Alte, aussortierte Heizungen

© gettyimages/Luis Fonseca

Fürs Heizen wird hierzulande viel Energie verbraucht. Zu viel Energie. Denn Millionen von Heizungen in deutschen Kellern sind wahre „Oldies“ – und sie sind ineffizient, verheizen also viel mehr Energie als eigentlich nötig.
In Zahlen:

  • Etwa 85 Prozent des Energieverbrauchs in deutschen Privathaushalten werden für Heizung und Warmwasser eingesetzt.
  • Über die Hälfte der Heizungen in Deutschland wurden vor 1997 installiert.
  • Ein Drittel der CO2-Emissionen entsteht durch Heizung und Warmwasser.

Das ist nicht nur schlecht fürs Klima, sondern reißt auch ein tiefes Loch in unsere Geldbeutel: Allein 2013 gaben deutsche Privathaushalte rund 53,7 Milliarden Euro für Wärmeenergie aus. Es wird also höchste Zeit für eine „Wärmewende“ in vielen deutschen Kellern. Höchste Zeit für eine Heizungsoptimierung.

Wie kann ich meine Heizung optimieren?

Sie können Ihre alte Öl- oder Gasheizung zum Beispiel durch einen modernen Öl- und Gas-Brennwertkessel ersetzen. Während bei herkömmlichen Kesseln der Wasserdampf der Abgase ungenutzt durch den Schornstein entweicht, nutzen diese Modelle die darin versteckte Wärmeenergie. Damit sind sie deutlich sparsamer – und die Heizungsoptimierung rechnet sich dank der geringeren Energiekosten oft schon nach sieben bis zehn Jahren. Gleichzeitig schonen die neuen Kessel das Klima: Denn sie produzieren deutlich weniger Treibhausgase.

Welche Formen der Heizungsoptimierung gibt es sonst?

Effizient ist gut, erneuerbar ist besser: Wenn Sie den Ausstoß von Treibhausgasen komplett vermeiden wollen, dann stellen Sie Ihre Heizung auf erneuerbare Energien um. Denn mit einem Biomassekessel, einer Wärmepumpe oder einer Solarthermieanlage heizen Sie nicht nur besonders umweltfreundlich, Sie machen sich auch unabhängig von Öl und Gas und deren Preisentwicklung.

Kostet wenig, bringt viel: die Wärmeverteilung optimieren

Nicht immer muss es gleich eine neue Heizung sein. Mit diesen kleinen Maßnahmen können Sie kostengünstig viel erreichen:

  • Hydraulischer Abgleich: Ein Fachmann stellt die Heizung so ein, dass jeder Heizkörper genau so viel Wärme erhält, wie er benötigt, um die gewünschte Raumtemperatur zu erreichen.
  • Der Einbau einer neuen, hocheffizienten Umwälzpumpe spart sofort Strom – der Austausch rechnet sich schon nach zwei bis drei Jahren.
  • Dämmen Sie offenliegende Heizungs- und Warmwasserrohre. So vermeiden Sie unnötige Wärmeverluste.