Energieeffizienter Herd mit Muffins

Der Stromverbrauch des Backofens lässt sich mit einem energieeffizienten Gerät deutlich reduzieren.

© fotolia.com/Patryk Kosmider

Moderne Küchengeräte punkten mit Bestnoten beim Stromverbrauch – Backofen, Herd und Dunstabzugshaube sparen dabei bares Geld. Beim Neukauf von Haushaltsgeräten bietet das EU-Energielabel Orientierung für Nutzerin bzw. Nutzer. Während bei Dunstabzugshauben sowie Elektro- und Gasbacköfen das Energielabel Pflicht ist, fehlt diese Einkaufshilfe allerdings für Herde.

Backofen: Beim Stromverbrauch besser genau hinsehen
Die sparsamsten Backöfen, die derzeit im Handel sind, haben die Energieeffizienzklasse A+; die schlechteste im Handel erhältliche Geräteklasse ist B.

Mit einem Neugerät der Klasse A+ lassen sich im Vergleich zu einem Altgerät ohne Effizienzklasse pro Jahr rund 9 Euro sparen. Bei einem Neugerät der Klasse A+++ liegt die Ersparnis bei 14 Euro pro Jahr.

Auch für Hobbybäcker gibt es Tipps, um den Stromverbrauch des Backofens zu senken:

  • Wer mehrere Backvorgänge hintereinander durchführt, vermeidet doppeltes Aufheizen: Also erst den Marmorkuchen für den Nachmittag, dann die Lasagne für das Mittagessen in die Röhre schieben.
  • Brötchen sollten auf einem Toaster mit Brötchenaufsatz aufgebacken werden. Das spart 70 Prozent Energie ein im Vergleich zum Backofen (VZ NRW 2016).
  • Umluft ist bis zu 40 Prozent sparsamer als Ober- und Unterhitze, da mit einer geringeren Temperatur gebacken werden kann (VZ NRW 2016). So kann die Temperatur bei Umluft etwa 20°C bis 30°C niedriger eingestellt werden (EcoTopTen 2017a; dena 2016).

Herd: Stromverbrauch senken – mit der richtigen Technologie

Wenn Sie einen neuen Herd kaufen und über einen Gasanschluss verfügen, ist ein Gasherd sicherlich die beste Lösung. Er schneidet bei der Energieeffizienz am besten ab. Sie können herkömmliche Töpfe und Pfannen nutzen und die Bedienung ist sehr einfach. Alternativ müssen Sie zwischen einem herkömmlichen Elektro- oder einem Induktionsherd wählen. Der Vorteil beim Induktionsherd: Sie verbrauchen vergleichsweise wenig Energie für das Aufkochen, denn die gewünschte Temperatur wird schnell erreicht, das Kochfeld kühlt auch schnell wieder ab, so dass keine Restwärme verschwendet wird. Allerdings sind nur bestimmte Materialien für diesen Typ Herd geeignet. Machen Sie vorher den Test: ist der Boden Ihres Kochgeschirrs magnetisch, können Sie es auch mit Induktionskochfeld verwenden.

Energie sparen beim Kochen und Backen

Einige einfache Tipps helfen Ihnen dabei, unabhängig von der Art des Herdes den Stromverbrauch zu senken und energieeffizient zu kochen. So benötigen Sie generell ungefähr drei Mal so viel Energie, wenn Sie ohne Topfdeckel kochen. Auch ein (flacher) Topf- oder Pfannenboden spart bis zu 30 Prozent Energie, wenn die Topfgröße dem Kochfeld entspricht.

Weg mit der Abluft – aber bitte effizient

Dunstabzugshauben verbrauchen durch das Gebläse und die oft integrierte Beleuchtung teilweise viel Strom. Auch hier bietet bei einer Neuanschaffung das Energielabel Orientierung. Die Klassen reichen von A+ bis F. Allerdings führt das Label noch weitere wichtige Faktoren auf. Denn wenn z. B. die Luft nicht richtig abgeführt wird oder die Haube das Fett im Dunst nicht richtig abscheidet, nutzt ein niedriger Stromverbrauch nichts. Schließlich steht an erster Stelle immer noch die Funktionstüchtigkeit des Geräts. Darüber hinaus erhalten Sie auf dem Label auch Informationen über die Energieeffizienz der Beleuchtung. Alle drei Faktoren sind ebenfalls auf einer Skala von A bis G dargestellt. Die Lautstärke, oft ebenfalls störend, wird in Dezibel aufgeführt. Bei Abluftdunstabzugshauben (Absaugen der Luft nach außen) sollte die Lautstärke 62 Dezibel nicht überschreiten; bei Abzugshauben im Umluftbetrieb (kein Mauerdurchbruch nötig, laufen mit Filter) sind es 67 Dezibel.