Klimaanlage auf einem Dach

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Gibt es in Ihren Büro- und Betriebsgebäuden versteckte „Energiefresser“? Viele Klimaanlagen und Lüftungssysteme sind veraltet und unzureichend eingestellt. Sie können bis zu 50 Prozent des Stromverbrauchs verursachen. Strom für Lüftungsanlagen und Klimatisierung wird im Gegensatz zur Heizenergie nicht individuell abgerechnet. Kaum ein Unternehmen kennt daher die erheblichen Potenziale, die eine Optimierung der Lüftungs- und Klimaanlagen in der Regel mit sich bringt. Stoppen Sie die Verschwendung und handeln Sie jetzt: Der Staat unterstützt Sie dabei: Er fördert eine Energieberatung im Mittelstand mit Zuschüssen von bis zu 80 Prozent.

Lassen Sie Ihre Klima- und Lüftungsanlagen vom Energieberater prüfen! Für Anlagen mit einer Kälte-Nennleistung von mehr als 12 kW besteht ohnehin alle 10 Jahre eine gesetzliche Pflicht zur energetischen Inspektion (EnEV §12).

Nahezu jede Klima- und Lüftungsanlage lässt sich optimieren

Bereits einfachste Maßnahmen erzielen erhebliche Kosteneinsparungen. Allein durch Optimierungsmaßnahmen, wie z.B. eine Anpassung der Luftvolumenströme und Laufzeiten der Lüftungsanlage an aktuelle Anforderungen, lassen sich in der Regel bis zu 30 Prozent der Energiekosten einsparen.

Weitere erhebliche Potenziale können durch den Einbau bzw. die Nachrüstung effizienterer Komponenten wie beispielsweise eine Lüftungswärmerückgewinnung erschlossen werden. Dadurch können Sie Ihre Energiekosten sogar um fast die Hälfte reduzieren.

Handeln Sie jetzt!

Mit vier einfachen Schritten senken Sie erfolgreich die Kosten Ihrer Klima- und Lüftungsanlagen:

Schritt 1: Verantwortliche(n) für die Anlage finden

Wer ist zuständig für den Betrieb und die Wartung Ihrer Klima- und Lüftungsanlagen? Ist der oder die Betreffende in der Lage (zeitlich und fachlich) die nächsten drei Schritte durchzuführen? Falls dies nicht der Fall sein sollte, sollten Sie professionelle Hilfe hinzuziehen. Für den Einsatz eines Energieberaters können Sie staatliche Zuschüsse von bis zu 80 % erhalten. Im Rahmen einer Energieberatung werden Ihnen zudem die Potenziale in anderen Bereichen aufgezeigt. Qualifizierte Energieberater finden Sie in unserer Expertensuche, Fachleute für die energetische Inspektion auf www.fgk.de und www.btga.de.

Schritt 2: Betriebskosten bestimmen

Bei den Betriebskosten der Lüftungsanlage sind sowohl die Stromkosten für die Lüfter als auch Heizkosten für die Lufterwärmung zu berücksichtigen. Die Betriebskosten können durch Ablesen (wenn separate Zähler vorhanden sind) oder durch überschlägige Berechnungen (z.B. anhand von Luftmengenangaben und/oder punktuellen Messungen) bestimmt werden.

Schritt 3: Potenzialanalyse

Die Potenzialanalyse sollte von unabhängigen Fachleuten wie etwa von entsprechend qualifizierten Energieberatern oder Inspekteuren durchgeführt werden. Bei den entsprechenden Wirtschaftlichkeitsberechnungen der möglichen Effizienzmaßnahmen sollten die umfangreichen staatlichen Fördermöglichkeiten berücksichtigt werden.

Schritt 4: Umsetzung und Erfolgskontrolle

Bei der Umsetzung der Effizienzmaßnahmen sollte darauf geachtet werden, dass gleichzeitig geeignete Messeinrichtungen zur Effizienzkontrolle vorgesehen werden. Für einen langfristig effizienten Betrieb ist sicherzustellen, dass die Daten regelmäßig ausgewertet werden und entsprechende Systemanpassungen erfolgen.

Nutzen Sie die umfangreichen staatlichen Förderprogramme!

Zur Steigerung der Energieeffizienz von Klima- und Lüftungsanlagen stellt die Bundesregierung für Unternehmen und Kommunen verschiedene Förderangebote zur Verfügung:

  • Zuschuss zur Beratung
    Im Förderprogramm Energieberatung im Mittelstand werden Zuschüsse zu den Beratungskosten zu Energiesparpotenzialen vergeben.
  • Zuschuss zur Finanzierung
    Im Förderprogramm Querschnittstechnologien wird zum Beispiel die Finanzierung des Kaufs von Ventilatoren, Anlagen zur Wärmerückgewinnung und die Optimierung technischer Systeme bezuschusst.
  • Das Förderprogramm Kälte-Klima-Richtlinie gibt Zuschüsse für Klimaschutzmaßnahmen, wie z.B. die Errichtung oder Sanierung von Kälte- oder Klimaanlagen.
  • Zinsvergünstigte Kredite
    Die KfW bietet dank BMWi-Förderung vergünstigte Kredite mit Tilgungszuschüssen für die Sanierung von Nichtwohngebäuden oder für Einzelmaßnahmen in Unternehmen, z.B. an Klima- und Lüftungsanlagen oder für Gebäudeautomation.
  • Zuschuss zu innovativen Energiedienstleistungen
    Das Pilotprojekt Einsparzähler fördert ausgewählte „smarteIT-gestützte Projekte, um Energiesparlösungen zu erproben und marktfähig zu machen – auch für Klima- und Lüftungsanlagen.