Kühl- und Gefriergeräte

© gettyimages.de/RBFried

Kühl- und Gefriergeräte sind rund um die Uhr im Einsatz und verbrauchen dafür ständig Strom. Angesichts des Dauereinsatzes spielt Energieeffizienz bei diesen Produkten eine große Rolle. Zumal die Stromkosten über die Lebensdauer der Kühlgeräte in der Summe oft sogar höher sein können als der Kaufpreis. Bei einer Neuanschaffung sollten Sie daher unbedingt ein Gerät der Energieeffizienzklasse A+++ wählen. Schon Geräte mit Energieeffizienzklasse A+ sind nicht besonders energiesparend. Sie erfüllen lediglich die Mindestanforderungen für Neugeräte und verbrauchen rund doppelt so viel Strom wie ein Gerät der Klasse A+++. Daher sollten Sie nicht nur über einen Neukauf nachdenken, wenn Ihr Kühlgerät defekt ist, sondern auch über einen Austausch Ihres Altgerätes. Wenn Ihr Gerät älter als zehn Jahre ist, kann das Einsparpotenzial enorm sein!

Sollten Sie sich einen neuen Kühlschrank gekauft haben, müssen Sie das Alt-Gerät entsorgen. Einfachste Lösung: Sie geben den alten Kühlschrank bei dem Händler ab, bei dem Sie das neue Gerät gekauft haben. Denn größere Händler (mit mind. 400 Quadratmeter Verkaufsfläche für Elektro- und Elektronikgeräte) sind verpflichtet, beim Kauf eines neuen Geräts das entsprechende Altgerät unentgeltlich anzunehmen und zu entsorgen.

Überdimensionierung kostet unnötig viel Geld

Die Größe von Kühl- und Gefriereinheiten spielt für die Energieeffizienz ebenfalls eine wichtige Rolle. Ist Ihr Kühlschrank für Ihre Bedürfnisse zu groß, verschwendet er unnötig Strom. Denn leere Fächer bringt er ebenfalls auf die eingestellte Temperatur. Sind Sie also Single, reicht ein Kühlgerät mit einem Fassungsvermögen von 120 Litern; leben Sie in einer vier-köpfigen Familie, ist ein Gerät mit bis zu 250 Litern angebracht. Generell rechnet man bei Kühlschränken mit einem Fassungsvermögen von etwa 40 Litern pro Person. Bestimmte Lebensmittel lassen sich auch im Keller kühl lagern und belegen so keinen Platz im Kühlschrank.

Richtig hin- und einstellen

Auch durch den falschen Standort entstehen unnötige Kosten. Steht der Kühlschrank neben Wärmequellen wie Herd und Heizung, benötigt er mehr Strom, weil er stärker kühlen muss. Reine Gefriergeräte stellen Sie am besten, sofern vorhanden, in den kühlen Keller. Die richtige Temperatur des Gerätes trägt ebenfalls zu einer höheren Energieeffizienz bei. Sieben Grad im Kühl- und minus 18 Grad im Gefrierfach reichen aus, um die Lebensmittel frisch zu halten. Nur ein Grad weniger benötigt sechs Prozent mehr Energie und damit auch mehr Stromkosten. Speisen sollten auch nicht erwärmt in das Gerät gestellt werden, sondern erst wenn sie Raumtemperatur haben.

Weitere Tipps, die Energie und Kosten sparen

Regelmäßiges Abtauen mindestens einmal im Jahr ist zwar lästig – aber wichtig. Denn bereits eine ein Zentimeter dünne Eisschicht steigert den Energieverbrauch Ihres Gefriergerätes um etwa 50 Prozent. Stellen Sie daher Lebensmittel nur abgedeckt in den Kühlschrank und frieren Sie diese nur gut verpackt ein. Das Gleiche gilt für Ordnung im Kühlschrank. Denn wenn Sie den Joghurt oder den Käse erst suchen müssen, bleibt die Tür lange geöffnet. So muss das Gerät im Anschluss länger wieder auf die gewünschte Temperatur herunterkühlen.