Schilder weisen zu den öffentlichen Gebäuden Bibliothek, Rathaus und Bürgersaal

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Ob Schule, Kindergarten, Sporthalle oder Rathaus – für die Strom- und Wärmeversorgung ihrer Gebäude geben die Kommunen hierzulande jährlich rund 3,8 Milliarden Euro aus. Entsprechend groß sind die Einsparpotenziale.

Durch eine energetische Sanierung der Gebäudehülle und technischen Anlagen können Sie als Kommune, kommunales Unternehmen oder gemeinnützige Organisation je nach Umfang der Energieeffizienzmaßnahmen bis zu 80 Prozent des Energiebedarfs sparen. Das entlastet langfristig Ihr Budget.

So lohnt sich Energieeffizienz für Kommunen

Ihre Investitionen in die Energieeffizienz Ihrer Gebäude und den Einsatz erneuerbarer Energien rentieren sich langfristig aufgrund des niedrigeren Energieverbrauchs und der finanziellen Unterstützung aus dem CO2-Gebäudesanierungsprogramm des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi), der über die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) im Programm Energieeffizientes Bauen und Sanieren vergeben wird.

Die Förderung mit einem zinsverbilligten Kredit in Höhe von bis zu 25 Millionen Euro und einem zusätzlichen lukrativen Tilgungszuschuss von bis zu 17,5 Prozent hilft Ihnen bei der Finanzierung. Diesen Teil des Kredits müssen Sie nicht zurückzahlen. Generell gilt: Je besser der erreichte energetische Standard eines Gebäudes, desto höher Ihre Förderung.

Sie profitieren von vielen weiteren Vorteilen: Die kommunale und soziale Infrastruktur kommt auf einen modernen und zukunftsfähigen Stand. Ihre Kommune wird als Wohnort und Wirtschaftsstandort attraktiver. Sie leisten einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz vor Ort und erfüllen zudem Ihre Vorbildrolle gegenüber den Bürgern.

Ob Einzelmaßnahme, komplette Sanierung oder Neubau: So wird’s gefördert

Infografik "So steigern Sie die Energieeffizienz Ihrer Gebäude"

Sie planen eine energetische Komplettsanierung, um einen „Energiefresser“ in ein modernes „Effizienzgebäude“ zu verwandeln? Für solch eine umfassende Sanierung zum „KfW-Effizienzgebäude 100“ bekommen Sie einen Tilgungszuschuss von 10 Prozent des zugesagten Kreditbetrags, maximal 100 Euro pro Quadratmeter Gebäudenutzfläche. Für ein besonders energiesparendes „KfW-Effizienzgebäude 70“ bekommen Sie sogar einen Tilgungszuschuss von 17,5 Prozent des zugesagten Kreditbetrags, maximal 175 Euro pro Quadratmeter.

Sie sind stolz auf die Denkmäler unter den Gebäuden in Ihrer Kommune, aber nicht auf deren Energieverbrauch? Die Sanierung historischer Gebäude zum „KfW-Effizienzgebäude Denkmal“ wird mit einem Tilgungszuschuss von 7,5 Prozent des zugesagten Kreditbetrags gefördert, maximal mit 75 Euro pro Quadratmeter.

Kommt eine Komplettsanierung derzeit nicht in Frage? Dann können Sie die Energieeffizienz Ihrer Gebäude mit aufeinander abgestimmten Einzelmaßnahmen verbessern. Dafür bekommen Sie zinsgünstige Kredite und einen Tilgungszuschuss von fünf Prozent des zugesagten Betrags vom BMWi, maximal 50 Euro pro Quadratmeter.

Bereits hohe Energieeinsparungen können Sie beispielsweise mit folgenden Effizienzmaßnahmen bewirken:

  • Dämmung von Wänden, Dachflächen, Geschossdecken und Bodenflächen
  • Gut isolierte Fenster und Außentüren
  • Erneuerung und/oder Optimierung der Heizungsanlagen
  • Optimierung oder Austausch von Lüftungs- und Klimaanlagen und deren Komponenten
  • Austausch stromintensiver Beleuchtungstechnik
  • Einbau oder Optimierung von Mess-, Steuer- und Regelungstechnik und Gebäudeautomation.

In Ihrem Fall soll es ein Neubau oder der Ersterwerb eines energieeffizienten Gebäudes sein? Für Neubauten mit Standard „KfW-Effizienzgebäude 70“ gibt es zinsgünstige Kredite. Für ein Gebäude mit dem besonders energiesparenden Standard „KfW-Effizienzgebäude 55“ bekommen Sie zusätzlich einen Tilgungszuschuss von fünf Prozent des zugesagten Kreditbetrags, maximal 50 Euro pro Quadratmeter Gebäudenutzfläche.

In allen Fällen empfiehlt sich im Vorfeld eine qualifizierte Energieberatung für Nichtwohngebäude von Kommunen und gemeinnützigen Organisationen. Diese kann ebenfalls vom BMWi mit einem Zuschuss von bis zu 80 Prozent der Nettokosten gefördert werden.

Hier geht’s zur Förderung

Das BMWi vergibt diese Förderung für Kommunen und Gemeindeverbände über die KfW im Programm „Investitionskredit Kommunen (IKK) - Energieeffizient Bauen und Sanieren (217/218)“ sowie für kommunale Unternehmen und gemeinnützige Organisationen im Förderprogramm „Investitionskredit kommunale Unternehmen (IKU) – Energieeffizient Bauen und Sanieren (220/219)“.

So kommen Sie in nur vier Schritten zur Förderung.