Durch das EU-Energielabel können Verbraucher die Energieeffizienzklasse eines Haushaltsgeräts erkennen.

Mit dem Energielabel lassen sich Neugeräte schnell vergleichen.

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Welche Funktion hat das Energielabel?

Das Energielabel ist eine Entscheidungshilfe für Verbraucher, die beim Kauf auf Nachhaltigkeit achten und Strom sparen möchten. Mit den einheitlichen Angaben, wie zum Beispiel zur Energieeffizienzklasse, zur Lautstärke oder zum Strom- oder Wasserverbrauch, lassen sich verschiedene Geräte gut vergleichen. Und das lohnt sich: Denn mit effizienten Top-Produkten lassen sich im Vergleich zu älteren Modellen bis zu mehreren hundert Euro pro Jahr an Strom- und Wasserkosten sparen.

Welche Informationen stehen auf dem Energielabel?

Das erste, was beim Blick auf das Energielabel ins Auge fällt, ist die Kennzeichnung der Energieeffizienzklasse: Ähnlich wie eine Verkehrsampel zeigt die Farbskala von Grün bis Rot, wie energieeffizient ein Gerät ist. Dunkelgrün steht für eine sehr gute, Dunkelrot für eine schlechte Effizienzklasse. Aber Achtung: Die Skala vom effizienten zum ineffizienten Produkt ist je nach Produktgruppe unterschiedlich. Ein Beispiel: Bei Kühlschränken ist A+++ die beste und A+ die schlechteste Energieeffizienzklasse. Zusätzlich gibt das Label Auskunft über den Stromverbrauch pro Jahr. Die Angabe ist für die Kaufentscheidung wichtig, da der Verbrauch sich auch innerhalb einer Effizienzklasse unterscheiden kann.
Verschiedene Piktogramme zeigen je nach Produktgruppe weitere Eigenschaften, zum Beispiel:

  • Wasserverbrauch pro Jahr: So erkennt man z.B. bei Waschmaschine und Spülmaschine, wie umweltfreundlich das Gerät ist.
  • Lautstärke: Je nach Wohnsituation kann es eine große Rolle spielen, wie laut ein Gerät im Betrieb ist. Stehen Waschmaschine oder Trockner zum Beispiel im Keller, kommt es weniger darauf an, dass das Gerät besonders leise arbeitet.

Zu den ergänzenden Symbolen gehören unter anderem die Angabe des Gerätetyps beim Trockner oder die Schleuderklasse bei der Waschmaschine. Welche Symbole es auf dem Energielabel außerdem für verschiedene Produktgruppen gibt und wie Sie die verschiedenen Werte einordnen können, erklärt der Label-Lotse. Zudem finden Sie hier weitere hilfreiche Tipps, die den Neukauf von Haushaltsgeräten erleichtern.

Wo ist das Energielabel zu finden?

Das EU-Energielabel finden Sie bereits auf vielen Produktgruppen: Waschmaschinen, Wäschetrockner, Waschtrockner, Kühl- und Gefriergeräte, Geschirrspüler, Backöfen, Dunstabzugshauben, Raumklimageräte, Leuchtmittel, Fernseher, Staubsauger sowie Heizgeräte und Warmwasserbereiter bzw. Warmwasserspeicher.
Egal, ob Sie ein Elektrogerät im Geschäft oder im Online-Shop kaufen: Sie finden das Energielabel gut sichtbar platziert entweder direkt auf dem Gerät oder in direkter Nähe zum Produkt. Auch auf Werbe-Materialien oder in Herstellerbroschüren finden Sie die Energieeffizienzklasse der Produkte sowie das Spektrum der verfügbaren Effizienzklassen. Wenn Sie sich vor dem Neukauf informieren möchten, finden Sie mit dem Produktfinder der NTRI eine Übersicht effizienter Produkte.

Das Energielabel wird reformiert

Inzwischen wurde das System des EU-Energielabels vom technischen Fortschritt teilweise überholt: Durch zunehmend effizientere Geräte wurden die „+-Klassen“ wie A+ oder A++ eingeführt. Damit ist allerdings eine Einordnung ohne weitere Informationen nicht mehr so leicht möglich. Die EU reformiert daher das System: Künftig werden nur die Energieeffizienzklassen A bis G existieren. Besonders energieeffiziente Produkte erhalten zunächst dabei maximal die Klasse B. So bleibt Spielraum für weitere technische Fortschritte. Darüber hinaus soll in den nächsten Jahren eine Produktdatenbank aufgebaut werden, die Verbraucherinnen oder Verbrauchern eine schnellere Kaufentscheidung ermöglicht.