Infografik Hydraulischer Abgleich

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Was ist ein hydraulischer Abgleich?

Beim hydraulischen Abgleich stellt ein Fachbetrieb sicher, dass die Heizung die Wärme gleichmäßig verteilt. Dazu ermittelt er zunächst Raum für Raum die tatsächlich benötigte Wärmemenge, berücksichtigt dabei auch die besonderen Eigenschaften des Hauses bzw. der Wohnung – zum Beispiel die Dämmung der Außenwände oder die Qualität der Fenster. Als Nächstes berechnet er die notwendige Heizwassermenge sowie die richtige Pumpenleistung. Anschließend kann er die Thermostatventile genau richtig einstellen und an den Bedarf anpassen. Das Ergebnis: Jeder Heizkörper erhält so viel Wärme, wie er benötigt, um die gewünschte Raumtemperatur zu erreichen.

Tipp: Mit staatlicher Förderung Verbrauch und Kosten senken

Noch mehr können Sie sparen, wenn Sie die gesamte Heizung optimieren. Sofern nicht schon vorhanden, sollten Sie voreinstellbare Thermostatventile an den Heizkörpern anbringen, die im Übrigen auch für den hydraulischen Abgleich benötigt werden. Ebenso können Sie offen liegende Heizungs- und Warmwasserrohre dämmen und eine neue, hocheffiziente Umwälzpumpe einbauen. Vor allem die Pumpe hilft beim Sparen: durch einen geringen Stromverbrauch und durch eine automatische Regelung des Pumpendrucks entsprechend dem tatsächlichen Bedarf.

30 Prozent Ihrer Kosten für den hydraulischen Abgleich bekommen Sie zurück, denn der Staat fördert diesen bei bestehenden Heizsystemen mit dem Programm „Förderung der Heizungsoptimierung durch hocheffiziente Pumpen und hydraulischen Abgleich“. Ergänzend zum hydraulischen Abgleich werden weitere Investitionen und Optimierungen an der bereits installierten Anlage gefördert. Mit ebenfalls 30 Prozent werden im Rahmen des Förderprogrammes der Austausch und die Installation von Heizungs- (Umwälzpumpen) und Warmwasserzirkulationspumpen gefördert. Wichtig: Die Registrierung für die Förderung muss vor der Durchführung der Maßnahmen geschehen. Alle Infos rund um das Förderprogramm zum hydraulischen Abgleich finden Sie hier.

Wann lohnt sich die Maßnahme?

Ratsam ist ein hydraulischer Abgleich vor allem dann, wenn Sie das Gefühl haben, Ihre Heizung nicht richtig kontrollieren zu können, und Räume nicht so warm wie gewünscht werden. Gute Hinweise sind auch Geräusche: Rauschen, Gluckern oder Pfeifen sollten Sie nicht ignorieren! Außerdem typisch: Einzelne Heizkörper glühen regelrecht, obwohl sie nur auf Stufe „1“ gestellt sind. Andere werden nicht richtig warm, obwohl sie voll aufgedreht sind.

Wie viel Zeit nimmt ein hydraulischer Abgleich in Anspruch?

Beispiel Einfamilienhaus: Um alle Daten aufzunehmen, braucht ein Handwerker etwa anderthalb Stunden; die anschließende Berechnung dauert etwa vier Stunden. Und für die optimale Einstellung sollten Sie je Heizkörper noch einmal etwa fünf Minuten einplanen.

Wie steht es um die Kosten?

Die genauen Kosten für einen hydraulischen Abgleich hängen vom Zustand und Aufbau der Anlage ab. Mit Blick auf die Heizung eines Einfamilienhauses können Sie mit etwa 300 bis 500 Euro rechnen. Doch das lohnt sich: Dank der Einsparungen haben sich die Kosten im Durchschnitt bereits nach etwa dreieinhalb Jahren amortisiert. Zusammen mit dem gleichzeitigen Einbau einer stromsparenden Hocheffizienzpumpe und von neuen Thermostatventilen kostet der hydraulische Abgleich insgesamt etwa 900 bis 1.300 Euro.