Denn: In einem Dreipersonenhaushalt verdunsten täglich etwa sechs bis acht Liter Wasser! Zu hohe Feuchtigkeit in den Räumen kann zu Bauschäden etwa durch Schimmelbefall führen. Um die Luftfeuchtigkeit dauerhaft niedrig zu halten und Ihre Gesundheit zu schützen, müssten Sie mindestens fünfmal am Tag intensiv lüften. Einfacher und bequemer geht das mit einer Lüftungsanlage.

Mit einer Lüftungsanlage ist ihr Zuhause immer frisch gelüftet, sogar wenn Sie nicht da sind, es im Winter klirrend kalt ist oder der Verkehrslärm draußen bleiben soll. Ist die Lüftungsanlage erst einmal richtig eingestellt, müssen Sie sich um nichts mehr kümmern und Ihr Wohnkomfort steigt spürbar.

Energieeffizienz steigern und Kosten sparen!

Besonders effizient sind Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung: Die Wärme, die sonst aus der Abluft nach außen geleitet würde, wird zurückgewonnen und genutzt. Damit lassen sich bis zu 90 Prozent der wertvollen Energie sparen, die sonst beim Lüften verloren geht. Das ist effizient und spart Heizkosten.

Um eine Lüftungsanlage zu betreiben, benötigen Sie natürlich auch Strom. Bei effizienten Geräten fallen pro Tag Stromkosten von 0,10 bis 0,30 Euro an – gerechnet für eine Wohnung mit 100 m2. Da sich ihre Heizkosten reduzieren, sparen Sie mit Lüftungsanlagen dennoch viel Geld und Energie. Seit dem Januar 2016 gibt es ein EU Label für die Effizienz von Wohnungslüftungsanlagen. Die Einstufung orientiert sich dabei an der erreichbaren Primärenergieeinsparung. Geräte, die in der höchsten Klasse A+ eingestuft sind erreichen bezogen auf eine 100 m²-Wohnung eine jährliche Energiekostenersparnis von über 230 Euro.

Welche Lüftungsanlage passt perfekt zu Ihrem Zuhause?

Zentrale Lüftungsanlagen

Besonders komfortabel ist eine zentrale Lösung: Eine einzige Lüftungsanlage sorgt in allen Räumen für frische Luft. Interessant ist das vor allem für luftdicht gedämmte, besonders energiesparende Passiv- oder Nullenergiehäuser.

Ein weiterer Vorteil, wenn Sie aufs Lüften bei offenem Fenster verzichten können: Der Lärm bleibt draußen und die Pollen auch, falls Sie einen speziellen Filter dafür einbauen. Das lässt Allergiker aufatmen.

Dezentrale Lüftungsanlagen

In Altbauten sind dezentrale Lüftungsanlagen oft leichter zu installieren. Sie werden dort angebracht, wo sie gebraucht werden, beispielsweise im Bad oder in der Küche. Reine Abluftanlagen, kombiniert mit Lüftungsschlitzen oder -klappen für die Zuluft, sind dabei eine recht einfache Variante.

Welches für Sie die ideale Lösung ist, hängt also auch von Ihrem Gebäude ab. Unter dem Aspekt der optimalen Energieeffizienz schneiden gleichwohl die zentralen Zu- und Abluftanlagen mit Wärmerückgewinnung am besten ab.

Mit dem KfW-Förderprogramm „Energieeffizient Sanieren“ wird der Einbau einer Lüftungsanlage seit 2016 durch das BMWi verstärkt gefördert – vorausgesetzt, Sie führen auch mindestens eine Dämmmaßnahme an der Gebäudehülle durch oder tauschen Fenster aus und senken so den Wärmeverlust.