Techniker in einer Fabrik; Quelle: istockphoto.com/ShadowDesigns

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Bestandsaufnahme – Vermeiden – Identifizieren

Sehen Sie genau hin: Wo können Abwärmemengen im laufenden Betrieb, ob im Kleinen oder im Großen, eingespart werden? Das können zum Beispiel einzelne Prozessschritte sein:

  • Sind Prozessschritte richtig bemessen oder eventuell überdimensioniert? Können dort beispielsweise Aufheiz- oder Abkühlphasen vermieden werden?
  • Ist die Steuerung der Anlage korrekt eingestellt oder gibt es Leerläufe bzw. noch nicht optimierte Abläufe?
  • Ist das aktuelle Temperaturniveau für die Prozesse notwendig oder können diese auch mit niedrigeren Temperaturen laufen?
  • Wo gibt es vermeidbare Energieverluste?

Sowie Punkte, die den ganzen Betrieb betreffen:

  • Wie ist die Dämmung des Gebäudes und/oder der Anlage? Kann eine bessere Dämmung unter Betrachtung der Wirtschaftlichkeit ggf. zu einer Senkung der Abwärmemenge führen?
  • Gibt es für manche Prozesse energetisch sinnvollere Alternativen, die in den Produktionsprozess übernommen werden könnten?

Wenn die Möglichkeiten zur Vermeidung von Abwärme ausgeschöpft sind, ist der nächste Schritt die Identifizierung der Abwärmemengen, die nicht vermeidbar sind. Kenngrößen der jeweiligen Abwärmequelle können sein:

  • Temperaturniveau
  • Nutzbare Wärmekapazität (Leistung)
  • Verfügbarkeit (z.B. saisonal, kontinuierlich ...)
  • Form der Abwärme (z.B. Abgas, Abluft)

Wohin mit der Abwärme?

Nach der Identifizierung der Mengen sollten Abwärmesenken untersucht werden. Dies geschieht am besten durch Erstellung eines Abwärmekonzepts. Folgende Kenngrößen sollten dafür ermittelt werden:

  • Temperaturniveau
  • Benötige Wärmeleistung
  • Medium der benötigten Wärme (z.B. Dampf)
  • Zeitlicher Bedarf