Teamarbeit im Büro: Besprechung mehrerer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

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Unternehmen können in Energienetzwerken unnötigen Energieverbrauch stoppen und die steigenden Energiekosten verringern. Sie müssen das Rad nicht selbst neu erfinden: Denn sie lernen von den Erfahrungen anderer, profitieren vom Wissenstransfer und von Impulsen für innovative Technologien.

Was sind die Vorteile für Unternehmer? Durch den Erfahrungsaustausch mit anderen können sie gezielter und besser Entscheidungen für wirkungsvolle Effizienzmaßnahmen treffen und erfolgreich gegen die Energieverschwendung in ihren Betrieben angehen. Mit Erfolg: Sie erhöhen ihre Energieeffizienz doppelt so schnell wie der Durchschnitt aller Unternehmen.

Effizienz als ein Schlüssel zur Senkung der CO2-Emissionen

Die Initiative Energieeffizienz-Netzwerke ist eine Maßnahme des Nationalen Aktionsplans Energieeffizienz (NAPE) der Bundesregierung und startete im Dezember 2014. Ziel der mittlerweile von 22 Wirtschaftsverbänden gemeinsam mit dem Bundeswirtschafts- und Bundesumweltministerium getragenen Initiative ist es, dass sich 500 Effizienz-Netzwerke bis im Jahr 2020 etablieren sollen, um die CO2-Emissionen um rund fünf Millionen Tonnen zu verringern. Die Deutschen-Energie-Agentur (dena) koordiniert die Netzwerk-Initiative im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi).

Effizienz ist ein Schlüssel zur Senkung des Energieverbrauchs und zum Klimaschutz. Industrie, Gewerbe, Handel und Dienstleister verbrauchten mit 45 Prozent im Jahr 2015 fast die Hälfte der gesamten Endenergie in Deutschland laut Umweltbundesamt.

So funktioniert’s: Mindestens 5 bis maximal 15 Unternehmen können ein Netzwerk innerhalb einer Region oder einer Branche gründen, welches durch einen Moderator und Energieberater begleitet wird. Die Laufzeit beträgt in der Regel zwei bis drei Jahre. In einer Selbstverpflichtung legt das Netzwerk ein gemeinsames Ziel fest, wie stark es den Energieverbrauch und den Ausstoß des für das Klima schädlichen Treibhausgases CO2 reduzieren will. Die Umsetzung wird durch ein externes Monitoring geprüft.

Dank Energieeffizienz die Wettbewerbsfähigkeit steigern

In der Startphase ermittelt der Energieberater den Energieverbrauch und die Einsparpotenziale für jeden Betrieb. Enorme Einsparpotenziale schlummern etwa in alten Druckluftstationen und -systemen, die weder optimale Wirkungsgrade noch Wärmerückgewinnung und zudem Leckagen aufweisen. Zudem verschwenden viele Antriebsprozesse sowie die schlechte Wärmedämmung von Hochtemperaturöfen und Gebäuden zu viel Energie.

Auf Basis der Sparpotenziale werden die Effizienzmaßnahmen für jeden Betrieb vorgeschlagen. Durch deren Umsetzung sinken die Betriebskostenkosten und die Technologie des Unternehmens kommt auf den neuesten Stand: das steigert die Wettbewerbsfähigkeit und den Unternehmenswert. So ist die geschätzte Wertsteigerung eines Effizienz-Netzwerks am Niederrhein mit sieben Industriebetrieben und insgesamt 4.500 Mitarbeitern beeindruckend: sie erhöht sich gemessen an den von den Geschäftsleitungen genehmigten Effizienzmaßnahmen um insgesamt circa 17,4 Millionen Euro.