im Industriegebäude

© gettyimages.de/Tony Tremblay

Die eigenen vier Wände einmal energetisch auf Vordermann bringen, um dann auf Dauer Kosten zu sparen und das Klima zu schützen: Diese Rechnung geht nicht nur im Ein- oder Mehrfamilienhaus auf. Auch in gewerblich genutzten Immobilien zahlen sich Effizienzmaßnahmen schnell aus. Isolierfenster, clevere Lüftungssysteme, effiziente Heizkessel – all das lohnt sich auch in einer Fabrik, der Autowerkstatt oder im Verwaltungsgebäude. Wer arbeitet schon gerne in einer zugigen Halle oder einem kalten Büro?

Worum geht es eigentlich?

In den rund 3,2 Millionen sogenannten „Nichtwohngebäuden“ in Deutschland fallen mehr als 1/3 des gesamten Endenergiebedarfs des Gebäudebereichs an. Deshalb ist eine entscheidende Stellschraube für den Erfolg der Energiewende, dass Gewerbegebäude künftig weniger Energie verbrauchen. Die gute Nachricht: Wo viel verbraucht wird, schlummern meist auch große Energieeinsparpotenziale, die sich mit wirtschaftlichen Maßnahmen erschließen lassen. Wird hier gespart, fällt das auch betriebswirtschaftlich ins Gewicht.

Gute Gründe für die Energiewende im Unternehmen

Klar, wird weniger Energie für Strom und Heizen verbraucht, hält das auch die monatlichen Abrechnungen klein – das stärkt die Wirtschaftlichkeit Ihres Unternehmens. Und es macht Sie unabhängiger von schwankenden Marktpreisen für Öl und andere fossile Energien. Zudem verbessern Sie den Wert Ihrer Immobilie. Schließlich steigern Effizienzmaßnahmen wie moderne, energiesparende Fenster auch den Komfort für die Mitarbeiter und damit deren Zufriedenheit. Als Energiewende-Vorreiter können Sie zudem bei Ihren Kunden punkten. Und nicht zuletzt beim Klima: Mit dem Energieverbrauch sinkt auch die Größe Ihres CO2-Fußabdrucks. Nutzen Sie auch den Aspekt Umweltschutz für sich als Wettbewerbsvorteil. Vor allem, indem Sie bei der Strom- oder Wärmeerzeugung auf erneuerbare Energien setzen.

Das BMWi unterstützt Sie beim Neubau und in der Sanierung. Sie können von zinsgünstigen Darlehen profitieren, egal ob Sie in Einzelmaßnahmen (z.B. Beleuchtung, Gebäudeautomation oder Heizungsmodernisierung) oder in Maßnahmenpakete (z.B. Fenster und Dämmung) investieren oder gleich das gesamte Gebäude energetisch auf den sogenannten KfW-Effizienzhausstandard bringen. Und wer besonders effizient baut, bekommt zusätzlich einen Teil des Darlehensbetrages erlassen (Tilgungszuschuss).

Vorm Sanieren: Informieren!

Sie haben sich entschieden: Ihr Gebäude soll moderner werden. Klar, die Heizungsanlage ist schon recht alt, welche modernen sparsamen Alternativen kommen hier in Frage? Lässt nicht auch das in die Jahre gekommene Dach im Winter zu viel Kälte durch? Und wäre es nicht clever, durch energieeffiziente LED-Beleuchtung bis zu 50 Prozent der Energiekosten einzusparen? Um solche Fragen zu klären, starten Sie die Energiewende am besten mit einer persönlichen Beratung. Wenn die ein qualifizierter Experte im Rahmen der Energieberatung im Mittelstand übernimmt, erhalten Sie obendrauf 80 Prozent der förderfähigen Beratungskosten als Zuschuss vom Staat – bis zu 8.000 Euro.