1. Heizen

Wenn Sie die Raumtemperatur um nur ein Grad absenken, sparen Sie bereits sechs Prozent Energie. Das heißt aber nicht, dass Sie in Ihrer Wohnung frieren sollen. Vielmehr kommt es darauf an, nicht mehr Energie zu verbrauchen als nötig. Die optimale Temperatur im Wohnzimmer liegt bei 20 Grad Celsius, in der Küche bei 18 bis 20 Grad, im Bad bei 23 Grad und im Schlafzimmer bei 16 bis 18 Grad. Achtung: Auch ungenutzte Räume sollten nicht kälter als etwa 16 Grad sein – hier könnte sich sonst Feuchtigkeit an den Wänden niederschlagen und zu Schimmelbildung führen.

Drei weitere einfache und kostengünstige Tipps, um Heizenergie zu sparen: Vermeiden Sie gekippte Fenster an kalten Tagen. Am besten, Sie lüften nur kurz bei weit geöffneten Fenstern und abgedrehter Heizung. Dichten Sie Fenster und Türen zum Beispiel mit elastischen Dichtungsbändern ab und sorgen Sie dafür, dass Ihre Heizkörper frei stehen: Möbel, lange Vorhänge oder Verkleidungen sollten genügend Abstand halten.

Bei einem hydraulischen Abgleich stellt ein Fachmann Ihre Heizungsanlage so ein, dass die Wärme im Haus gleichmäßig verteilt wird. Dazu ermittelt er zunächst für jeden Raum die tatsächlich benötigte Wärmemenge. Dabei berücksichtigt er auch die besonderen Eigenschaften des Hauses bzw. der Wohnung, zum Beispiel die Dämmung der Außenwände oder die Qualität der Fenster. Als Nächstes berechnet er die notwendige Heizwassermenge sowie die richtige Pumpenleistung. Anschließend kann er die Thermostatventile genau richtig einstellen und an den Bedarf anpassen. Das Ergebnis: Jeder Heizkörper erhält so viel Wärme, wie er benötigt, um die gewünschte Raumtemperatur zu erreichen.

Die genauen Kosten für einen hydraulischen Abgleich hängen vom Zustand und Aufbau der Heizanlage ab. Für ein Einfamilienhaus können Sie mit etwa 300 bis 500 Euro rechnen. Doch das lohnt sich: Dank der eingesparten Heizkosten haben Sie die Kosten im Durchschnitt bereits nach etwa dreieinhalb Jahren wieder reingeholt. Mehr

Genau wie bei Haushaltsgeräten gibt es auch bei Heizkesseln erhebliche Unterschiede beim Energieverbrauch. Ein neues Label zeigt Ihnen nun auf einen Blick, wie sparsam oder verschwenderisch Ihr Heizkessel mit Energie umgeht. Das Energielabel liest sich genauso wie die bekannten Labels von Haushaltsgeräten: Grün bedeutet geringer Energieverbrauch (Klassen A++, A+ und A). Orange und Rot stehen für einen sehr hohen Verbrauch (Klassen C bis E). Mehr

Das Pilotprogramm Einsparzähler fördert Unternehmen, die die Verbräuche von Strom, Gas, Wärme und /oder Kälte von privaten Haushalten erfassen. Durch die Visualisierung der Energieverbräuche sowie die Bereitstellung individueller Einspartipps und ggfs. weiterer Dienstleistungen werden die Kunden über einen Zeitraum von fünf Jahren kontinuierlich beim Einsparen von Energie und Kosten unterstützt. Falls Sie interessiert sind, an einem solchen Programm teilzunehmen, finden Sie hier weitere Informationen und mögliche Anbieter.

Wer einen einfachen Einstieg ins Thema Gebäudeeffizienz sucht und sich persönlich beraten lassen will, kann auf die „Bundesförderung für Energieberatung der Verbraucherzentralen“ zurückgreifen. Ihr Informationsangebot orientiert sich an den unterschiedlichen Interessen von privaten Haushalten und reicht von Online- und Telefonberatung über persönliche Beratungsgespräche bis hin zu Vor-Ort-Terminen. Alle Angebote werden durch das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) gefördert und sind deshalb besonders kostengünstig: Maximal 45 Euro zahlen Verbraucher für einen Besuch der unabhängigen Experten; für einkommensschwache Haushalte sind die Beratungsangebote sogar kostenlos. Mehr

2. Haushalt

Ein Gasherd ist energieeffizienter. Haben Sie einen Gasanschluss, dann ist er die beste Wahl. Alternativ ist ein Induktionsherd zu empfehlen - er verschwendet keine Restwärme und verbraucht wenig Strom.

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Das EU-Energielabel beinhaltet Angaben zu Hersteller, Modell, jährlichem Stromverbrauch, der Energieeffizienzklasse (bspw. sind die energieeffizientesten Kühlschränke in der Energieeffizienzklasse A zu finden) und weitere Angaben, wie Fassungsvermögen und Lautstärke.

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Küchengeräte wie Kühlschränke und Waschmaschinen sind die größten Stromfresser im Haushalt. Achten Sie beim Neukauf auf die Energieeffizienzklasse und den Stromverbrauch und nutzen Sie die Geräte stromsparend.

Weitere Tipps: Kühlen und gefrieren, backen und kochen, waschen und trocknen, Energieeffizienz

3. Beleuchtung

Es lohnt sich, Glüh-, Halogen- und auch Energiesparlampen durch LEDs auszutauschen. LED-Lampen benötigen bis zu 90 Prozent weniger Strom als herkömmliche Glüh- und Halogenlampen. So können Sie langfristig bei Ihrer Beleuchtung Strom- und Energiekosten sparen.

Zudem haben sie eine Lebensdauer von durchschnittlich 15 bis 20 Jahren. Der höhere Anschaffungspreis einer LED rechnet sich durch den geringeren Stromverbrauch und die lange Lebensdauer deutlich.

Und im Unterschied zur klassischen Energiesparlampe kommen sie ohne das umweltschädliche Quecksilber aus.

Achten Sie beim Kauf von neuen Leuchtmitteln außerdem auf die Energieeffizienzklasse des EU-Energielabels. Die effizientesten Modelle befinden sich nach der Neuskalierung des Energielabels zunächst in niedrigeren Klassen B, C oder auch D. Als Spielraum für technische Fortschritte und zusätzlicher Anreiz für Hersteller soll die Energieeffizienzklasse A beim neuen EU-Energielabel, das ab September 2021 im Handel ist, zunächst frei bleiben.

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Das EU-Energielabel informiert über die Energieeffizienz des jeweiligen Leuchtmittels. Außerdem sind auf dem Energielabel Informationen zum Hersteller und zum Stromverbrauch in kWh bei einer Nutzung über 1.000 Stunden abgebildet. Das EU-Energielabel ist eine nützliche Hilfe, um die sparsamste Beleuchtung für Ihre Ansprüche zu finden.

Die effizientesten Modelle befinden sich nach der Neuskalierung des Energielabels im September 2021 zunächst in niedrigeren Klassen B, C oder auch D. Als Spielraum für technische Fortschritte und zusätzlicher Anreiz für Hersteller soll die Energieeffizienzklasse A beim neuen Energielabel zunächst frei bleiben.

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LED-Lampen verbrauchen deutlich weniger Strom als beispielsweise Halogen- oder Glühlampen. Und im Unterschied zur klassischen Energiesparlampe kommen sie ohne das umweltschädliche Quecksilber aus. Zwar sind LEDs in der Anschaffung etwas teurer, jedoch amortisiert sich die Anschaffung durch geringere Stromkosten und eine lange Lebensdauer des Leuchtmittels von 15 bis 20 Jahren schnell.

Das EU-Energielabel gibt die Energieeffizienzklasse des jeweiligen Produkts an, sodass Verbraucherinnen und Verbraucher schnell erkennen können, welches Modell am sparsamsten ist. Die farbige Effizienzskala der Energieeffizienzklassen reicht von A (am effizientesten) bis G (weniger effizient).

Als Spielraum für technische Fortschritte und zusätzlicher Anreiz für Hersteller soll die sparsamste Energieeffizienzklasse A beim neuen Energielabel, das ab September 2021 im Handel ist, allerdings zunächst frei bleiben. Die effizientesten Modelle werden sich daher zunächst in den niedrigeren Klassen B, C oder auch D befinden.

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Als Lampe bezeichnet man Leuchtmittel (wie beispielsweise LED-Lampen, Halogen-Lampen), die in technische Geräte eingesetzt werden und Licht erzeugen. Leuchten hingegen sind jene Geräte, in die Leuchtmittel eingesetzt werden. Die eingesetzten Leuchtmittel können dabei in der Leuchte fest verbaut oder austauschbar sein.

Das neue EU-Energielabel gilt ab dem 1. September 2021 sowohl für alle Leuchtmittel als auch für Leuchten mit fest verbauten Leuchtmitteln. Ein EU-Energielabel für Leuchten ohne fest verbautes Leuchtmittel gibt es nicht mehr.

Lumen (lm) ist eine international gebräuchliche Einheit, die angibt, wie hell ein Leuchtmittel strahlt. Früher erfolgte diese Angabe in Watt (W). Als Faustregel für den Alltag können folgende Umrechnungen genutzt werden:

GlühlampeLED-Lampe
40 Wattca. 470 Lumen
60 Wattca. 800 Lumen
100 Wattca. 1.500 Lumen

Die Einheit Kelvin (K) gibt die Farbtemperatur des Lichts an, also wie warm oder kalt das Licht wahrgenommen wird. 6.500K (tageslichtweiß) eignet sich beispielsweise für Orte, an denen man handwerklich arbeitet. 4.500K (neutralweiß) eignet sich hingegen zum Beispiel für die Küche, Büro oder den Flur und 2.700K (warmweiß) für das Wohn- oder Schlafzimmer.

Der Farbwiedergabeindex (Ra) gibt an, wie natürlich die Farben angestrahlter Gegenstände wiedergegeben werden. Der maximale Wert auf dem Farbwiedergabeindex (Ra) liegt bei Ra=100, hier ist die Farbwiedergabe am natürlichsten. Ein Wert von >80 ist vorgeschrieben und meist ausreichend. Nur in speziellen Fällen, wie beispielsweise beim Malen, sind im Alltag höhere Werte von Vorteil.

4. Multimedia

Grundsätzlich sind Notebooks sparsamer im Verbrauch, da sie auf einen längeren Batteriebetrieb ausgerichtet sind. Zudem sind Notebooks kleiner und leichter. Aber auch das Nutzerverhalten entscheidet über die Höhe des Stromverbrauchs.

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Achten Sie beim Kauf von Unterhaltungselektronik auf die Energieeffizienzklassen und den Stromverbrauch. Im Haushalt verursacht Unterhaltungselektronik rund 27% des Stromverbrauchs. Wichtig ist auch eine stromsparende Nutzung.

Weitere Tipps: Computer und Monitore, TV, Energieeffizienz

Das EU-Energielabel zeigt die Einstufung des Gerätes in eine Energieeffizienzklasse. Zusätzlich enthält es u.a. Informationen zum Stromverbrauch, Hersteller und Modell.

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