Gebäude in Kommunen

Durch erneuerbare Energien in Kommunen Wärme erzeugen – umstellen und attraktive Förderung sichern Bundesförderung für effiziente Gebäude – Einzelmaßnahmen (BEG EM) für Kommunen

Einleitung

Von Solarthermie, Wärmepumpe oder Biomasseanlagen bis zum Nahwärmenetz: Mit derBundesförderung für effiziente Gebäude – Einzelmaßnahmen (BEG EM) unterstützt das BMWi die Wärmeerzeugung durch Erneuerbare Energien in Kommunen. Umstellen lohnt sich! Sie können zwischen einem KfW-Förderdarlehen mit attraktiven Tilgungszuschüssen oder direkten Investitionszuschüssen über das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) wählen.

Investitionen in Anlagen für erneuerbare Wärme und in Wärmenetze: energieeffiziente Kommunen

Für Investitionen in große Erneuerbaren-Energien-Anlagen, große Wärmespeicher und Wärmenetze können Sie einen Kredit mit Tilgungszuschuss über die KfW-Programmlinien „Erneuerbare Energien Premium“ und „Erneuerbare Energien Premium - Tiefengeothermie“ (KfW Produktnr. 271/ 281/ 272/ 282) erhalten. Direkte Investitionszuschüsse können Sie beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) beantragen.

KfW-Darlehen mit Tilgungszuschuss

In den KfW-Programmlinien „Erneuerbare Energien Premium“ und „Erneuerbare Energien Premium - Tiefengeothermie“ (271/ 281/ 272/ 282) erhalten Sie attraktive Tilgungszuschüsse.

Antragsberechtigt sind neben Kommunen z.B. auch kommunale Gebietskörperschaften, gemeinnützige Einrichtungen und Contracting-Geber (Investoren). Weitere Informationen dazu erhalten Sie auf der Webseite der KfW hier.

Bei Solarkollektoranlagen beträgt der Tilgungszuschuss bis zu 40 Prozent der förderfähigen Nettoinvestitionskosten.

Für Biomasseanlagen gibt es einen Tilgungszuschuss von bis zu 100.000 Euro, für Biomasse-KWK 40 Euro je Kilowatt installierter Nennwärmeleistung. Für Biogasleitungen beträgt der Tilgungszuschuss bis zu 30 Prozent der förderfähigen Nettoinvestitionskosten.

Wärmepumpen erhalten einen Tilgungszuschuss von bis zu 100.000 Euro.

Für Wärmespeicher beträgt der Tilgungszuschuss bis zu 1 Mio. Euro.

Tiefengeothermie wird mit maximal 2 Mio. Euro je Einzelanlage gefördert, die Bohrkostenförderung beträgt bis zu 2,5 Mio Euro je Bohrung.

Extra-Plus: Werden besonders ineffiziente Heizungsanlagen ausgetauscht gewährt das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) im Rahmen des sog. „Heizungspakets“ den energieeffizienten Kommunen nochmals einen um 30 Prozent erhöhten Tilgungszuschuss aus dem Anreizprogramm Energieeffizienz (APEE).

Investitionen in Wärmenetze: Versorgung mit Nahwärme

Insbesondere für Kommunen interessant ist die Förderung für den Aus- oder Neubau von Nahwärmenetzen. Voraussetzung für eine Förderung ist, dass die in den Kommunen verteilte Wärme zu einem bestimmten Anteil aus erneuerbaren Energien erzeugt wurde. Die Höhe des Mindestanteils variiert und hängt zum Beispiel auch davon ab, ob Bestandsgebäude oder Neubauten über das Wärmenetz versorgt werden. Gefördert werden sowohl die zentralen Wärmeerzeuger, als auch die Leitungen des Wärmenetzes sowie die jeweiligen Hausübergabestationen.

Wärmenetze, die aus erneuerbaren Energien gespeist sind, können einen Tilgungszuschuss von bis zu 1 Mio. € erhalten. Bei Einspeisung von Geothermie kann sich dieser sogar auf bis zu 1,5 Mio. € erhöhen. Ausführliche Informationen zur Förderung von Nahwärmenetzen im Rahmen des Programms „Erneuerbare Energien Premium“ erhalten Kommunen bei der KfW.

Extra-Plus: Werden besonders ineffiziente Heizungsanlagen in den angeschlossenen Gebäuden durch das Wärmenetz ersetzt, gewährt das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) im Rahmen des sog. „Heizungspakets“ den energieeffizienten Kommunen nochmals einen um 30 Prozent erhöhten Tilgungszuschuss aus dem Anreizprogramm Energieeffizienz (APEE).

Hochinnovative Niedertemperaturwärmenetze der vierten Generation fördert das BMWi zudem mit besonders hohen Fördersätzen im Rahmen der Bundesförderung für effiziente Wärmenetze (Wärmenetze 4.0). Weitere Informationen dazu erhalten Kommunen beim BAFA.

Antrag stellen: So geht’s

Die BMWi-Förderung in Form eines Tilgungszuschusses zu einem zinsverbilligten Darlehen erfolgt über die KfW. Den Antrag müssen Sie bereits vor Beginn des Vorhabens stellen. Kommunen wenden sich für eine Förderung direkt an die KfW.

Investitionszuschüsse vom BAFA

Wenn Sie lieber direkte Investitionszuschüsse erhalten möchten, können Sie die BEG EM über das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) beantragen:

Heizungen, die vollständig mit erneuerbaren Energien betrieben werden, wie z.B. Wärmepumpen und Biomasse-Anlagen werden mit einem Investitionszuschuss von bis zu 35 Prozent gefördert. Wird eine alte Ölheizung ausgetauscht, kann sich der Fördersatz auf 45 Prozent erhöhen.

Für Gas-Hybridheizung mit einem Erneuerbaren-Anteil von mindestens 25 Prozent – z.B. über die Einbindung von Solarthermie – gibt es einen Investitionszuschuss von bis zu 30 Prozent. Wird eine alte Ölheizung ausgetauscht, kann sich der Fördersatz auf 40 Prozent erhöhen.

Gas-Brennwertheizungen, die auf die spätere Einbindung erneuerbarer Energien vorbereitet sind, können mit einem Investitionszuschuss von bis zu 20 Prozent gefördert werden. Spätestens zwei Jahre nach Inbetriebnahme muss die zusätzliche Einbindung von Wärme aus erneuerbarer Energie nachgewiesen werden. Zudem muss von Anfang an eine hybridfähige Steuerungs- und Regelungstechnik für den künftigen erneuerbaren Teil des Heizsystems mit verbaut sein.

Als förderfähige Kosten können bei Nichtwohngebäuden maximal 15 Mio. Euro (brutto) angerechnet werden.

Antrag stellen: So geht’s

Die Anträge für eine Förderung müssen vor Erwerb der Heizung und Auftragsvergabe zum Einbau der Heizung durch einen Installateur gestellt werden; die Auszahlung des Zuschusses erfolgt dann nach Inbetriebnahme.

Weitere Informationen zum Antragsverfahren erhalten Sie beim BAFA unter www.bafa.de/beg und telefonisch unter der Durchwahl 06196 / 908 -2156 1625 oder -2721 (Referat BEG).

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Gesetze und Verordnungen

  • Gesetz zur Förderung erneuerbarer Energien im Wärmebereich (EEWärmeG) mehr

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