Blick in ein Büro mit Computern

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Jede Zusatzfunktion macht den Computer teurer in der Anschaffung. Gleichzeitig können nach dem Kauf laufend bis zu 70 Prozent mehr Stromkosten anfallen.

Hier erfahren Sie Schritt für Schritt, welchen Gerätetyp Sie für Ihre Anforderungen brauchen: ob Desktop-PC oder Laptop mit Basis-, Multimedia-, oder Gaming-Ausstattung, ob Netbook oder Tablet.

Einfach, gut und effizient – der Allround-PC

  • Wer die meiste Zeit zu Hause an einem stationären Computer arbeiten, im Internet unterwegs sein, Texte verarbeiten und einfache Spiele spielen möchte, der ist gut beraten mit einem Desktop-PC mit Basis-Ausstattung (mit Vierkernprozessor mit z.B. 2,8 GHz und OnBoard-Grafik). Bei einem Vierkernprozessor (englisch: Quad-Core) handelt es sich um CPU’s (Computer Processing Unit), also Prozessoren mit vier Kernen. Dabei sind vier unabhängige Prozessoren auf einem Chip vereinigt, die parallel arbeiten können, wodurch die Verarbeitungsgeschwindigkeit steigt. OnBoard-Grafik bedeutet, dass die Grafikkarte mit auf der Hauptplatine (dem Motherboard) sitzt, was Platz spart.

    EnergieFakt: Ein durchschnittliches Gerät benötigt ca. 60 Watt und verbraucht bis zu 87 kWh pro Jahr bei täglich vierstündiger Nutzung. Ein ineffizientes Gerät kann jährlich bis zu 37 Euro Stromkosten verursachen, ein energieeffizienter Computer hingegen nur 10 Euro (Quelle: NTRI).

  • Wer die gleichen Anforderungen an einen Computer hat, das Gerät aber auch unterwegs oder in der Wohnung an unterschiedlichen Orten nutzen möchte, der sollte sich nach einem Laptop umschauen. Moderne Laptops unterscheiden sich in ihrer Ausstattung nicht wesentlich von Desktop-PCs. Deshalb wäre hier ein Laptop mit Basis-Ausstattung (mit Vierkernprozessor mit z.B. 2,4 GHz und OnBoard-Grafik) die richtige Wahl.

    EnergieFakt: Bei gleicher Nutzung ist ein Laptop in der Regel wesentlich energieeffizienter als ein Desktop-PC. Ein Laptop verbraucht nur 15 Watt bzw. 22 kWh pro Jahr.

Bild, Film, Grafik und Ton – der Multimedia-PC

  • Wer mit dem Computer auch Bild- und Videobearbeitungsprogramme nutzt, sollte auf einen stärkeren Prozessor und eine leistungsfähigere Grafikkarte achten. Für zu Hause wäre somit ein Desktop-PC mit Multimedia-Ausstattung (mit Vierkernprozessor mit z.B. 3,1 GHz und einer OnBoard-Grafikkarte) genau das Richtige.

    EnergieFakt: Ein Computer mit Multimedia-Ausstattung verbraucht bei täglich vierstündiger Nutzung ca. 130 kWh pro Jahr und erhöht die Stromrechnung damit um ca. 12,50 Euro mehr pro Jahr im Vergleich zum PC mit Basis-Ausstattung (Quelle: NTRI).
  • Wer hier die gleichen Anforderungen an einen Computer hat, ihn aber auch unterwegs nutzen möchte, sollte ein Laptop mit Multimedia Ausstattung (mit Vierkernprozessor mit z.B. 2,8 GHz und OnBoard- oder Hybridgrafik) wählen.

    EnergieFakt: Ein Multimedia-Laptop benötigt etwas mehr Leistung als ein Standard-Laptop, aber deutlich weniger als ein Multimedia-Desktop-PC.

Spiele über Spiele – der Gaming-PC

  • Wer vor allem grafisch anspruchsvolle Spiele, z.B. mit 3D-Technologie, auf seinem Computer spielen will, der sollte in einen Desktop-PC mit Gaming-Ausstattung (mit Vierkernprozessor mit z.B. 3,4 GHz und einer PCI Express Grafikkarte) investieren.

    EnergieFakt: Gute Gaming-Computer und dazugehörige Grafikkarten sind nicht nur in der Anschaffung teurer als andere Computer. Ihr Stromverbrauch kann bei täglich vierstündiger Nutzung jährlich zwischen 135 Euro und 170 Euro kosten (Quelle: NTRI).

  • Wer auch unterwegs sein Lieblings-3D-Computerspiel spielen will, der kann das optimal mit einem Laptop mit Gaming-Ausstattung (mit Vierkernprozessor mit z.B. 3,1 GHz und einer Hybridgrafikkarte) tun.

    EnergieFakt: Der Gaming-Laptop spart im Vergleich zum Gaming-PC jede Menge Strom: Seine Stromkosten liegen bei gleicher Nutzung „nur“ zwischen 100 Euro und 127 Euro (Quelle: NTRI).

Klein aber oho – Netbooks und Tablets

Was ist aber das passende Gerät für diejenigen, die wenig Texte schreiben, per E-Mail erreichbar sein möchten, hin und wieder eine kurze Recherche im Internet machen oder in sozialen Netzwerken aktiv sind? Und die vielleicht sogar noch zu Hause einen Desktop-PC haben und ein Zweitgerät für unterwegs benötigen? Auch für diese Anforderungen gibt es praktische, umweltschonende und energieeffiziente Geräte:

  • Die Rede ist von Netbooks. Das sind kleinere Laptops mit meist weniger Speicherkapazität, geringerer Grafikleistung, etwas langsameren Prozessoren und kompakteren Tastaturen – und ohne CD/DVD-Laufwerk.
    Weil Netbooks kleiner sind, teilweise weniger als ein Kilo wiegen, sind sie der perfekte Begleiter für unterwegs. Die meisten Anwendungen laufen problemlos, nur sollte man nicht zu viele gleichzeitig laufen lassen. Das kann zur Überlastung des Prozessors führen – und das zu einem nervigen Systemabsturz.

    EnergieFakt: Durch geringere Leistung und Kapazität verbrauchen Netbooks deutlich weniger Strom als Laptops und Desktop-PCs.
  • Wer noch weniger an Texten arbeitet und Bücher lieber digital liest, dem sei ein Tablet empfohlen. Tablets verfügen über WLAN-Empfänger und meist auch über einen SIM-Kartensteckplatz, in den eine Datenkarte gesteckt werden kann. Sie werden durch ein berührungsempfindliches Touch-Display bedient. Wem trotzdem echte Tasten lieber sind, der kann mobile, kompakte Tastaturen per Bluetooth-Verbindung einfach mit dem Tablet nutzen.

    EnergieFakt: Tablets sind die energieeffizientesten Geräte und verbrauchen am wenigsten Strom.

Gut zu wissen

  • Wer lieber DVDs schaut, als seine Filme und Serien im Internet zu streamen, der sollte aufpassen: Die meisten Laptops und Netbooks haben keine Laufwerke mehr eingebaut. Das macht die Geräte leichter.
  • Welche Art Festplatte soll es sein – Solid State Disk (SSD) oder Hard Drive Disk (HDD)? Die Solid State Disk ist ein Datenspeicher ohne bewegliche Teile und dadurch langlebiger und weniger störanfällig. Bei der Hard Drive Disk handelt es sich um einen Datenspeicher mit rotierender Scheibe, diese ist entsprechend empfindlicher. SSDs sind zwar noch etwas teurer, aber erheblich schneller, geräuschlos und Teilausfälle reparieren sich selber. Der Vorteil der HDDs ist, dass sie günstiger sind und Kapazitäten bis zu 8 TB ermöglichen.

    EnergieFakt: Eine SSD Festplatte verbraucht weniger Strom als eine HDD und enthält weniger „Graue Energie“ (Energiemenge, die für die Herstellung und Bereitstellung benötigt wird).
  • Bei Computern und dazugehörigen Geräten wie Routern lohnt es sich, sie komplett vom Strom zu trennen. Ziehen sie also den Netzstecker oder nutzen Sie eine Steckerleiste mit Kippschalter.

    EnergieFakt: Angenommen, Ihr Computer zusammen mit Bildschirm und Geräten wie einem Drucker benötigt im ausgeschalteten Zustand 20 Watt und ist 20 Stunden pro Tag nicht in Betrieb, dann summiert sich das auf jährliche Stromkosten von ca. 42 Euro.