Heizungstausch und Label für Heizungsaltanlagen

Zu einem energieeffizienten Haus gehört immer eine effiziente Heizungsanlage, damit Sie nicht unnötig viel Öl oder Gas verbrauchen. Moderne Öl- und Gas-Brennwertkessel sind deutlich sparsamer als ältere Modelle – das macht sich in Ihrem Geldbeutel bemerkbar. Gleichzeitig schonen Sie das Klima: Denn moderne Anlagen produzieren deutlich weniger Treibhausgase.

Noch besser ist es, wenn Sie den Ausstoß von Treibhausgasen komplett vermeiden: indem Sie Ihre Heizungsanlage auf erneuerbare Energien umstellen. In diesem Fall machen Sie sich komplett unabhängig von Öl und Gas und deren Preisentwicklung.

Je nach Effizienz des Heizkessels können Heizgeräte einen besonders großen Energieverbrauch verursachen. Gerade ältere Heizkessel sind meist ineffizient. Daher versehen Schornsteinfeger, Heizungsinstallateure und Energieberater ab dem 1. Januar 2016, alle Geräte, die älter als 15 Jahre sind, schrittweise mit dem nationalen Effizienzlabel für Heizungsaltanlagen. Damit werden Verbraucher über den Effizienzstatus ihres Heizgerätes informiert. Die Kennzeichnung sowie die Information über Energieberatungsangebote und Förderungen sollen die Austauschrate bei alten Heizgeräten erhöhen und Verbrauchern das Energiesparen erleichtern.

Eine Aufwandsentschädigung von 8 Euro (zzgl. MWSt) erhalten nur die verpflichteten Akteure (bevollmächtigten Bezirksschornsteinfeger). Die Antragsstellung erfolgt online in zwei Schritten:

  1. Vor der ersten Antragsstellung ist eine einmalige Registrierung auf dem Registrierungsportal des BAFA notwendig.
  2. Auf dem Antragsportal des BAFA kann dann nach Login ein Antrag auf Erstattung gestellt werden.

Abgeschlossene Anträge werden laufend ausgezahlt. In der Regel ist das jeweilige Antragsverfahren binnen zwei bis drei Wochen abgeschlossen.

Das hängt davon ab, zu welchem Personenkreis Sie gehören. Das Label anbringen dürfen nur zwei Personenkreise:

  • Die „Berechtigten“ (Heizungsinstallateure, Schornsteinfeger gemäß Schornsteinfeger-Handwerkgesetz, Gebäudeenergieberater des Handwerks und Energieausweis-Ausstellungsberechtigte nach § 21 Absatz 1 der Energieeinsparverordnung.
  • Die „Verpflichteten“ (bevollmächtigten Bezirksschornsteinfeger)

Berechtigte können die Label beim Zentralverband Sanitär Heizung Klima (ZVSHK) beziehen.

Verpflichtete können die Label über ihre regional zuständige Innung beziehen. Dies gilt auch für die Bezirksschornsteinfeger, die nicht Innungsmitglieder sind.

Geht in einem Mehrfamilienhaus mit Gasetagenheizungen in einer Wohnung die Gastherme kaputt und muss ersetzt werden, sind in vielen Fällen auch die Heizungen aller anderen Wohnungen betroffen. Laut einer EU-Regelung dürfen seit September 2015 nur noch effiziente Heizgeräte mit mindestens dem Standard von Brennwerttechnik auf den Markt kommen, um unnötig hohe Energieverbräuche zu verhindern und die Heizkosten für die Verbraucher zu senken. Da Brennwertgeräte aus Sicherheitsgründen nicht zusammen mit den älteren Niedertemperatur-Heizgeräten an einem Schornsteinschacht betrieben werden dürfen, muss eine neue Lösung für das ganze Haus gefunden werden. Betroffen sind raumluftunabhängige Gasetagenheizungen der Installationsart C4, C8 oder B3, die an derselben Abgasanlage betrieben werden. Denn effiziente Brennwertkessel nutzen eine andere Technik, die zu Temperatur- und Druckunterschieden in der Abgasleitung führt.

Eigentümer von Mehrfamilienhäusern, Wohneigentümergemeinschaften und Immobilienverwalter sollten sich deshalb frühzeitig informieren, ob die Gasetagenheizung in ihren Immobilen betroffen ist und welche Handlungsmöglichkeiten es in ihrem Fall gibt. Nur so können sie rechtzeitig notwendige Vorkehrungen treffen, um die Wärme- und Warmwasserversorgung in allen Wohneinheiten schnell wiederherzustellen.

Weitere Informationen dazu und zu staatlichen Zuschüssen für den Einbau effizienter Heizungsanlagen finden Sie hier.

Einen guten Überblick über alle Handlungsmöglichkeiten im Vorfeld bietet folgender Flyer der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung und des Umweltbundesamts: www.bam.de/austausch-gasetagenheizungen.

Heizen mit erneuerbaren Energien/Marktanreizprogramm

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, ein Haus mit erneuerbaren Energien zu heizen und für Warmwasser zu sorgen. Hier einige Beispiele:

  • Solarthermieanlage: Eine solche Anlage wird in der Regel auf dem Dach eines Hauses montiert und wandelt das Sonnenlicht in Wärme um. Die Solarthermieanlage kann einen Teil des Wärmebedarfs für die Warmwasserbereitung zum Beispiel für die Dusche und gegebenenfalls auch der Heizung abdecken.
  • Heizen mit Biomasse: Beispiele sind Holzpellet- oder Scheitholzkesselheizungen, die Wärme für Heizung und Warmwasser erzeugen.
  • Wärmepumpe: Eine Wärmepumpe nutzt Wärme aus der Luft, dem Grundwasser oder aus der Erde.

Wenn private Hauseigentümerinnen und Hauseigentümer, Freiberuflerinnen und Freiberufler, Unternehmen, Kommunen oder beispielsweise gemeinnützige Organisationen mit ihrer neuen Heizung auf erneuerbare Energien setzen, können sie hierfür einen attraktiven Zuschuss aus dem Marktanreizprogramm (MAP) des Bundeswirtschaftsministeriums erhalten.

Das Programm setzt attraktive Anreize, um verstärkt Wärme aus erneuerbaren Energien einzusetzen. Gefördert werden insbesondere Solarthermieanlagen, Biomasseanlagen, Wärmepumpen und Gas-Hybridheizungen.

Mit dem MAP werden nur Anlagen gefördert, die gewisse technische Mindestanforderungen erfüllen.

Die technischen Fördervoraussetzungen für Anlagen im Rahmen der Zuschuss-Förderung finden Sie auf der BAFA-Webseite.

Informationen zu den technischen Fördervoraussetzungen im Rahmen der Kredit-Förderung erhalten Sie auf der Webseite der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW).

Welche Anlage am besten zu einem bestimmten Gebäude passt, sollte vorab mit einer qualifizierten Energieberaterin oder einem qualifizierten Energieberater (www.energie-effizienz-experten.de) geklärt werden.

Heizungen, die vollständig mit erneuerbaren Energien betrieben werden, wie zum Beispiel Wärmepumpen und Biomasse-Anlagen werden mit einem Investitionszuschuss von bis zu 35 Prozent gefördert. Wird eine alte Ölheizung ausgetauscht, kann sich der Fördersatz auf 45 Prozent erhöhen.

Für Gas-Hybridheizung mit einem Erneuerbaren-Anteil von mindestens 25 Prozent – zum Beispiel über die Einbindung von Solarthermie – gibt es einen Investitionszuschuss von bis zu 30 Prozent. Wird eine alte Ölheizung ausgetauscht, kann sich der Fördersatz auf 40 Prozent erhöhen.

Gas-Brennwertheizungen, die auf die spätere Einbindung erneuerbarer Energien vorbereitet sind, können mit einem Investitionszuschuss von bis zu 20 Prozent gefördert werden. Spätestens zwei Jahre nach Inbetriebnahme muss die zusätzliche Einbindung von Wärme aus erneuerbarer Energie nachgewiesen werden. Zudem muss von Anfang an eine hybridfähige Steuerungs- und Regelungstechnik für den künftigen erneuerbaren Teil des Heizsystems mit verbaut sein.

Als förderfähige Kosten können bis zu 50.000 Euro pro Wohneinheit angerechnet werden.

Genauere Informationen zur Förderung erhalten Sie auf der Webseite des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) unter www.heizen-mit-erneuerbaren-energien.de oder über die BAFA-Hotline unter 06196 908-1625.

Wichtig ist, dass Sie einen Förderantrag stellen, bevor Sie die Installation der Anlage beauftragen. So gehen Sie vor:

  • Wählen Sie eine förderfähige Heizungsanlage aus - am besten zusammen mit einer qualifizierten Energieberaterin oder einem qualifizierten Energieberater.
  • Wählen Sie auf der BAFA-Internetseite das entsprechende Onlineformular aus. Informationen zur Antragstellung erhalten Sie hier.
  • Füllen Sie den Antrag aus und senden Sie diesen über den Button „absenden“ direkt elektronisch an das BAFA. Soweit Nachweise erforderlich sind, können Sie diese über den „Upload-Bereich“ hochladen.
  • Jetzt können Sie die Installation der Heizung beauftragen, diese installieren lassen und in Betrieb nehmen.
  • Reichen Sie den Verwendungsnachweis und die geforderten Belege spätestens vor Ablauf der im Bewilligungsbescheid genannten Vorlagefrist beim BAFA ein.

Nähere Informationen erhalten Sie beim BAFA unter der Servicerufnummer 06196 908-1625 (Referat Heizen mit Erneuerbaren Energien).

Hier stehen Ihnen zwei Förderwege zur Verfügung: Entweder entscheiden Sie sich für einen Investitionszuschuss des BAFA oder für einen KfW-Förderkredit mit Tilgungszuschuss.

Für die Investitionszuschüsse gelten die folgenden Fördersätze:

  • Heizungen, die vollständig mit erneuerbaren Energien betrieben werden, wie zum Beispiel Wärmepumpen und Biomasse-Anlagen werden mit einem Investitionszuschuss von bis zu 35 Prozent gefördert. Wird eine alte Ölheizung ausgetauscht, kann sich der Fördersatz auf 45 Prozent erhöhen.
  • Für Gas-Hybridheizung mit einem Erneuerbaren-Anteil von mindestens 25 Prozent – zum Beispiel über die Einbindung von Solarthermie – gibt es einen Investitionszuschuss von bis zu 30 Prozent. Wird eine alte Ölheizung ausgetauscht, kann sich der Fördersatz auf 40 Prozent erhöhen.
  • Gas-Brennwertheizungen, die auf die spätere Einbindung erneuerbarer Energien vorbereitet sind, können mit einem Investitionszuschuss von bis zu 20 Prozent gefördert werden. Spätestens zwei Jahre nach Inbetriebnahme muss die zusätzliche Einbindung von Wärme aus erneuerbarer Energie nachgewiesen werden. Zudem muss von Anfang an eine hybridfähige Steuerungs- und Regelungstechnik für den künftigen erneuerbaren Teil des Heizsystems mit verbaut sein.

Als förderfähige Kosten können bis zu 50.000 Euro pro Wohneinheit angerechnet werden.

Für Investitionen in große Erneuerbaren-Energien-Anlagen, große Wärmespeicher und Wärmenetze können Sie einen Kredit mit Tilgungszuschuss über die KfW-Programmlinien „Erneuerbare Energien Premium“ und „Erneuerbare Energien Premium - Tiefengeothermie“ (KfW Produktnr. 271/ 281/ 272/ 282) erhalten. Die genaue Höhe der Tilgungszuschüsse hängt insbesondere vom Anlagentyp und der Investitionshöhe ab:

  • Bei Solarkollektoranlagen beträgt der Tilgungszuschuss bis zu 40 Prozent der förderfähigen Nettoinvestitionskosten.
  • Für Biomasseanlagen gibt es einen Tilgungszuschuss von bis zu 100.000 Euro, für Biomasse-KWK 40 Euro je Kilowatt installierter Nennwärmeleistung. Für Biogasleitungen beträgt der Tilgungszuschuss bis zu 30 Prozent der förderfähigen Nettoinvestitionskosten.
  • Wärmepumpen erhalten einen Tilgungszuschuss von bis zu 100.000 Euro.
  • Für Wärmespeicher beträgt der Tilgungszuschuss bis zu 1 Mio. Euro.
  • Tiefengeothermie wird mit maximal 2 Mio. Euro je Einzelanlage gefördert, die Bohrkostenförderung beträgt bis zu 2,5 Mio. Euro je Bohrung.

Extra-Plus: Werden besonders ineffizienter Heizungsanlagen ausgetauscht gewährt das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) im Rahmen des sog. „Heizungspakets“ den energieeffizienten Kommunen nochmals einen um 30 Prozent erhöhten Tilgungszuschuss aus dem Anreizprogramm Energieeffizienz (APEE).

Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) erhalten zudem einen Bonus von 10 Prozent, das heißt ihr Tilgungszuschuss erhöht sich nochmals um 10 Prozent. Zum Beispiel erhalten sie statt einem Tilgungszuschuss von 25.000 Euro durch den Bonus 27.500 Euro. Weitere Informationen zur Förderung von größeren Anlagen über günstige Kredite und Tilgungszuschüsse durch die KfW finden Sie hier.

Wenn Sie einen Investitionszuschuss beantragen wollen, wenden Sie sich vor Beginn Ihres Vorhabens direkt an das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). Die Förderung können Sie online beantragen. Sie erreichen das BAFA auch telefonisch unter 06196 908-1625.

Die Förderung in Form eines günstigen Kredites mit Tilgungszuschuss erfolgt über die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Den Förderantrag müssen Sie vor Beginn Ihres Vorhabens bei Ihrem Kreditinstitut stellen (Kommunen wenden sich direkt an die KfW). Die Bank reicht den Antrag dann an die KfW weiter, die die Voraussetzungen für eine Förderung prüft. Wenn die Bank von der KfW grünes Licht bekommt, können Sie den Kreditvertrag mit Ihrer Bank abschließen. Weitere Informationen finden Sie hier. Bei Fragen, die Sie telefonisch besprechen möchten, wenden Sie sich an das Infocenter der KfW.

Grundsätzlich kann die MAP-Förderung mit anderen öffentlichen Förderungen, zum Beispiel aus Landesförderprogrammen, verbunden werden, solange europarechtlich vorgegebene Höchstgrenzen nicht überschritten werden. Lassen Sie sich beraten.

Für bestimmte Förderprogramme - insbesondere zu der im Rahmen des CO2-Gebäudesanierungsprogramms aufgelegten KfW-Förderung „Energieeffizient Bauen und Sanieren“ - gibt es aber Einschränkungen, die eine Kumulierung untersagen. Diese Regelung bezieht sich aber nur auf die Investitionskosten für dieselbe Maßnahme. So kann der Einbau einer Heizungsanlage, die erneuerbare Energien einsetzt, nur einmal gefördert werden: entweder über das MAP oder über einen KfW-Förderkredit, um Beispiel bei Komplettsanierungen auf Effizienzhausniveau. Wenn aber im Rahmen einer umfassenden Sanierung eines Gebäudes neben dem Einbau der neuen Heizung weitere Maßnahmen vorgenommen werden (zum Beispiel Dämmung der Gebäudehülle, Austausch der Fenster etc.), kann für diese weiteren Maßnahmen die KfW-Förderung "Energieeffizient Sanieren" in Anspruch genommen werden und die Kosten für den Einbau zum Beispiel einer neuen Pelletheizung über das MAP gefördert werden.

Energieerzeugungsanlagen, die eine Vergütung nach dem Gesetz für den Ausbau Erneuerbarer Energien (EEG) oder nach dem Gesetz für die Erhaltung, die Modernisierung und den Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung (KWKG) erhalten, können nicht gefördert werden. Von dieser Regel ausgenommen sind Tiefengeothermieanlagen und Biomasseanlagen zur kombinierten Strom- und Wärmeerzeugung und die Förderung von Biogasleitungen, sofern das transportierte Biogas einer KWK-Nutzung zugeführt wird. Diese Anlagen / Leitungen können auch über das MAP gefördert werden, wenn Sie eine Vergütung nach dem EEG oder dem KWKG erhalten.

Wenn Sie sich für Investitionszuschüsse interessieren, können Sie die Hotline des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) anrufen: 06196 908-1625.

Unternehmen und Kommunen, die sich für größere Anlagen (über 100 Kilowatt Nennwärmeleistung bei Biomasseanlagen oder Wärmepumpen) interessieren, und Fragen zu günstigen Krediten und Tilgungszuschüssen haben, können sich direkt an das Infocenter der KfW wenden.

Energieberaterinnen und Energieberater in Ihrer Nähe finden Sie auf www.machts-effizient.de/expertenliste.

Wer seine alte Ölheizung gegen eine neue, energieeffizientere und klimafreundlichere Heizung austauscht, kann zusätzlich von der MAP-Förderung profitieren: mit der Austauschprämie für Ölheizungen steigen die MAP-Fördersätze um 10 Prozentpunkte.

Wer seine Ölheizung durch eine Heizung ersetzt, die vollständig mit erneuerbaren Energien betrieben wird, kann einen Zuschuss in Höhe von bis zu 45% der Investitionskosten erhalten.

Für Gas-Hybridheizung mit einem Erneuerbaren-Anteil von mindestens 25% gibt es einen Zuschuss von bis zu 40%.

Die Austauschprämie für Ölheizungen beantragen Sie beim BAFA wie die sonstige Zuschussförderung im MAP. Wichtig ist, dass Sie einen Förderantrag stellen, bevor Sie die Installation der Anlage beauftragen.

  • Wählen Sie eine förderfähige Heizungsanlage aus - am besten zusammen mit einer qualifizierten Energieberaterin oder einem qualifizierten Energieberater.
  • Wählen Sie auf der BAFA-Internetseite das entsprechende Onlineformular aus. Informationen zur Antragstellung erhalten Sie hier.
  • Füllen Sie den Antrag aus und senden Sie diesen über den Button „absenden“ direkt elektronisch an das BAFA. Soweit Nachweise erforderlich sind, können Sie diese über den „Upload-Bereich“ hochladen.
  • Jetzt können Sie die Installation der Heizung beauftragen, diese installieren lassen und in Betrieb nehmen.
  • Reichen Sie den Verwendungsnachweis und die geforderten Belege spätestens vor Ablauf der im Bewilligungsbescheid genannten Vorlagefrist beim BAFA ein.

Nähere Informationen erhalten Sie beim BAFA unter der Servicerufnummer 06196 908-1625 (Referat Heizen mit Erneuerbaren Energien).

Einbau effizienter Gas- und Ölheizungen

Effiziente Gas-Heizungen, die erneuerbare Energien einbinden oder auf eine spätere Einbindung von erneuerbaren Energien vorbereitet sind, werden mit attraktiven Investitionszuschüssen über das BAFA gefördert. So erhalten Sie einen Zuschuss von 30 Prozent für Gas-Hybridheizungen mit einem Erneuerbaren-Anteil von mindestens 25 Prozent. Gas-Brennwertheizungen, die innerhalb von zwei Jahren erneuerbare Energien einbinden, werden mit einem Zuschuss in Höhe von 20 Prozent gefördert. Wenn Sie eine alte Ölheizung austauschen, steigt die Förderung auf 40 Prozent für Gas-Hybridheizungen und auf 30 Prozent für Gas-Brennwertheizungen.

Die Förderung von Öl(hybrid)heizungen wurde zum 1.1.2020 eingestellt. Einen Kredit im Rahmen der KfW-Programmlinie „Energieeffizient Bauen (153)“ können Sie ab dem 1.1.2020 nur noch erhalten, wenn keine Öl(hybrid)heizung eingebaut ist.

Optimierung Ihrer Heizung

Bei einem hydraulischen Abgleich stellt ein Fachmann Ihre Heizungsanlage so ein, dass die Wärme im Haus gleichmäßig verteilt wird. Dazu ermittelt er zunächst für jeden Raum die tatsächlich benötigte Wärmemenge. Dabei berücksichtigt er auch die besonderen Eigenschaften des Hauses bzw. der Wohnung, zum Beispiel die Dämmung der Außenwände oder die Qualität der Fenster. Als Nächstes berechnet er die notwendige Heizwassermenge sowie die richtige Pumpenleistung. Anschließend kann er die Thermostatventile genau richtig einstellen und an den Bedarf anpassen. Das Ergebnis: Jeder Heizkörper erhält so viel Wärme, wie er benötigt, um die gewünschte Raumtemperatur zu erreichen.

Die genauen Kosten für einen hydraulischen Abgleich hängen vom Zustand und Aufbau der Heizanlage ab. Für ein Einfamilienhaus können Sie mit etwa 300 bis 500 Euro rechnen. Doch das lohnt sich: Dank der eingesparten Heizkosten haben sich die Kosten im Durchschnitt bereits nach etwa dreieinhalb Jahren amortisiert.

Das BMWi fördert seit dem 1.8.2016 mit dem Programm zur „Förderung der Heizungsoptimierung durch hocheffiziente Pumpen und hydraulischen Abgleich“ den Einbau von modernen, hocheffizienten Pumpen und den hydraulischen Abgleich zur Optimierung von Heizungsanlagen mit einem Zuschuss von bis zu 30 Prozent*.

* Der Zuschuss beträgt bis zu 30 Prozent der Netto-Investitionskosten für die Pumpe sowie den Einbau bzw. der Netto-Investitionskosten für die Durchführung des hydraulischen Abgleichs (eine Kombination beider Maßnahmen ist möglich).

Ja, es besteht die Möglichkeit, eine Förderung für den Austausch Ihrer Heizungspumpe zu beantragen. Gefördert werden Heizungspumpen, die auf der BAFA-Liste der förderfähigen Pumpen aufgeführt sind und von einem Fachbetrieb installiert werden.

Nähere Informationen und Unterlagen erhalten Sie vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle über die Hotline (06196 908-1001) oder auf www.bafa.de im Bereich „Energie/Heizungsoptimierung“.

Förderung für Heizungsoptimierung finden Sie online auf der Homepage des BAFA, im Bereich „Energie/Heizungsoptimierung“. Wichtig ist, dass Sie sich vor Abschluss eines Lieferungs- und Leistungsvertrages mit dem Fachbetrieb auf dem Online-Portal des BAFA für das Förderprogramm registrieren.

Sie müssen sich vor der Auftragsvergabe online auf der Homepage des BAFA registrieren. Sie erhalten nach erfolgreicher Registrierung eine Eingangsbestätigung. Mit den Anmeldedaten in der Eingangsbestätigung können Sie nach der Realisierung der Maßnahme, spätestens jedoch innerhalb von 6 Monaten (ab Registrierung) den Verwendungsnachweis sowie die Rechnungsunterlagen elektronisch übermitteln.

Bei Unternehmen ist zusätzlich die ausgefüllte De-Minimis-Erklärung einzureichen; das Formular hierzu erhalten Sie mit Ihrem elektronischen Verwendungsnachweis.

Zum einen wird der Ersatz von Heizungs-Umwälzpumpen und Warmwasser-Zirkulationspumpen durch hocheffiziente Pumpen gefördert. Die Kosten für den fachgerechten Einbau und direkt mit der Maßnahme verbundenen Materialkosten werden ebenfalls bezuschusst.

Zum anderen wird auch die Heizungsoptimierung durch einen hydraulischen Abgleich bei bestehenden Heizsystemen gefördert. In Verbindung mit dem hydraulischen Abgleich stehende zusätzliche Investitionen und Optimierungsmaßnahmen können ebenfalls gefördert werden. Dabei handelt es sich um die Anschaffung und die fachgerechte Installation von:

  • voreinstellbaren Thermostatventilen
  • Einzelraumtemperaturreglern
  • Strangventilen
  • Technik zur Volumenstromregelung
  • Separater Mess-, Steuerungs- und Regelungstechnik und Benutzerinterfaces
  • Pufferspeichern
  • professionell erledigter Einstellung der Heizkurve

Nein, die Registrierung muss vor Maßnahmenbeginn (vor Abschluss von Lieferungs- und Leistungsverträgen) online auf der Homepage des BAFA erfolgen.

Eine Eigenmontage ist nur dann zulässig, wenn Sie Fachkenntnisse im Sinne der Richtlinie nachweisen können (Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik, Gas- und Wasserinstallateure, Zentralheizungs- und Lüftungsbauer) und der Einbau in Ihrem Privathaus erfolgt. Die Eigenleistung wird allerdings nicht gefördert, sondern in diesem Fall nur die Pumpe und weitere direkt mit der Maßnahme verbundene Materialkosten.