Energietransparenz

© fotolia.com/industrieblick

Vom Fließband über den Kühlraum bis hin zur Schaufensterbeleuchtung – Energiemanagement heißt vor allem, die betriebseigenen Finanzen optimal einzusetzen. Eine Energieberatung mit technischer Expertise und Augenmaß ist der erste wichtige Schritt für alle Unternehmen, die unnötige Energiekosten systematisch und kontinuierlich senken möchten. Genau das bietet ein Energieaudit: Ein qualifizierter Energieberater legt nicht nur die Kosten offen, sondern zeigt auf, wo Energie gespart und Effizienz gesteigert werden kann.

Wie funktioniert ein Energieaudit?

Der Energieauditor erfasst Informationen und Daten – beispielsweise über die energieverbrauchenden Systeme, Prozesse, Einrichtungen und die Parameter, die den Energieverbrauch beeinflussen. Anschließend muss er vor Ort den Energieeinsatz analysieren sowie Arbeitsabläufe, das Nutzerverhalten und ihren Einfluss auf den Energieverbrauch untersuchen. Auf dieser Basis sollen erste Verbesserungsvorschläge erarbeitet werden.

Der abschließende Bericht des Energieauditors enthält neben der Dokumentation der Energieberatung eine Liste mit Möglichkeiten zur Verbesserung der Energieeffizienz sowie Empfehlungen und Pläne zur Umsetzung.

Bereit zum Energie- und Kostensparen

Mit dem abschließenden Energieauditbericht können Sie den gesamten Energieverbrauch in Ihrem Unternehmen überblicken. Dadurch können Sie auch langfristig einschätzen, welche Maßnahmen und Investitionen sich zu welchem Zeitpunkt für Ihren Betrieb lohnen. Um einen qualifizierten Energieberater in Ihrer Nähe zu finden, hat das BAFA eine Liste mit geprüften Energieauditoren veröffentlicht. Nutzen Sie die Chance – entlarven Sie kostenintensive Energiefresser und steigern Sie die Wirtschaftlichkeit Ihres Betriebes.

Welche Unternehmen sind betroffen?

Mit dem novellierten Energiedienstleistungsgesetz (EDL-G) ist eine Energieprüfung für alle großen Unternehmen (sog. „Nicht-KMU“) seit Dezember 2015 mindestens alle vier Jahre Pflicht. Ausgenommen sind nur Betriebe, die schon ein zertifiziertes Energiemanagementsystem nach ISO 50001 oder EMAS haben. Ob Ihr Unternehmen zu den „Nicht-KMU“ zählt, können Sie anhand des Merkblatts für Energieaudits bestimmen.

Aber auch für alle anderen Unternehmen gilt: Die Durchführung eines Audits lohnt sich. Sie können im Zusammenhang mit dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) sowie dem Energie- und Stromsteuergesetz (EnergieStG bzw. StromStG, sog. Ökosteuer) von gesetzlichen Ausgleichsregelungen profitieren, wenn sie ein Energieaudit nach DIN EN 16247-1 durchführen.

Das Energieaudit gilt für alle großen Unternehmen und Organisationen, die unter das Energiedienstleistungsgesetz (EDL-G) fallen und keinen KMU-Status nach EU-Definition haben. Entscheidend für die Einstufung als kleines oder mittleres Unternehmen sind die Anzahl der Mitarbeiter und Umsatz oder Bilanzsumme.