Eine Frau betrachtet im Geschäft einen Backofen, an dem ein EU-Label hängt.

Wenn man einen neuen Backofen oder Herd kaufen möchte, lohnt es sich, auf die Energieeffizienz zu achten.

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Worauf Sie achten sollten, wenn Sie einen Backofen kaufen

Backöfen verbrauchen recht viel Strom – daher lohnt es sich in jedem Fall, auf die Energieeffizienz und den Stromverbrauch zu achten. Beide Angaben finden Sie auf dem Energielabel. Bei den derzeit im Handel verfügbaren Backöfen ist die beste Energieeffizienzklasse A++, die ineffizientesten Geräte im Handel haben derzeit die Klasse B. Da aber auch die Unterschiede innerhalb der Klassen groß sein können, empfiehlt es sich, auch den Stromverbrauch zu vergleichen. Dieser wird pro Normbackvorgang in Kilowattstunden sowohl für Ober- und Unterhitze als auch für Umluft auf dem Label angegeben. Grobe Richtwerte für einen guten Verbrauch liegen hier bei 0,9 Kilowattstunden für Ober-/Unterhitze und 0,7 für Umluft.

Auch Größe und Funktionalität spielen eine Rolle

Falls Sie Ihren neuen Backofen in die Küchenzeile einbauen möchten, sollten Sie bei der Größe zunächst darauf achten, dass die Außenmaße passen. Der Innenraum sollte auf der einen Seite groß genug sein, dass Sie Ihre Lieblingsspeisen zubereiten können, aber Achtung: Ein großer Innenraum verbraucht auch mehr Energie beim Aufheizen.
Zu guter Letzt spielt natürlich auch die Funktionalität eine Rolle. Achten Sie darauf, dass Ihr Backofen ein Umluftprogramm hat. Denn das kann bis zu 20 Prozent Energie im Vergleich zu Ober-/Unterhitze sparen. Eine andere nützliche Zusatzfunktion ist eine Hitzeschutztür. Diese ist besonders gut isoliert und sorgt dafür, dass wenig Hitze entweichen kann. Andere Zusatzfunktionen, wie zum Beispiel die Selbstreinigungsfunktion, verbrauchen sehr viel Energie. Überlegen Sie, ob Sie nicht darauf verzichten wollen.
Vollkommen unabhängig von der Ausstattung: Mit unseren Tipps können Sie auch durch eine clevere Nutzung des Backofens Strom sparen.

Worauf Sie bei Kochfeldern achten sollten

Herd und Backofen werden mittlerweile häufig getrennt gekauft. Es gibt für Herde beziehungsweise Kochfelder kein Energieeffizienzlabel; die Unterschiede im Stromverbrauch sind dennoch groß. Sie haben die Wahl zwischen drei verschiedenen Herd-Typen. Wir erklären Ihnen die Vor- und Nachteile:

  1. Der Gasherd

    Der Gasherd schneidet bei der Energieeffizienz am besten ab. Ein weiterer Vorteil ist, dass Sie alle Ihre normalen Töpfe und Pfannen nutzen können. Allerdings ist zu beachten, dass zum einen ein Gasanschluss notwendig ist und zum anderen bei einem Gasherd durch die offenen Flammen das Risiko höher ist, sich zu verbrennen.

  2. Der Induktionsherd

    Der Induktionsherd ist auch verhältnismäßig effizient im Verbrauch, da durch sein schnelles Auf- und Abheizen wenig Wärme verloren geht. Ein Nachteil ist hingegen der höhere Anschaffungspreis. Außerdem benötigt man für den Induktionsherd spezielle Pfannen und Töpfe. Machen Sie hier am besten vor dem Kauf den Test: Ist der Boden Ihres Kochgeschirrs magnetisch, können Sie es auch mit Induktionskochfeld verwenden

  3. Der Elektroherd

    Unter den Elektroherden ist das Glaskeramikfeld derzeit am beliebtesten und in deutschen Küchen sehr verbreitet. Beim Vergleich der verschiedenen Kochfeldtypen bei Elektroherden ist das Glaskeramikfeld auch das effizienteste.

Übrigens: Egal, für welches Gerät Sie sich am Ende entscheiden, wenn Sie einige Tipps beachten, können Sie auch bei der Nutzung des Herds Strom sparen.

Auch die Dunstabzugshaube ist relevant für den Stromverbrauch

Oft verbrauchen Dunstabzugshauben durch das Gebläse und die integrierte Beleuchtung viel Strom. Daher sollten Sie beim Neukauf auf einige Kriterien achten. Empfehlenswerte Produkte haben einen Ventilator mit einem guten Wirkungsgrad, eine effiziente Beleuchtung und einen hohen Geruchs- und Fettabscheidungsgrad.

Bei einer Neuanschaffung bietet das Energielabel Orientierung. Die Klassen reichen von A++ bis E – hier empfiehlt sich, immer die beste Klasse zu kaufen. Neben der Energieeffizienz beinhaltet das Label weitere Informationen, mit denen sich die Leistung verschiedener Geräte gut vergleichen lässt:

  • Der durchschnittliche jährliche Stromverbrauch in Kilowattstunden. Hier wird angenommen, dass die Dunstabzugshaube jeden Tag eine Stunde läuft, bei der Beleuchtungszeit wird von einer Nutzung von zwei Stunden ausgegangen.
  • Die Effizienzklasse für den Transport der Abluft (Klasse A bis G). Wir empfehlen, die Klasse A auszuwählen.
  • Die Effizienzklasse für die eingebaute Beleuchtung (Klasse A bis G). Hier sollten Verbraucher darauf achten, dass eine LED verbaut wurde – die ist am effizientesten.
  • Die Klasse für den Fettabscheidungsgrad (Klasse A bis G): Dieser bezeichnet den Prozentsatz an Fett, der in den Fettfiltern aufgenommen wird. Die Klasse A hat z. B. einem Abscheidegrad von 95 Prozent, bei der Klasse G sind es nur noch maximal 45 Prozent. Auch hier ist die Klasse A die beste Entscheidung.
  • Angaben zur Geräuschentwicklung im Betrieb in Dezibel: Empfehlenswerte Dunstabzugshauben liegen im Bereich von 40 bis 55 Dezibel.

Mit einem guten und effizienten Gerät können Sie auch mit Ihrer Dunstabzugshaube bares Geld sparen.