Bundesförderung für effiziente Gebäude - Einzelmaßnahmen (BEG EM) für private Haushalte

Einleitung

Starten Sie jetzt Ihre Energiewende und profitieren Sie dabei doppelt – von sinkenden Heizkosten einerseits und einer finanziellen Förderung durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) andererseits. Ihre Haushaltskasse wird sich freuen!

Die Sanierung Ihres Gebäudes lohnt sich für Sie als Hauseigentümerin und Hauseigentümer. Das BMWi unterstützt Sie dabei mit Zuschüssen, die vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) im Rahmen der Bundesförderung für effiziente Gebäude – Einzelmaßnahmen (BEG EM) ausgezahlt werden. Eine Kreditvariante wird ab dem 01.07.2021 bei der KfW Bankengruppe verfügbar sein.

Gefördert werden Einzelmaßnahmen sowie Kombinationen von Einzelmaßnahmen. Als förderfähige Kosten können bis zu 60.000 Euro pro Wohneinheit im Jahr, unabhängig von der Anzahl an Einzelmaßnahmen, angerechnet werden.

Dazu zählen:

Maßnahmen an der Gebäudehülle:

  • 20 Prozent für Dämmung der Gebäudehülle (Außenwände, Dachflächen, Geschossdecken, Bodenflächen)
  • 20 Prozent für Erneuerung von Fenstern, Außentüren, -toren
  • 20 Prozent für sommerlichen Wärmeschutz mit optimaler Tageslichtversorgung

Förderung von Maßnahmen an der Anlagentechnik:

  • 20 bis 50 Prozent für den Einsatz erneuerbarer Energien bei Heizungen (Gas-Brennwertheizungen "Renewable Ready", Gas-Hybrid-Heizungen, Solarthermieanlagen, Biomasseheizungen, Wärmepumpen, innovative Heizungstechnik auf der Basis erneuerbarer Energien, erneuerbare Energien-Hybridheizungen)
  • 30 bis 45 Prozent für den Anschluss an Wärmenetze mit erneuerbaren Energien (Mindestanteil 25 Prozent) und den Aufbau oder die Erweiterung eines nicht-öffentlichen Wärmenetzes (Gebäudenetz) zur ausschließlichen Eigenversorgung von mind. 2 Gebäuden
  • 20 Prozent für Einbau, Erneuerung und Optimierung raumlufttechnischer Anlagen mit Wärme-/Kälterückgewinnung
  • 20 Prozent für den Einbau digitaler Systeme zur Betriebs- und Verbrauchsoptimierung (Efficiency Smart Home)
  • 20 Prozent für Maßnahmen zur Heizungsoptimierung, bspw. hydraulischer Abgleich einschließlich Austausch von Heizungspumpen

Ein zusätzlicher Förderbonus von 5 Prozent bei Biomasse-Anlagen und erneuerbare-Energien- Hybridheizungen ist möglich, wenn der Emissionsgrenzwert für Feinstaub von maximal 2,5 mg/m3 eingehalten wird. Der Einbau von Ölheizungen wird nicht gefördert.

Übersicht der geförderten Einzelmaßnahmen (BEG EM) bei Wohn- und Nichtwohngebäuden und ihrer Fördersätze

© BMWi

Infografik zum Download (PDF, 320 KB)

Die Förderungen gelten für Einzelmaßnahmen an Bestandsgebäuden, die durch Fachunternehmen ausgeführt werden und das energetische Niveau des Gebäudes verbessern.

Förderbonus bei „EE“- und „NH“-Klasse

Die neue „EE“-Klasse wird erreicht, wenn mindestens 55 Prozent des Wärme- und Kälteenergiebedarfs des Gebäudes aus erneuerbaren Energien stammt. Neubauten mit einem Nachhaltigkeitszertifikat werden in die „NH“-Klasse eingeordnet. Wird die „EE“- oder „NH“-Klasse erreicht, erhöht sich die Förderung bei der Sanierung um 5 Prozentpunkte, beim Neubau um 2,5 Prozentpunkte. Eine Kombination von „EE“-Klasse und „NH“-Klasse ist nicht möglich.

Umfassende Förderung von Efficiency Smart Home-Anwendungen

Neu ist eine Förderung von Efficiency Smart Home-Anwendungen, die zur energetischen Betriebs- und Verbrauchsoptimierung beitragen. Das Spektrum der förderfähigen Maßnahmen reicht dabei von Smart Meter über Mess- und Steuerungstechnik bis hin zur Regelungstechnik. Bis zu 20 Prozent der Kosten werden übernommen.

Energieberatung: der iSFP-Bonus

Gemeinsam mit einer Expertin oder einem Experten für Energieeffizienz können Sie einen individuellen Sanierungsfahrplan (iSFP) über die „Energieberatung für Wohngebäude“ (EBW) erstellen. Dann haben Sie bis zu 15 Jahre Zeit, um Schritt für Schritt zu sanieren und die gewünschte Effizienzhaus-Stufe zu erreichen. Das Extra: Ihre Förderung im Rahmen der BEG steigt dann um 5 Prozentpunkte. Die Einzelmaßnahmen können über mehrere, aufeinanderfolgende Jahre hinweg beantragt werden. Auch der iSFP-Bonus kommt jedes Mal erneut zum Zuge. Voraussetzung: Mit der Maßnahme wird die energetische Qualität des jeweiligen Bauteils bzw. der Anlage verbessert.

Der erste Schritt für energieeffizientes Sanieren mit erneuerbaren Energien: eine gute Energieberatung

Energieberatung ist zumeist die Vorstufe von Sanierungs- oder Modernisierungsmaßnahmen. Denn sie hilft, Energieeffizienz und erneuerbare Energien in den Planungs- und Entscheidungsprozess einzubeziehen. Die BEG EM bietet Ihnen eine Vielzahl an investiven Fördermöglichkeiten. Am besten, Sie lassen sich von Anfang an von einer qualifizierten Energieeffizienz-Expertin oder einem qualifizierten Energieeffizienz-Experten beraten.

Eine Einstiegsberatung zum Thema Energieeffizienz und erneuerbare Energien erhalten Sie auch über die Energieberatung der Verbraucherzentralen.

Die Energieberatung für Wohngebäude (EBW) wird über einen Zuschuss finanziell unterstützt.

Fachplanung und Baubegleitung

Bei der investiven Umsetzung der Maßnahmen können Sie die Förderung der Fachplanung und Baubegleitung zusätzlich mitbeantragen. Mit der Fachplanung und Baubegleitung wird sichergestellt, dass die Maßnahmen in der Qualität umgesetzt werden, wie es für eine Förderung notwendig ist. Gefördert werden maximal 50 Prozent der Planungs- und Baubegleitungsleistungen im Rahmen der BEG EM:

  • max. 5.000 Euro bei Ein- und Zweifamilienhäusern,
  • max. 2.000 Euro pro Wohneinheit bei Mehrfamilienhäusern und
  • insgesamt max. 20.000 Euro pro Zusage/Zuwendungsbescheid

Künftig muss für die Förderung von Einzelmaßnahmen und für die Baubegleitung für Privatpersonen nur ein Antrag gestellt werden, auch wenn mehrere Sanierungsmaßnahmen geplant sind. Der Förderantrag muss vor Beginn des Vorhabens gestellt werden. Dabei gilt als Beginn der Abschluss eines entsprechenden Lieferungs- oder Leistungsvertrags. Der Zuschuss wird nach Inbetriebnahme ausgezahlt.

Das könnte Sie auch interessieren

  • Antragsformulare sowie umfassende Informationen zur BEG-Förderung erhalten Sie beim BAFA unter www.bafa.de/beg.

  • Wenn Sie bei Ihrer Heizung den Umstieg auf erneuerbare Energien vollziehen, aber nicht alles sofort finanzieren wollen oder können: Nutzen Sie den KfW-"Energieeffizient sanieren - Ergänzungskredit 167"!

  • Für den Umstieg auf größere Anlagen, die erneuerbare Energien nutzen, und für Wärmenetze (meist von Unternehmen und Kommunen genutzt) können Sie auch einen KfW-Kredit beantragen. Im Rahmen der KfW-Programmlinie "Erneuerbare Energien Premium" stehen zinsgünstige Förderdarlehen mit attraktiven Tilgungszuschüssen des BMWi zur Verfügung.

  • Auf der Effizienzhaus-Datenbank der Deutschen Energieagentur (dena) finden Sie über 1.000 positive Beispiele und wertvolle Tipps.

  • Für eine Förderung einer innovativen und hocheffizienten Heizung mit Brennstoffzelle können Sie das Förderprogramm "Energieeffizient Bauen und Sanieren – Zuschuss Brennstoffzelle" (433) nutzen.

Weitere Förderprogramme

  • In der Förderdatenbank des Bundes erhalten Sie Informationen zu den Förderprogrammen des Bundes, der Länder und der EU in allen Themenbereichen. Neben der Fördermittelrecherche stehen allgemeine Informationen zu Finanzierung und Förderwissen sowie Begriffserläuterungen zur Verfügung.

    Alle Informationen zum Programm „Bundesförderung für effiziente Gebäude“ (BEG) finden Sie in unseren FAQs.

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