Eine Fernbedienung zeigt auf einen Flachbildschirmfernseher, auf dem ein Fußballspiel läuft.

Mit wenigen Tipps kann man beim Fernsehkauf Strom und Geld sparen.

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Moderne Flachbild-Fernseher sind im Vergleich zur guten alten Röhre schon echte Spar-Champions. Trotzdem lohnt es, sich vor dem Kauf ein paar Gedanken zu machen – denn Multimediageräte wie Fernseher und Computer sind für rund einen Drittel der Stromkosten im Haushalt verantwortlich.

Beim Fernseherkauf clever wählen und sparen: Mit 3 Tipps zum passenden Gerät

  • Größer ist nicht immer besser: Bei einem Fernseher mit HD-Auflösung entspricht die Bildschirmdiagonale idealerweise einem Drittel des geplanten Sitzabstands zum Gerät. Bei einem Fernseher mit einer höheren Auflösung (UHD oder 4K) sollte die Bildschirmdiagonale die Hälfte dieses Abstands betragen. So erreicht man ein optimales Seh-Erlebnis.
  • Es bei der Bildschirmauflösung nicht übertreiben: Eine höhere Auflösung bedeutet einen etwa 30 bis 40 Prozent höheren Stromverbrauch. In der Regel besteht die Wahl zwischen HD und noch höherer Auflösung (Ultra-HD und 4K). Empfehlung: Eine HD-Auflösung liefert gute Bilder, ist für normale Sehgewohnheiten bestens geeignet und schont den Geldbeutel.
  • Besser mit Ausschaltknopf: Mit einem echten Ausschalter können Sie den Stand-by-Stromverbrauch des Fernsehers begrenzen. Bei neueren Geräten ist der Stromverbrauch zwar sehr gering, kann aber durch das Ausschalten auch sehr einfach vermieden werden.

Mehr Tipps zum TV-Kauf finden Sie in unserer Checkliste; der Label-Lotse zeigt Ihnen Schritt für Schritt, wie Sie das für Sie optimale Gerät auswählen. Energieeffiziente Geräte vergleichen können Sie im Produktfinder der NTRI.

Schon gewusst? WM-Schauen wird mittlerweile immer günstiger

WM im TV: Stromverbrauch 1954 bis heute

  • Um die deutsche Fußballmannschaft 1954 auf ihrem Weg zum ersten WM-Sieg zu verfolgen, musste man bei einem 17-Zoll-Röhrenfernseher mit einem Stromverbrauch von rund 2,5 Kilowattstunden (kWh) rechnen.
  • Zur Fußballweltmeisterschaft 1990 war das mit 7,5 kWh deutlich mehr. Denn zwischen den 1950ern und den 2000er-Jahren wurden die Fernsehgeräte immer größer; der Stromverbrauch stieg dabei stetig an. Doch dann kam die Trendwende: Die Geräte wurden zwar immer noch laufend größer (2014 im Schnitt 43 Zoll statt früher bis zu 32 Zoll) und die Bilder hochauflösender (von 720 x 576 Standardauflösung über HD bis hin zu Ultra-HD seit 2014), allerdings wurden die Geräte dank moderner Flachbild-Technologie auch immer energieeffizienter.
  • Bei der WM 2018 wird die eigene Stromrechnung bei einem 49-Zoll-Fernseher nur noch mit rund 3 kWh belastet, wenn die Spiele vor dem heimischen Fernseher verfolgt werden.

Anmerkung: Bei den Berechnungen sind wir von einem Zeitraum von 25 Spieltagen und 2 Stunden TV-Nutzung je Fußballspiel ausgegangen. So können wir die WM-Jahre gut miteinander vergleichen. Tatsächlich wurden 1954 noch deutlich weniger Fußball-Spiele im Fernsehen übertragen als heute.