Das „Effizienzhaus“ ist ein Maßstab für die Energieeffizienz eines Hauses. Es wird anhand des sog. „Referenzgebäudes“ bestimmt, das in Anlage 1 (Wohngebäude) und in Anlage 2 (Nichtwohngebäude) des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) beschrieben ist. Für die Einhaltung der gesetzlichen Mindestanforderungen im Neubau darf das zu errichtende Gebäude das 0,75fache des Jahres-Primärenergiebedarfs des Referenzgebäudes nicht überschreiten.

Ein Haus, dessen Energiebedarf genauso hoch ist wie der des Referenzgebäudes – also 100 Prozent –, ist ein Effizienzhaus 100. Ein Effizienzhaus 85 benötigt dagegen nur 85 Prozent der Energie, die das Referenzgebäude braucht – ist also noch sparsamer. Dementsprechend benötigen die Effizienzhäuser 70 und 55 nur 70 bzw. 55 Prozent der Energie des Referenzgebäudes – ganze 30 bzw. sogar 45 Prozent weniger! Also: Je niedriger die Zahl, desto höher die Effizienz - und die Förderung!