Energieeffizienter Herd

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Drei Geräte sind unmittelbar mit dem Kochen und Backen verbunden: Backofen, Herd und Dunstabzugshaube. Gibt eines mal den Geist auf, stehen Sie als Nutzerin bzw. Nutzer vor der Herausforderung, das für Sie passende neue Gerät ausfindig zu machen. Wie bei vielen anderen Haushaltsgeräten gibt Ihnen das EU-Energielabel Orientierung bei der Neuanschaffung. Während allerdings bei Dunstabzugshauben sowie Elektro- und Gasbacköfen das Energielabel Pflicht ist, fehlt diese Einkaufshilfe für Herde.

Mittagessen vom Magnetfeld – mit dem passenden Kochgeschirr

Worauf also bei einem neuen Herd achten? Sollten Sie über einen Gasanschluss verfügen, ist ein Gasherd sicherlich die beste Lösung. Er schneidet bei der Energieeffizienz am besten ab. Sie können herkömmliche Töpfe und Pfannen nutzen und die Bedienung ist sehr einfach. Alternativ müssen Sie zwischen einem herkömmlichen Elektro- oder einem Induktionsherd wählen. Der Vorteil beim Induktionsherd: Sie verbrauchen vergleichsweise wenig Energie für das Aufkochen, denn die gewünschte Temperatur wird schnell erreicht, das Kochfeld kühlt auch schnell wieder ab, so dass keine Restwärme verschwendet wird. Allerdings sind nur bestimmte Materialien für diesen Typ Herd geeignet. Machen Sie vorher den Test: ist der Boden Ihres Kochgeschirrs magnetisch, können Sie es auch mit Induktionskochfeld verwenden.

Energie sparen beim Kochen und Backen

Einige einfache Tipps helfen Ihnen dabei, unabhängig von der Art des Herdes energieeffizient zu kochen. So benötigen Sie generell ungefähr drei Mal so viel Energie, wenn Sie ohne Topfdeckel kochen. Auch ein (flacher) Topf- oder Pfannenboden spart bis zu 30 Prozent Energie, wenn die Topfgröße dem Kochfeld entspricht.

Bei Backöfen ist ein Label mit den Kategorien A+++ bis D grundsätzlich vorhanden. In der Praxis sieht es allerdings ein wenig anders aus: Auf dem Markt sind z. B. keine Geräte in den Kategorien C und D zu finden. Das heißt: Das ineffizienteste Produkt hat derzeit die Kategorie B. Die effizientesten Geräte wiederum sind nur in der Klasse A+ verfügbar.

Auch für Hobbybäcker gibt es Tipps fürs energieeffiziente Backen. So ist Vorheizen oft gar nicht nötig. Und wer mehrere Backvorgänge hintereinander durchführt, beispielsweise erst einen Marmorkuchen für den Nachmittag, dann die Lasagne für das Mittagessen in die Röhre schiebt, vermeidet doppeltes Aufheizen.

Weg mit der Abluft – aber bitte effizient

Dunstabzugshauben verbrauchen durch das Gebläse und die oft integrierte Beleuchtung teilweise viel Strom. Auch hier bietet bei einer Neuanschaffung das Energielabel Orientierung. Die Klassen reichen von A+ bis F. Allerdings führt das Label noch weitere wichtige Faktoren auf. Denn wenn z. B. die Luft nicht richtig abgeführt wird oder die Haube das Fett im Dunst nicht richtig abscheidet, nutzt ein niedriger Stromverbrauch nichts. Schließlich steht an erster Stelle immer noch die Funktionstüchtigkeit des Geräts. Darüber hinaus erhalten Sie auf dem Label auch Informationen über die Energieeffizienz der Beleuchtung. Alle drei Faktoren sind ebenfalls auf einer Skala von A bis G dargestellt. Die Lautstärke, oft ebenfalls störend, wird in Dezibel aufgeführt. Bei Abluftdunstabzugshauben (Absaugen der Luft nach außen) sollte die Lautstärke 62 Dezibel nicht überschreiten; bei Abzugshauben im Umluftbetrieb (kein Mauerdurchbruch nötig, laufen mit Filter) sind es 67 Dezibel.