Das Ziel eines Energiemanagementsystems ist es, Energieverbrauch und Energiekosten innerhalb Ihres Unternehmens transparent zu machen. Diese Informationsgrundlage hilft Ihnen dabei, Ihre Energiekosten zu senken, indem Sie etwa mit den besonders kostengünstigen Maßnahmen beginnen. Diese rechnen sich oft schon binnen weniger Monate oder Jahre.
Energiemanagement umfasst dabei alle Maßnahmen, die geplant und durchgeführt werden, um bei gleicher Leistung einen minimalen Energieeinsatz sicherzustellen. Mit einem Energiemanagementsystem nehmen Sie also Einfluss auf betriebliche Abläufe, um den Gesamtenergieverbrauch Ihres Unternehmens zu senken und die Energieeffizienz kontinuierlich zu verbessern.

Bei einem Energieaudit erfasst ein Experte alle für den Energieverbrauch Ihres Unternehmens relevanten Informationen und Daten. Anschließend begeht er Ihren Betrieb, um den Energieeinsatz zu evaluieren und Arbeitsabläufe, das Nutzerverhalten und ihren Einfluss auf den Energieverbrauch zu untersuchen. Der abschließende Bericht des Energieauditors enthält neben der Dokumentation der Energieberatung eine Liste mit Möglichkeiten zur Verbesserung der Energieeffizienz sowie Empfehlungen und Pläne zur Umsetzung.

Qualifizierte Energieauditoren finden Sie hier.

Gemeinsam mit anderen Unternehmen einer Region oder Branche tauschen sich die Teilnehmer eines Netzwerks darüber aus, mit welchen Maßnahmen und Technologien sie ihre individuelle Energieeffizienz verbessern können. Dabei werden sie von fachkundigen Energieberatern unterstützt. Es hat sich gezeigt, dass Unternehmen von diesem Lernprozess erheblich profitieren und ihren Energieeffizienz-Fortschritt im Vergleich zum Durchschnitt der Industrie verdoppeln können. Die Bundesregierung arbeitet – gemeinsam mit 21 Verbänden und Organisationen der Wirtschaft – daran, 500 Energieeffizienz-Netzwerke bis zum Jahr 2020 zu initiieren. Mehr

Ja. Zur Förderung hocheffizienter Querschnittstechnologien: Erfahren Sie hier mehr.

Für kleinere und mittlere Unternehmen (KMU) sowie Nicht-KMU, die unter die Bagatellgrenze des Energiedienstleistungsgesetz (EDL-Gesetz) fallen, wird zur Unterstützung von Energieberatung und Energieaudits die „Bundesförderung für Energieberatung für Nichtwohngebäude, Anlagen und Systeme“ (EBN) angebo-ten, diese ist in drei Module unterteilt.

Modul 1: Energieaudit DIN EN 16247
Im Rahmen dieses Moduls werden Energieaudits gefördert, die den wesentli-chen Anforderungen an ein Energieaudit im Sinne von § 8a des Gesetzes über Energiedienstleistungen und andere Energieeffizienzmaßnahmen (EDL-G) und insbesondere den Anforderungen der DIN EN 16247 entsprechen.
Förderanteil: max. 80 Prozent der förderfähigen Kosten, max. 6.000 Euro bzw. 1.200 Euro bei KMU, deren Energiekosten jährlich bei weniger als 10.000 Euro liegen.

Modul 2: Energieberatung DIN V 18599
Gefördert werden Energieberatungen für Nichtwohngebäude im Bestand und im Neubau, die es ermöglichen, Energieeffizienz und erneuerbare Energien in den Planungs- und Entscheidungsprozess einzubeziehen und damit die Effizienzpotentiale zum individuell günstigsten Zeitpunkt auszuschöpfen.
Förderanteil: max. 80 Prozent der förderfähigen Kosten, max. 8.000 Euro

Modul 3: Contracting-Orientierungsberatung
Eine in diesem Modul geförderte Contracting-Orientierungsberatung zielt auf ein Contracting-Modell mit vertraglicher Einspargarantie.
Förderanteil: max. 80 Prozent der förderfähigen Kosten, max. 10.000 Euro

Das Förderprogramm kann auch von Kommunen, kommunalen Unternehmen und gemeinnützigen Organisationen in Anspruch genommen werden.

Aus eins mach zwei – das ist das Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung: Ein Blockheizkraftwerk erzeugt Strom – und die dabei entstehende Wärme wird gleich mitgenutzt. Die Ausbeute ist dadurch besonders hoch, bis zu 90 Prozent Wirkungsgrad sind möglich. Fast alles, was Sie an Energie hereinstecken, zum Beispiel in Form von Erdgas, wird also entweder in elektrische oder thermische Energie umgewandelt und genutzt. Die Verluste sind minimal. Das hat nicht nur ökonomische Vorteile. Es rechnet sich auch für die Umwelt und das Klima, schließlich werden Ressourcen geschont und der Ausstoß an CO2 reduziert.