Ingenieurin mit Bauplan in Werkshalle

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Mehr als ein Drittel des Endenergieverbrauchs im Gebäudesektor wird von den rund drei Millionen Nichtwohngebäuden verursacht, also beispielsweise von Büro- oder Fabrikgebäuden. Das ist zu viel. Entsprechend hoch sind die Einsparpotenziale beim Energiebedarf für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) der gewerblichen Wirtschaft wie für große Betriebe der Industrie.

Welche Vorteile bringt bessere Energieeffizienz für Ihren Betrieb?

Wenn Ihr Betrieb in Zukunft weniger Energie für Strom und Heizen verbraucht, sinken die monatlichen Energiekosten. Energieeffizienz steigert somit Ihre Wirtschaftlichkeit und Wettbewerbsfähigkeit und macht Sie unabhängiger von schwankenden Marktpreisen für fossile Brennstoffe. Zudem erhöhen Sie durch energetisches Sanieren und Bauen den Wert Ihrer Immobilie. Effizienzmaßnahmen wie moderne, gut isolierte Fenster oder eine effiziente Heizungs- und Lüftungsanlagen bieten mehr Komfort am Arbeitsplatz für Ihre Mitarbeiter und wirken sich positiv auf deren Zufriedenheit aus.

Als Vorreiter der Energiewende können Sie bei Ihren Kunden punkten: Sie leisten einen wesentlichen Beitrag dazu, den CO2-Fußabdrucks Ihres Betriebs zu verringern und helfen mit, das Klima zu stabilisieren. Auch das bringt Vorteile im Wettbewerb.

Infrografik "Wettbewerbsvorteil Energieeffizienz"

Informationen zur Infografik erhalten Sie hier.

Profitieren Sie von staatlicher Förderung

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) unterstützt Ihre Energieeffizienzmaßnahmen finanziell durch mehrere Förderprogramme.

Egal, ob Sie in einem ersten Schritt in Einzelmaßnahmen wie effiziente Beleuchtung, Gebäudeautomation oder Heizungsmodernisierung oder in eine komplette energetische Sanierung investieren: über das „KfW-Energieeffizienzprogramm – Energieeffizient Bauen und Sanieren (276/277/278)“ profitieren Sie von zinsgünstigen Darlehen von bis zu 25 Millionen Euro.

Je nach erreichtem Effizienzstandard bekommen Sie oben drauf einen lukrativen Tilgungszuschuss in Höhe von bis zu 17,5 Prozent des zugesagten Kreditbetrags, maximal 175 Euro pro Quadratmeter Gebäudenutzfläche. Sie müssen diesen Teil des Kredits nicht zurückzahlen. Auch Effizienzmaßnahmen, die Sie über „Contracting“ realisieren, das bedeutet, dass Sie die Planung und Umsetzung einem spezialisierten Energiedienstleister übertragen, können gefördert werden.

Der Neubau oder Ersterwerb eines energieeffizienten Gebäudes wird ebenfalls mit einem zinsvergünstigten KfW-Kredit gefördert. Erreicht Ihr neues Firmengebäude den Standard eines energiesparenden „KfW-Effizienzgebäudes 55“ erhalten Sie zudem einen Tilgungszuschuss von fünf Prozent des zugesagten Kredits, maximal 50 Euro pro Quadratmeter.

Infografik "Bürogebäude nach KfW-Effizienzstandard"

Abwärme verwenden, statt verschwenden: So wird das gefördert

Damit es im Produktionsbetrieb nicht zu heiß wird, können Sie die bei der Produktion entstehende überschüssige Abwärme vermeiden oder als wertvolle Energiequelle nutzen, anstatt Sie ungenutzt zu verschwenden. Ob beim Bäcker oder Industriebetrieb: Die „Erzeugung“ von Abwärme verursacht mitunter den höchsten Energieverbrauch.

Ihre Investition in die vielfältigen Möglichkeiten der Reduktion und Nutzung von Abwärme – etwa zum Heizen – werden vom BMWi über das „KfW-Energieeffizienzprogramm Abwärme (294/494)“ gefördert. Sie können hier wählen zwischen einem Investitionszuschuss oder einem zinsverbilligten Kredit mit Tilgungszuschuss.

Vorm Sanieren: besser informieren!

Sie haben sich entschieden: Ihr Gebäude oder Ihre Produktionsanlage soll moderner und energieeffizienter werden. Bevor Sie loslegen, sollten Sie sich fachkundig durch eine Energieberatung über die Einsparpotenziale in Ihrem Betrieb und mögliche wirtschaftliche Effizienzmaßnahmen informieren lassen, um teure Fehlplanungen zu vermeiden.

Für Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) übernimmt das BMWi im Rahmen der Energieberatung im Mittelstand bis zu 80 Prozent der förderfähigen Beratungskosten, maximal bis zu 6.000 Euro.