Energieausweis

Vom tiefroten Energieausweis zum Vorzeige-Effizienzhaus

Den Weg ins neue Heim ist die Industriekauffrau und Biologin nicht allein gegangen: „Mein Architekt hat mich bei jedem Schritt begleitet.“ Im Rahmen einer „Vor-Ort-Beratung“ legte sie gemeinsam mit dem Experten genau fest, welche Sanierungsmaßnahmen das zweistöckige Gebäude in ein echtes Zuhause verwandeln sollten. Mit Hilfe eines KfW-Kredits in Kombination mit einem Tilgungszuschuss finanzierte sie umfangreiche Dämmmaßnahmen sowie dreifach verglaste Fenster.

Klimaschutz als positiver Nebeneffekt

Für ein wohliges Raumklima auf den 144 Quadratmetern sorgen nun Pelletheizung und Solarthermieanlage, kombiniert mit einer Lüftungsanlage mit 93-prozentiger Wärmerückgewinnung. Insgesamt ist das Haus damit nahezu klimaneutral – und steht auch in puncto Betriebskosten gut da. „Ich zahle nur 650 Euro im Jahr für Heizung und Warmwasser“, so Seyler-Junker.
Für die 51-Jährige war die Rundum-Modernisierung aber vor allem Ehrensache: „Ich kann damit einen Beitrag zum Umweltschutz leisten und mich gleichzeitig über die positiven Nebeneffekte freuen: zum Beispiel darüber, dass ich dank der schalldichten Fenster nichts von der vielbefahrenen Straße vor dem Haus höre.“

Pläne für die Zukunft

Auch an die Zukunft hat Seyler-Junker gedacht: „Wenn meine Töchter einmal ausziehen, kann ich das erste Obergeschoss vermieten, da es eine eigene Wohneinheit ist. Und falls ich im Alter einmal auf einen Rollstuhl angewiesen sein sollte, habe ich gleich noch eine bodenebene Dusche und extrabreite Türen einbauen lassen.“

Mit ihrem Sanierungskonzept hat Svenja Seyler-Junker überzeugt: Die Deutsche Energie-Agentur (dena) wählte ihr Ingelheimer Familiendomizil zu einem von 20 Leuchtturmprojekten des Modell-Vorhabens „Auf dem Weg zum Effizienzhaus Plus“.

„Mein Architekt hat mich bei jedem Schritt der Sanierung begleitet. Das hat sich ausgezahlt:
Mein Haus ist fast klimaneutral – und meine Heizkosten sind im Keller.“ – Svenja Seyler-Junker

Fakten zum Projekt