Kälteanlage im Unternehmen MAINCOR

Eiskalt den Stromverbrauch halbieren

© MAINCOR GmbH/Florian Dittert

Im Herzen der Bundesrepublik, in der bayerischen Gemeinde Knetzgau, produziert das mittelständische Familienunternehmen MAINCOR GmbH & Co. KG mit rund 220 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Kunststoffrohre für die Gebäudetechnik und Industrie. Die Rohre müssen im Herstellungsprozess abgekühlt werden; bislang übernahm dies eine veraltete luftgekühlte Kompressionskälteanlage. Allerdings waren die Betriebskosten für die Kälteerzeugung aufgrund der ineffizienten und nur eingeschränkt regelbaren Kältekompressoren sehr hoch. Das wollte der mittelständische Rohrproduzent ändern.
„Wir haben ein geeignetes Förderprogramm gesucht und sind dabei auf STEP up! gestoßen. Das ist für uns sehr attraktiv, da es investive Effizienzmaßnahmen auch in großen Unternehmen mit bis zu 30 Prozent fördert. Zudem war für uns die Antragstellung leichter als bei vielen anderen Förderprogrammen“, sagt Dieter Pfister, Gründer und Geschäftsführer der MAINCOR.

Das ist effizient: umweltschonend und wirtschaftlich produzieren

Die alte Kompressionskälteanlage wird im Rahmen der geförderten Effizienzmaßnahme durch eine hocheffiziente und stufenfrei regelbare Kälteanlage ersetzt. Zusätzlich wird ein Freikühler eingesetzt, welcher die Umgebungsluft nutzt und die benötigte Kälteleistung bei Außentemperaturen bis 6 °C vollständig bereitstellen kann. Bei mittleren Temperaturen erfolgt ein Mischbetrieb zwischen dem Freikühler und der Kompressionskälteanlage. Außerdem werden die ungeregelten Kühlwasserpumpen durch regelbare Pumpen mit Hocheffizienz-Motoren ausgetauscht.

Durch die geplanten Optimierungsmaßnahmen kann der Stromverbrauch für die Kältebereitstellung um insgesamt 55 Prozent reduziert werden. Für Dieter Pfister geht die Rechnung auf: Durch den mehr als halbierten Stromverbrauch spart er Betriebskosten und produziert zudem im Einklang mit der Firmenphilosophie umweltschonend. „Seit wir uns mit Möglichkeiten der Energieeinsparung beschäftigen, stellen wir erfreulicherweise fest, dass Ökonomie und Ökologie kein Gegensatz sind, sondern sich im Gegenteil häufig sogar eine Symbiose ergibt“, resümiert Firmenchef Pfister.

Fakten zum Projekt

  • Energieeffizienzmaßnahmen:
    Energetische Optimierung des Kälteversorgungssystems
  • Investition:
    312.000 € (inkl. nicht förderfähiger Anteile)

  • Förderung:
    46.000 € Zuschuss durch den Förderwettbewerb für Stromeffizienz STEP up!