Mann vor seinem Haus

Besser als jedes Auto: Mein Heizungskeller

Manchmal kommt man auf Umwegen zum Ziel: Eckhard Fehling, Lokführer aus dem brandenburgischen Bernau, überlegte drei Monate lang, womit er seine 21 Jahre alte Ölheizung ersetzen soll. Er durchforstete das Internet, informierte sich über die verschiedenen Technologien, prüfte Ideen und verwarf sie wieder – bis er zum Schluss da landete, wo er eigentlich gar nicht hinwollte: bei einer Solarthermieanlage. „Ich hatte immer mal wieder was darüber gelesen, aber so richtig überzeugt war ich nicht“, gibt er zu. „Viel lieber hätte ich eine Geothermieanlage gehabt. Doch mein Haus ist nicht gut genug gedämmt, um ausschließlich Erdwärme zum Heizen zu nutzen.“

Sonnenkraft das ganze Jahr

Den Ausschlag für seine Entscheidung gaben Gespräche mit Handwerkern und auch mit seinem Schornsteinfeger: „Die haben mir alle zu einer Solarthermieanlage geraten. Und nachdem ich mich dann etwas genauer mit dem Thema beschäftigt hatte, stand fest: Ja, Solarthermie soll es werden!“
Da die Solarkollektoren nicht aufs Dach des fast 100 Jahre alten Zweifamilienhauses passten, wurden sie an der Fassade angebracht – mit einem Gestell, dessen Neigungswinkel sich an den Sonnenstand anpassen lässt. „Bis 16 Uhr scheint die Sonne darauf und lädt die Anlage voll auf“, so der Familienvater. „Und selbst bei bewölktem Himmel leistet die Anlage genug, dass wir heiß duschen oder baden können.“

Qualität entscheidet

Pro Jahr spart der Bernauer mit der neuen Heizungsanlage rund 900 Euro. Ihre Anschaffung war allerdings nicht ganz preiswert – Fehling hat sich bewusst für Qualität „made in Germany“ entschieden. Die Förderung durch das MAP in Höhe von 2.000 Euro kam ihm da gerade recht: „Durch die staatliche Unterstützung war das Ganze natürlich leichter zu finanzieren.“

„Für mich war klar: wenn eine neue Heizung, dann umweltfreundlich.“ – Eckhard Fehling

Fakten zum Projekt

  • Heizungsaustausch
  • Größe: 150 Quadratmeter
  • Baujahr: 1929
  • Sanierungsjahr: 2013
  • Förderprogramm: Marktanreizprogramm (MAP)
  • Fördersumme: 2.500 Euro