Die Förderrichtlinien zur "Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG)" sind final ressortabgestimmt. Wie geplant startet zum 01.01.2021 die Zuschussvariante der BEG Einzelmaßnahmen (BEG EM) beim BAFA und löst die entsprechenden Fördertatbestände des Marktanreizprogramms "Heizen mit erneuerbaren Energien" (MAP), des Anreizprogramms Energieeffizienz (APEE) sowie der Heizungsoptimierung (HZO) ab.

Die BEG EM und die diesbezüglichen Änderungen des MAP und APEE werden vor Ende des Jahres 2020 im Bundesanzeiger veröffentlicht. Die Richtlinien BEG für Wohngebäude (BEG WG) und Nichtwohngebäude (BEG NWG), die erst zum 01.07.2021 in Kraft treten, werden dort Anfang des kommenden Jahres veröffentlicht. Bis zum 30.06.2021 können Förderkredite und Zuschüsse für Effizienzhäuser und -gebäude weiterhin bei der KfW im Rahmen der Programmlinie "Energieeffizient Bauen und Sanieren" beantragt werden, damit für den Endkunden bis zur Ersetzung dieser Förderangebote durch die BEG keine Förderlücke entsteht. Das Technologieeinführungsprogramm "Zuschuss Brennstoffzelle" (KfW 433) wird unabhängig davon auch weiterhin als eigenständige Förderung neben der BEG bestehen bleiben.

Die vollständige Richtlinie ist auf www.bmwi.de/Redaktion/DE/Artikel/Energie/bundesfoerderung-fuer-effiziente-gebaeude-beg.html veröffentlicht.

Weitere Informationen zum BEG-Start finden Sie unter www.bmwi.de/Redaktion/DE/FAQ/BEG/faq-bundesfoerderung-fuer-effiziente-gebaeude.html.

Mit der „Bundesförderung für effiziente Gebäude“ (BEG) wird die energetische Gebäudeförderung in Umsetzung des Klimaschutzprogramms 2030 vollständig neu aufgestellt und weiterentwickelt. Mit der BEG sollen künftig noch stärkere Anreize für Investitionen in Energieeffizienz und erneuerbare Energien und damit ein entscheidender Beitrag zur Erreichung der Energie- und Klimaziele 2030 im Gebäudesektor gesetzt werden.

Die Förderung von Energieeffizienz und erneuerbaren Energien wird mit der BEG erstmals unter einem Dach zusammengeführt. Bei Neubauten und Komplettsanierungen wird der Einsatz erneuerbarer Energien zukünftig noch stärker prämiert. Gleichzeitig wird es neue, attraktive Förderangebote für besonders ambitionierte Sanierungen und Neubauten geben. Vom BMI anerkannte Nachhaltigkeitszertifikate werden künftig in der investiven Förderung erstmals berücksichtigt. Die Förderung von Digitalisierungsmaßnahmen zur energetischen Betriebs- und Verbrauchsoptimierung wird ausgeweitet.

Für Bürgerinnen und Bürger bietet die BEG zukünftig mehr Flexibilität: Fördertatbestände werden sowohl als Zuschuss- als auch als Kreditförderung angeboten, um den jeweiligen individuellen Bedürfnissen bestmöglich zu entsprechen. Zugleich wird mit der BEG die Komplexität der Förderlandschaft und damit der bürokratische Aufwand reduziert: mit der BEG ersetzt ein einziges Förderprogramm vier bestehende Förderprogramme (1. CO2-Gebäudesanierungsprogramm, umgesetzt durch die KfW mit den Förderprogrammen „Energieeffizient Bauen und Sanieren“ (EBS), 2. das Marktanreizprogramm (MAP), soweit es durch BAFA umgesetzt wird als Förderprogramm „Heizen mit erneuerbaren Energien“, 3. das Anreizprogramm Energieeffizienz (APEE) sowie 4. das Heizungsoptimierungsprogramm (HZO)).

Zukünftig wird ein Antrag ausreichen, um sämtliche Förderangebote nutzen zu können.

Mit der „Bundesförderung für effiziente Gebäude“ (BEG) wird die energetische Gebäudeförderung in Umsetzung des Klimaschutzprogramms 2030 vollständig neu aufgestellt und weiterentwickelt. Die BEG ersetzt zukünftig die folgenden vier bestehenden Förderprogramme:

  • Das CO2-Gebäudesanierungsprogramm, umgesetzt durch die KfW mit den Förderprogrammen „Energieeffizient Bauen und Sanieren“ (EBS)
  • Das Marktanreizprogramm (MAP), soweit es durch BAFA umgesetzt wird mit dem Förderprogramm „Heizen mit erneuerbaren Energien“
  • Das Anreizprogramm Energieeffizienz (APEE)
  • Das Heizungsoptimierungsprogramm (HZO)

Bewährte Elemente aus diesen Förderprogrammen werden übernommen und mit Hinblick auf die energie- und klimapolitischen Zielsetzungen der Bundesregierung weiterentwickelt.

Die BEG besteht aus drei Teilprogrammen:

  1. „Bundesförderung für effiziente Gebäude - Wohngebäude“ (BEG WG)
  2. „Bundesförderung für effiziente Gebäude - Nichtwohngebäude“ (BEG NWG)
  3. „Bundesförderung für effiziente Gebäude - Einzelmaßnahmen“ (BEG EM)

Mit der BEG sollen die Anreize für Investitionen in Energieeffizienz und erneuerbare Energien im Gebäudesektor noch weiter verstärkt werden:

  • Integration von Erneuerbaren Energien und Energieeffizienz: Bei Neubauten und Komplettsanierungen wird der Einsatz erneuerbarer Energien noch stärker prämiert.
  • Ambitionssteigerung: Es wird neue, attraktive Förderangebote für besonders ambitionierte Sanierungen und Neubauten geben.
  • Flexibilität für Antragsteller: Fördertatbestände werden sowohl als Zuschuss- als auch als Kreditförderung angeboten.
  • Vereinfachte Zugänglichkeit: Ein Antrag wird ausreichen, um sämtliche Förderangebote nutzen zu können.
  • Verbesserte Schnittstellen zur Energieberatung: Die Umsetzung individueller Sanierungsfahrpläne (iSFP) wird erstmals in der investiven Förderung prämiert.
  • Vereinfachung der Programme: Die Förderlogiken bei Wohngebäuden und Nichtwohngebäuden werden angeglichen.
  • Nachhaltigkeit: Vom BMI anerkannte Nachhaltigkeitszertifikate werden in der investiven Förderung erstmals berücksichtigt.
  • Digitalisierung: Die Förderung von Digitalisierungsmaßnahmen zur energetischen Betriebs- und Verbrauchsoptimierung wird ausgeweitet.

Die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) wird zum 02.01.2021 für Einzelmaßnahmen in der Zuschussvariante beim BAFA starten. Ab diesem Zeitpunkt ist eine Antragstellung für diesen Zuschuss möglich. Alle weiteren Programme werden zum 01.07.2021 eingeführt. Bis dahin läuft der Zuschuss für die Sanierung von Effizienzhäusern und die bestehenden EBS-Kredite weiter.

Die deutliche Erhöhung der Fördersätze, die das Klimakabinett im September 2019 beschlossen hatte, wurde bereits zu Beginn des Jahres 2020 in den bestehenden Förderprogrammen umgesetzt. An diesen Fördersätzen wird sich die BEG orientieren.

Die BEG wird diejenigen Heizungsanlagen weiter fördern, die bereits im heutigen Marktanreizprogramm „Heizen mit erneuerbaren Energien“ förderfähig sind. Dies umfasst Heizungsanlagen, die vollständig mit erneuerbaren Energien betrieben werden (wie zum Beispiel Wärmepumpen und Biomasse-Anlagen), Gas-Hybridheizungen mit einem Erneuerbaren-Anteil von mindestens 25 Prozent (zum Beispiel über die Einbindung von Solarthermie) sowie Gas-Brennwertheizungen, die innerhalb von zwei Jahren nach Installation erneuerbare Energien mit einem Anteil von mindestens 25 Prozent einbinden.

Der Austausch von Ölheizungen wird auch in der BEG besonders prämiert („Ölaustauschprämie“), damit erhöht sich zum Beispiel die Förderung für Heizungen, die erneuerbare Energien nutzen, von 35 Prozent auf 45 Prozent Förderquote.

Die Energieberaterinnen und Energieberater werden auch zukünftig eine entscheidende Rolle in der Förderung spielen. Durch eine weitere Verbesserung der Förderanreize gerade auch in diesem Bereich wollen wir eine noch intensivere Einbindung der Expertise der Energieberaterinnen und Energieberater in der Praxis vor Ort erreichen. Die Förderung für Fachplanung und Baubegleitung kann künftig in den Teilprogrammen direkt mit beantragt werden und wurde für größere Gebäude, zum Beispiel Mehrfamilienhäuser mit mehreren Wohneinheiten, deutlich verbessert.

Die Expertenliste wird es weiterhin geben. Sie stellt ein zentrales Element der Qualitätssicherung in der energetischen Gebäudeförderung dar.

Ab dem 02.01.2021 können Zuschüsse für die BEG Einzelmaßnahmen bei dem Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) beantragt werden. Ab dem 01.07.2021 kann eine Kreditförderung für die BEG Einzelmaßnahmen sowie eine Kredit- oder Zuschussförderung für Vollsanierungen und effiziente Neubauten von Wohn- und Nichtwohngebäuden (BEG WG und BEG NWG) bei der KfW beantragt werden (gegebenenfalls mittelbar über die Hausbank). Bis zum 01.07.2021 können Anträge für Vollsanierungen und effiziente Neubauten von Wohn- und Nichtwohngebäuden noch wie gewohnt für die entsprechenden Programme „Energieeffizient Bauen und Sanieren“ bei der KfW gestellt werden.

Für Bürgerinnen und Bürger ist perspektivisch ein Antrag ausreichend, um sämtliche Förderangebote nutzen zu können. Diese werden entweder bei dem Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) oder bei der KfW gestellt.