Trockene Wäsche wird aus Trockner geholt

Mit einem Gerät der Klasse A+++ können Sie im Vergleich zu einem Gerät der Klasse B bis zu 100 Euro jährlich sparen.

© istockphoto.com/fstop123

Der Wäschetrockner gehört zu den Stromfressern unter den Haushaltsgeräten – mit einigen Tipps und Tricks zum Trockner lässt sich aber einiges an Geld sparen. Rund 8 Prozent des Energieverbrauchs in einem durchschnittlichen 3-Personen-Haushalt entfallen auf den Trockner. Für viele ist der Wäschetrockner dennoch ein praktischer Haushaltshelfer: 40 Prozent der deutschen Haushalte besitzt ein Gerät (Stand 2016), das sind bei etwa 37 Millionen Haushalten rund 15 Millionen Trockner.

Energieeffizienz: Beim Trockner schneidet nur ein Gerätetyp richtig gut ab

Wer auf Energieeffizienz achtet, kann die Stromkosten für das Trocknen deutlich reduzieren. Beim Kauf eines neuen Wäschetrockners haben Verbraucherinnen und Verbraucher auf dem deutschen Markt meist die Wahl zwischen drei Gerätetypen:

  • Ablufttrockner: Hat einen sehr hohen Stromverbrauch und entspricht nicht mehr dem neuesten Stand der Technik.
  • Kondensationstrockner: Der vermeintliche Vorteil der niedrigeren Anschaffungskosten im Vergleich zum Wärmepumpentrockner relativiert sich – denn die Energieeffizienz ist bei diesem Trocknertyp eher schlecht.
  • Wärmepumpentrockner: Dieser Wäschetrocknertyp ist besonders energieeffizient, er spart über 50 Prozent der Energie, die ein herkömmlicher Trockner verbraucht. Daher lohnt sich auch der höhere Anschaffungspreis.

Welcher Trockner soll es sein? Energielabel erleichtert die Kaufentscheidung

Das Energielabel gibt wichtige Hinweise für die Wahl des passenden Geräts. Denn die Angabe zur Effizienzklasse zeigt auch, wie sparsam der Energieverbrauch eines Geräts ist. Bei Wäschetrocknern ist aktuell A+++ die beste Energieeffizienzklasse für Neugeräte, die schlechteste ist je nach verwendeter Technik B oder C. Nur Wärmepumpentrockner erreichen in der Regel die Klassen A bis A+++, Ablufttrockner erreichen meist nur Klasse C, Kondensationstrockner in der Regel Klasse B.
Die Einsparung von einem A+++ gegenüber einem B-Gerät (bei 8 kg Füllmenge) beträgt rund 70 Prozent des Stroms und damit um die 100 Euro pro Jahr an Kosten.

Neugeräte: Wie hoch sollte der Energieverbrauch höchstens sein?

  • Kleiner Haushalt – 1-2 Personen: Ein 7-kg-Trockner sollte maximal 210 Kilowattstunden (kWh) im Jahr an Strom verbrauchen. Das entspricht rund 61 Euro Stromkosten pro Jahr. Hier sind 160 Kilowattstunden ein sehr guter Verbrauch.
  • Mittlerer Haushalt – 3-4 Personen: Bei einem 8-kg-Trockner sollte der Stromverbrauch maximal 220 Kilowattstunden (kWh) im Jahr betragen (rund 64 Euro Stromkosten pro Jahr). Hier liegt ein sehr guter Verbrauch bei 180 Kilowattstunden jährlich.
  • Großer Haushalt – 5 und mehr Personen: 9-kg-Trockner sollten maximal 240 Kilowattstunden (kWh) im Jahr verbrauchen (rund 75 Euro Stromkosten pro Jahr), 200 Kilowattstunden wären dagegen ein sehr guter Stromverbrauch

Ein weiteres entscheidendes Auswahlkriterium ist der Jahresstromverbrauch, der auch innerhalb der Klassen unterschiedlich ausfallen kann. Das Energielabel gibt auch Auskunft über die Lautstärke des Geräts: Zum Beispiel gelten 65 Dezibel als Maximallautstärke, wenn der Trockner in der Wohnung stehen soll.

Tipps und Tricks für den Alltag

Wichtig ist auch, den Trockner richtig zu befüllen, zu reinigen und das optimale Programm zu wählen – so lassen sich Kostenfallen vermeiden.

  • Gut geschleudert statt tropfnass: Wird die Wäsche in der Waschmaschine mit 1.400 Umdrehungen pro Minute (U/Min) statt 1.000 U/Min geschleudert, lassen sich beim Trocknen bis zu 40 Prozent Strom sparen.
  • Volle Trommel rechnet sich: Wird der Trockner nur halbvoll angestellt, erhöht sich der spezifische Energiebedarf. Es ist daher empfehlenswert, schon beim Waschen darauf zu achten, dass genug Teile zusammenkommen, die trocknergeeignet sind, so dass der Trockner auch tatsächlich voll wird.
  • Auf die Programmwahl kommt es an: Sinnvoll sind auch spezielle Programme, über die viele moderne Trockner verfügen: „Eco“ trocknet die Wäsche besonders stromsparend und energieeffizient, „Automatik“ beendet das Programm automatisch, wenn die Wäsche trocken ist. Soll die Wäsche nach dem Trocknen noch gebügelt werden, spart die Einstellung „Bügeltrocken“ Energie und Zeit gegenüber dem Programm „Schranktrocken“.
  • Fusseln als Stromfresser: Nach jedem Trockenvorgang sollte das Flusensieb gesäubert werden. Denn durch ein verstopftes Flusensieb verlängert sich die Trocknungszeit und der Stromverbrauch steigt.