Ein aus Holzpellets gelegter Baum symbolisiert Wärme aus erneuerbaren Energien

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Für Kommunen gibt es unterschiedliche Möglichkeiten bei der Wärmeversorgung der öffentlichen Gebäude von klimaschädlichen fossilen Heizungen auf erneuerbare Energien umzusteigen: Solarthermieanlagen, Biomasseheizungsanlagen oder Wärmepumpen. Als Kommune gewinnen Sie gleich mehrfach. Sie erhalten eine moderne effiziente Wärmeversorgung, machen ihre Energiekosten von fossilen Energiequellen unabhängig, schützen das Klima und profitieren von staatlicher Förderung. Werden Sie so zum Vorbild für Ihre Bürger.

Mit dem Marktanreizprogramm für Wärme aus erneuerbaren Energien, kurz MAP genannt, fördert das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) Kommunen und gemeinnützige Organisationen. Das Prinzip beim MAP: Je umweltfreundlicher und effizienter die neue Heizungstechnik, desto höher die staatliche Unterstützung.

Zuschuss aus dem MAP für kleinere Anlagen mit Wärme aus erneuerbarer Energie

Für die Installation kleinerer umweltschonender Heizungsanlagen bis 100 Kilowatt Nennwärmeleistung werden Investitionszuschüsse über das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) an Kommunen vergeben.

Die Höhe des Zuschusses hängt von der regenerativen Wärmequelle und ihrer Leistung ab: So zahlt das BMWi für eine Erdwärmepumpe zur Raumheizung und Warmwasserbereitung einen Zuschuss von mindestens 4.500 Euro, für Biomasseanlagen wie Hackschnitzel- oder Pelletkessel mit Wärmespeicher mindestens 3.500 Euro und für die Erstinstallation einer Solarthermieanlage, welche die Heizung unterstützt und Warmwasser liefert, mindestens 2.000 Euro.

Damit Sie die passende Lösung für eine optimale Wärmeversorgung aus erneuerbaren Energien für Ihren konkreten Bedarf finden, empfiehlt sich vorab unbedingt eine Energieberatung.

So fördert das Marktanreizprogramm größere Erneuerbare-Energie-Anlagen

Für die Installation einer größeren Erneuerbare-Energie-Anlage mit mehr als 100 Kilowatt Nennwärmeleistung können Kommunen, kommunale Eigenbetriebe und gemeinnützige Organisationen durch das MAP zinsgünstige Kredite in Höhe von maximal 25 Millionen Euro pro Vorhaben mit attraktiven Tilgungszuschüssen erhalten. Diese reduzieren den rückzahlbaren Darlehensbetrag. Die Vergabe der Förderung erfolgt über die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) mit dem Programm „Erneuerbare Energien – Premium (271/281)“.

Die Höhe des Tilgungszuschuusses hängt jeweils vom Typ, der Größe der Anlage und dem Grad der Energieeffizienz ab. So beträgt beispielsweise bei einer Solarkollektoranlage der Tilgungszuschuss bis zu 50 Prozent der förderfähigen Nettoinvestitionskosten im Fall einer überwiegend solaren Prozesswärmebereitstellung, bei einer Biomasseanlage maximal 50 Euro je Kilowatt installierte Nennwärmeleistung und 100.000 Euro je Anlage.

Gefördert werden aus dem MAP zudem der Neubau von größeren Heizwerken, welche erneuerbare Energien nutzen, Tiefengeothermieanlagen, Wärmespeicher, Anlagen zur kombinierten Strom- und Wärmeerzeugung sowie Wärmenetze.

Klimafreundliche Wärmenetze mit hohem Anteil erneuerbarer Energie und Abwärme bieten eine interessante Alternative für Kommunen, um gleich mehrere Gebäude oder ganze Quartiere effizient mit CO2-armer Raumwärme und Warmwasser zu versorgen.

Ihr Extrabonus für besonders hohe Energieeffizienz

Und es gibt für alle Heizungsanlagen mit erneuerbaren Energien sogar noch eine Zusatzförderung obendrauf: Ihr Tilgungs- oder Investitionszuschusses erhöht sich um weitere 20 Prozent durch das sogenannte Heizungspaket aus dem Anreizprogramm Energieeffizienz (APEE) des BMWi. Diesen Extrabonus erhalten Sie, wenn Sie eine besonders ineffiziente alte Anlage (z. B. auf Basis fossiler Energieträger) durch erneuerbare Wärme ersetzen oder zusätzlich zur Umstellung auf erneuerbare Energien die gesamte veraltete Heizungsanlage austauschen.

Bei kleinen Erneuerbare-Energie-Anlagen, die vom BAFA gefördert werden, kommen noch pauschal 600 Euro Förderung dazu.