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Gebäude in Kommunen

Energetisches Bauen und Sanierung in Kommunen: Dank kluger Entscheidungen Energie und Kosten sparen Bis zu 17,5 Prozent Tilgungszuschuss für energieeffiziente Nichtwohngebäude

Einleitung

Das BMWi unterstützt die energetische Sanierung der Nichtwohngebäude von Kommunen, kommunalen Unternehmen und gemeinnützigen Organisationen mit zinsgünstigen Darlehen. Ihr Vorteil: Bis zu 17,5 Prozent des Kreditbetrags gibt’s als sogenannten Tilgungszuschuss geschenkt! Auch Contracting-Vorhaben lassen sich umsetzen.

Gebäude-Sanierung in Kommunen: Wer wird gefördert?

Das Prinzip der Förderung ist einfach: Je energieeffizienter ein Gebäude wird, desto mehr Fördergeld gibt der Staat dazu. Für die Sanierung von Nichtwohngebäuden in Kommunen bieten die vom BMWi finanzierten Förderprogramme bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) „Investitionskredit Kommunen (IKK) – Energieeffizienzt Bauen und Sanieren (217/218) /Investitionskredit Kommunale und Soziale Unternehmen (IKU) – Energieeffizient Bauen und Sanieren (220/219)“ gleich zwei Vorteile.

Erstens: Die Kredithöhe beträgt in der Regel 25 Mio. Euro, bei einer Laufzeit von bis zu 30 Jahren. Kommunen können damit also die gesamten Kosten der Sanierung finanzieren.

Zweitens: Je nachdem, ob Sie Einzelmaßnahmen durchführen oder ob Sie ein Gebäude umfassend auf den energiesparenden Standard „KfW-Effizienzgebäude 70“ sanieren, brauchen Sie bis zu 17,5 Prozent des Kreditbetrags nicht zurückzuzahlen, denn Sie erhalten einen Tilgungszuschuss. Bei der Sanierung eines 1.000 Quadratmeter großen kommunalen Gebäudes erlässt Ihnen der Staat zum Beispiel bis zu 175.000 Euro.

Vom Dämmen bis zur Komplettsanierung: Was wird gefördert?

Die Förderung kommunaler Nichtwohngebäude umfasst sowohl eine komplette Sanierung auf Basis des KfW-Effizienzgebäude-Standards (EG 100, 70, 55 und Denkmal) als auch einzelne effizienzsteigernde einzelne Maßnahmen. Förderfähige Einzelmaßnahmen sind effizienzsteigernde Verbesserungen an der Gebäudehülle (Dämmung, sommerlicher Wärmeschutz, Einbau/Austausch von Fenstern oder Türen) und der Anlagentechnik (Heizung, Klima-/Lüftungsanlagen, Beleuchtung, Gebäudeautomation sowie Mess-, Steuer und Regelungstechnik).

Auch die energieeffiziente Sanierung von Gebäuden unter Denkmalschutz (Effizienzgebäude Denkmal) wird vom BMWi finanziell unterstützt.

Energieeffiziente Neubauten werden gefördert, wenn sie als KfW-Effizienzgebäude 70 oder 55 errichtet werden. Anträge können Kommunen und deren unselbstständige Eigenbetriebe, kommunale Unternehmen, Gemeindeverbände und Kirchen stellen.

Realisieren Sie Ihr Contracting-Vorhaben

Sofern Sie die Investitionen durch einen Contracting-Geber (Investor) tätigen lassen, kann dieser ebenfalls im Programm "IKU – Energieeffizient Bauen und Sanieren" (Programmnummer 220/219) gefördert werden.

Wie viel Geld gibt es?

Egal ob Neubau oder Sanierung kommunaler Gebäude: Sie können 100 Prozent Ihrer Investitionskosten zinsgünstig mithilfe eines KfW-Kredits in Verbindung mit einem Tilgungszuschuss von bis zu 17,5 Prozent finanzieren. Die Laufzeit des Kredits kann frei gewählt werden und bis zu 30 Jahre betragen, wobei der Zinssatz für zehn Jahre festgeschrieben ist. Nach Ablauf der tilgungsfreien Anlaufjahre erfolgt die Rückzahlung in vierteljährlichen Raten. Ihr Zusatzplus: Wenn Kommunen mit ihrer Sanierung den Effizienzgebäude-Standard nachweisen, erlässt ihnen das BMWi  einen erheblichen Teil des Kreditbetrages. Wie hoch dieser „Tilgungszuschuss“ ausfällt, ergibt sich daraus, welche Maßnahmen Sie durchführen und welchen KfW-Effizienzgebäude-Standard Sie erreichen. 

Der erste Schritt zur Förderung: eine gute Beratung

Für das Beantragen eines KfW-Kredits aus dem Programm „IKK/IKU – Energieeffizient Bauen und Sanieren (217/218, 220/219)“ benötigen Kommunen die Bestätigung eines Sachverständigen. Am besten, Sie lassen sich von Anfang an von einem zugelassenen Energieeffizienz-Experten unterstützen.

Energieberatungen für Sanierungs- und Neubauvorhaben werden über die Richtlinie „Energieberatung für Nichtwohngebäude von Kommunen und gemeinnützigen Organisationen“ vom Bund über Zuschüsse gefördert.

Wichtig: Vor Beginn der Sanierung müssen Kommunen und deren rechtlich unselbstständige Eigenbetriebe sowie soziale Einrichtungen den Antrag direkt bei der KfW stellen. Hier geht’s zum Antrag.

Sanierung

KfW-Effizienzhaus 70

17,5 % des Zusagebetragesmaximal 175 Euro pro m²

KfW-Effizienzhaus 100

10,0 % des Zusagebetragesmaximal 100 Euro pro m²

KfW-Effizienzhaus Denkmal

7,5 % des Zusagebetragesmaximal 75 Euro pro m²

Einzelmaßnahmen

5,0 % des Zusagebetragesmaximal 50 Euro pro m²

Neubau

KfW-Effizienzhaus 55

5,0 % des Zusagebetragesmaximal 50 Euro pro m²

KfW-Effizienzhaus 70

Es wird nur ein zinsverbilligter Kredit gewährt.

Quelle: Merkblatt IKK – Energieeffizient Bauen und Sanieren

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