Zwei Rennradsportler glücklich über ihren Erfolg

© gettyimages.de/Chris Ryan

Eine 40 Jahre alte Turnhalle zu dämmen, ein Schwimmbad mit hocheffizienter Wärmepumpe und Langzeitspeicher effizient zu heizen oder mehrere baufällige kommunale Gebäude gleichzeitig energetisch zu sanieren – hier bietet das sogenannte „Energiespar-Contracting“ durch einen spezialisierten Energiedienstleister eine interessante Option für Kommunen. Besonders auch für jene mit begrenztem Budget.

Ein Rundum-Sorglos-Paket für Kommunen

Beim Contracting übernimmt ein spezialisierter Energiedienstleister die Umsetzung von Energieeffizienzmaßnahmen sowie die erforderlichen Investitionen für Sie als Kommune. Er verfügt über das notwendige Know-how und garantiert Ihnen vertraglich eine konkrete Energiekosteneinsparung über eine festgelegte Laufzeit. Im Gegenzug finanziert er sich über einen Teil der erzielten Einsparungen bei den Energiekosten.

Also eine Win-win-Situation für beide. Empfohlen wird ein Contracting für große Liegenschaften oder Pooling-Projekte mit mehreren Liegenschaften, deren Energiekosten insgesamt bei mindestens 100.000 Euro liegen.

Die Vorteile: Sie können im Durchschnitt 40 Prozent des Energieverbrauchs sparen und reduzieren Ihren personellen und zeitlichen Aufwand für die energetische Sanierung und den anschließenden Betrieb der technischen Anlagen. Und: es entstehen je nach Vertragsgestaltung in der Regel keine hohen Investitionskosten etwa durch den Erwerb einer neuen effizienten Heizungsanlage, eine Optimierung der Lüftungsanlage oder weitere Effizienzmaßnahmen.

Nutzen Sie die geförderte Beratung zum „Energiespar-Contracting

Ob diese Form der Energiedienstleistung mit Einspargarantie für Sie geeignet ist, darüber informiert Sie die Orientierungsberatung. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) übernimmt bis zu 80 Prozent der Kosten des Nettohonorars für die Orientierungsberatung, maximal bis zu 2.000 Euro. Bei einer Orientierungsberatung analysiert ein Energieberater genannt, den Energieverbrauch der vergangenen drei Jahren Ihrer Immobilien. Auf dieser Basis berechnet er die Energiesparpotenziale und prüft, ob sich für Sie ein „Energiespar-Contracting“ oder eine andere Form des Contractings lohnt.

Sollte die Beratung ergeben, dass ein „Energiespar-Contracting“ eine interessante Option für Ihre Kommune ist, unterstützt das BMWi Sie zudem mit einem Zuschuss für eine anschließende Umsetzungsberatung oder Ausschreibungsberatung durch qualifizierte, beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) für die Beratung zugelassene Contracting-Experten“, sogenannte Projektentwickler.

Sie wollen mit Contracting loslegen? Dabei hilft die Umsetzungsberatung

Sie wollen im Anschluss an die Orientierungsberatung zur Tat schreiten und ein „Energiespar-Contracting“ vereinbaren? Das müssen Sie nicht alleine stemmen. Im Rahmen einer Umsetzungsberatung unterstützt Sie der Projektentwickler dabei, den geeigneten Vertragspartner zu finden. Er berät und begleitet Sie von der Projektskizze über die Ausschreibung bis hin zum Vertragsabschluss mit dem Energiedienstleister. Das BMWi übernimmt 50 Prozent der förderfähigen Beraterkosten (Nettohonorar), maximal 12.500 Euro. 

Eine weitere Option: die Ausschreibungsberatung

Hat die Orientierungsberatung ergeben, dass eine andere Form des Contractings für Sie vorteilhafter wäre als ein „Energiespar-Contracing“? Je nach individueller Ausgangslage kann etwa ein Liefer-Contracting für Sie geeignet sein, bei dem ein Energiedienstleister beispielsweise eine Solar- oder KWK-Anlage für Ihre Immobilie zur Verfügung stellt. In so einem Fall können Sie eine Ausschreibungsberatung in Anspruch nehmen und sich von einem Projektentwickler bei der Ausschreibung fachlich unterstützen lassen. Das BMWi fördert dies mit einem Zuschuss von 30 Prozent der Beraterkosten (Nettohonorar), maximal mit 2.000 Euro.