Infografik Die Netzwerkarbeit in drei Schritten

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Gemeinsam mehr erreichen: Die Idee ist nicht neu, aber sie funktioniert trotzdem – im Alltag zum Beispiel bei Freizeitsportlern oder Diätprogrammen. Denn in der Gruppe fällt es den meisten leichter, ihren ehrgeizigen Vorhaben treu zu bleiben. Schließlich kann man Tipps und Tricks austauschen und sich gegenseitig zu neuen Bestleistungen motivieren. Ähnlich ist das auch in Energieeffizienz-Netzwerken.

Gemeinsam Energieeffizienz leben

In diesen Netzwerken schließen sich in der Regel Praktiker aus acht bis fünfzehn Unternehmen zusammen. Gemeinsam mit einem Energieberater analysieren sie die Effizienzpotenziale in ihren Unternehmen, dann formulieren sie jeweils ein individuelles und ein gemeinsames Einsparziel – und arbeiten anschließend daran, diese zu erreichen. Regelmäßig tauschen sie Ratschläge und Ideen aus. Das hilft: Investitionen in Energieeffizienz lassen sich auf einer soliden Basis von Daten und Erfahrungswerten schließlich besser planen. Und es lohnt sich: In der Vergangenheit konnten Netzwerkteilnehmer ihre Energieproduktivität doppelt so schnell steigern wie der Durchschnitt der Industrie.

Was ist die „Initiative Energieeffizienz-Netzwerke“?

Logo der Initiative Energieeffizienznetzwerke

Die Bundesregierung unterstützt die Netzwerke: Gemeinsam mit 22 Verbänden und Organisationen der Wirtschaft hat sie Ende 2014 die „Initiative Energieeffizienz-Netzwerke“ gestartet, als eine der „Sofortmaßnahmen“ des Nationalen Aktionsplans Energieeffizienz (NAPE). Vereinbart ist, bis Ende 2020 gemeinsam daran zu arbeiten, flächendeckend rund 500 neue Energieeffizienz-Netzwerke von Unternehmen zu initiieren. Sie sollen substanziell zu den energie- und klimapolitischen Zielen der Bundesregierung beitragen. Bis zu fünf Millionen Tonnen Treibhausgase könnten dadurch in den nächsten fünf Jahren vermieden werden: der jährliche CO2-Ausstoß einer mittleren Großstadt.

Angewandte Energiewende in Industrie, Handel, Handwerk

Mehr Energieeffizienz ist nicht nur ein wichtiges Ziel der Energiewende, sondern für Unternehmen auch ein Wettbewerbsvorteil. Schließlich sinken mit dem Energiebedarf auch ihre monatlichen Energiekosten. Seit September 2016 sind in Deutschland bereits über 1.300 Unternehmen in rund 130 Energieeffizienz-Netzwerke unter dem Dach der Initiative registriert. Bisher profitieren vor allem mittlere bis größere Unternehmen der verarbeitenden Industrie von der Netzwerkarbeit, in Zukunft sollen auch vermehrt kleine Unternehmen und Bereiche wie der Handel und das Handwerk stärker angesprochen und eingebunden werden.

Jetzt loslegen: praktische Tipps zur Netzwerkarbeit

Wie können wir ein Energieeffizienz-Netzwerk initiieren? Wie koordinieren wir am besten unsere regelmäßige Arbeit? Wer schon so konkrete Fragen hat, der findet auf dem Online-Portal der Initiative Energieeffizienz-Netzwerke jede Menge Infos. Unterstützung bietet zudem die Geschäftsstelle der Netzwerkinitiative, die unter dem Dach der Deutschen Energie-Agentur (dena) eingerichtet wurde. Im Rahmen der deutschen G7-Präsidentschaft im Jahr 2015 haben Bundesregierung und Wirtschaft außerdem darauf hingewirkt, dass die Idee auch international Anklang findet. Dieser Austausch wird nun im Rahmen der International Partnership for Energy Efficiency Cooperation (IPEEC) fortgesetzt.