stromkosten. Ein guter Verbrauch wären hier 6 Watt. Eine 800-Lumen-Lampe (alte 60-Watt-Glühlampe) sollte pro Jahr nicht über 10 Kilowattstunden (kWh) Verbrauch kommen. Das entspricht rund 2,90 Euro Stromkosten. Hier wären 8 Watt ein sehr guter Verbrauch. Dagegen sollte eine 1.500-Lumen-Lampe (alte 100-Watt-Glühlampe) maximal 20 Kilowattstunden (kWh) im Jahr verbrauchen. Das entspricht rund 5,80 Euro Stromkosten. Besonders sparend ist hier ein Verbrauch von 16 Watt.

Wie wird der Wert für den Stromverbrauch ermittelt?

Für den Wert auf dem EU-Energielabel wird die Leistungsaufnahme der Lampe unter Standardbedingungen gemessen und auf 1.000 Stunden Nutzungsdauer hochgerechnet. Dies entspricht der Nutzung während eines gesamten Jahres, wenn die Lampe täglich 2 Stunden und 45 Minuten angeschaltet ist.

Hinweis: Natürlich wird Ihr tatsächlicher Verbrauch nicht exakt dem Wert auf dem Label entsprechen. Die Angabe auf dem Label gibt Ihnen aber einen Anhaltspunkt und hilft, verschiedene Geräte miteinander zu vergleichen.

Beleuchtung wird immer besser

Der Stromverbrauch von Lampen ist in den letzten Jahren enorm gesunken. Bei einer klassischen 60-Watt-Glühlampe lagen die Stromkosten bei rund 17 Euro pro Jahr. Moderne LED-Lampen erzeugen dieselbe Helligkeit für nur rund zwei bis drei Euro pro Jahr.

Schritt 2: Welche Energieeffizienzklasse ist gut?

Die wohl bekannteste Angabe auf dem EU-Energieeffizienzlabel ist die Energieeffizienzklasse Ihrer neuen Lampe. Eine farbige Skala auf dem Label gibt an, wie effizient Ihre Lampe arbeitet.

Neue LED-Lampen gibt es heute nur noch in den Klassen A++, A+ und A. Entsprechend landen LED-Lampen der Klasse A nur auf Platz 3, da sie jährlich doppelt so viel Strom verbrauchen, wie LED-Lampen der besten Klasse (A++). Bei LED-Strahlern ist der Stromverbrauch sogar dreimal so hoch. LED-Lampen der Klasse A+ verbrauchen jährlich rund 1,5 Mal mehr Strom, als eine LED-Lampe oder ein LED-Strahler der besten Klasse (A++) und landen somit auf Platz 2. Auf Platz 1 landen LED-Lampen der Klasse A++, denn die verbrauchen jährlich am wenigsten Strom.

Bei einer effizienten LED-Lampe der Klasse A++ liegen die Stromkosten nach zehn Jahren etwa bei 23 Euro; bei einer LED-Lampe der Klasse A sind es 32 Euro.

Mehr Licht

Die Lichtausbeute, und damit die Energieeffizienz von Lampen, ist innerhalb der letzten 30 Jahre durch die Entwicklung der Energiesparlampe und später dann der LED-Lampe enorm gestiegen. Sie hat sich in diesem Zeitraum etwa verzehnfacht. Das bedeutet umgekehrt, dass ohne die Effizienzgewinne die Kosten für die gleiche Helligkeit heute etwa zehnmal höher wären.

Mehr verrät übrigens die Lampenverpackung: Darauf stehen viele weitere Informationen, die Ihnen bei der Auswahl einer passenden LED-Lampe helfen. Im Folgenden stellen wir Ihnen die drei wichtigsten Angaben vor.

Schritt 3: Wie hell soll Ihre Lampe sein?

Eine wichtige Information, die Sie der Lampenverpackung entnehmen können, ist die Helligeit Ihrer LED-Lampe. Diese wird in Lumen (lm) angegeben.

250 Lumen in der Nachttischleuchte sind ideal, denn hier eignet sich gedämpftes Licht am besten. Ein Wert von 250 Lumen entspricht der Helligkeit einer alten 25-Watt-Glühlampe. In der Stehleuchte sollten es 470 Lumen sein, denn hier ist eine mittlere Helligkeit genau richtig. Ein Wert von 470 Lumen entspricht der Helligkeit einer alten 40-Watt-Glühlampe. 800 Lumen in der Deckenleuchte sind angemessen, denn hier ist eine helle Lampe sinnvoll. Das entspricht in etwa der Helligkeit einer alten 60-Watt-Glühlampe. 1.050 Lumen ist der Richtwert in der Arbeitsleuchte, denn hier müssen Sie richtig klar sehen. Ein Wert von 1.050 Lumen entspricht der Helligkeit einer alten 75-Watt-Glühlampe.
Die Wahl der Helligkeit Ihrer Lampe hängt von vielen Faktoren ab – z. B. wie viele Lichtquellen Sie insgesamt im Raum haben und welchen Lampenschirm Sie nutzen. Auch hängt die Frage, welche Helligkeit als angenehm wahrgenommen wird, vom individuellen Empfinden ab.
Lassen Sie sich im Fachhandel beraten!

Strahler wirken heller

Bei LED-Strahlern, die das Licht auf einen kleineren Abstrahlwinkel konzentrieren, reicht eine geringere Lumen-Zahl aus, da der konzentrierte Lichtstrom heller ist. Typische LED-Strahler haben etwa 230 bis 550 Lumen.

Schritt 4: Welche Lichtfarbe für welchen Raum?

Auch die Farbtemperatur von LED-Lampen können Sie der Lampenverpackung entnehmen. Diese wird in Kelvin angegeben. Auf der Verpackung finden Sie diese gekennzeichnet durch eine Balkenskala und der Beschreibung der Kelvinzahl.
In den Wohnbereich, also beispielsweise in Wohn-, Schlaf- oder Kinderzimmer, passt am besten Warmweiß (also ca. 2.700 Kelvin). Für die Beleuchtung von Küche, Bad und Büro eignet sich hingegen besser Neutralweiß (ca. 4.000 Kelvin). Tageslichtweiß oder auch kaltweiß (5.000 Kelvin) sollten Sie als Lichtfarbe für die Werkstatt oder am Badezimmerspiegel wählen. Kleiner Tipp: Die Lampen in einem Raum sollten unbedingt die gleiche Farbtemperatur haben. Eine Mischung aus warmem und kaltem Licht wirkt unangenehm.

Achten Sie auf das Dimm-Symbol

Sie wollen hin und wieder das Licht dimmen? Dann sollten Sie bei der Lampenverpackung auf ein Dimm-Symbol achten. Aber Achtung: Nicht jede dimmbare Lampe kann mit jedem beliebigen Dimmer kombiniert werden. Fragen Sie Ihren Verkaufsberater, ob die ausgewählte Lampe mit Ihrem Dimmer kompatibel ist.

Schritt 5: Welche LED-Lampen sind lange haltbar?

Wichtig für die Energieeffizienz von LED-Lampen ist die Lebens- bzw. Brenndauer. Diese wird auf der Lampenverpackung gut sichtbar in Stunden oder Jahren (dann bei einem durchschnittlichen Betrieb von 2 Stunden und 45 Minuten pro Tag) angegeben.

Die angegebene Lebensdauer der Lampe sollte mindestens 20.000 Stunden (oder 20 Jahre) betragen. Achten Sie hier grundsätzlich auf eine längere Lebensdauer, besonders aber bei Lampen, die stark genutzt werden. Auch eine hohe Schaltfestigkeit ist wichtig. Sie sollten die Lampe mindestens 50.000 Mal an- und wieder ausschalten können. Dies ist besonders wichtig bei Lampen, die häufig an- und ausgeschaltet werden – zum Beispiel im Treppenhaus.

Übrigens: Klassische Glühlampen hatten nur eine durchschnittliche Lebensdauer von 1.000 Stunden bzw. einem Jahr und konnten nur rund 1.000 Mal an- und ausgeschaltet werden.

LED-Lampen sind Sofortstarter

Drückt man auf den Lichtschalter, sind LED-Lampen in der Regel sofort hell. Im Gegensatz dazu benötigen einige Energiesparlampen etwas Zeit, um richtig hell zu werden. Informationen dazu finden Sie ebenfalls auf der Lampenverpackung. Hier wird die Zeit angegeben, die die Lampe braucht, um 60 Prozent der Leuchtkraft zu entwickeln. Empfehlenswert ist hier ein Wert von maximal 30 Sekunden.