Vertreterinnen und Vertreter aus Umwelt- und Verbraucherschutz, Handel und Industrie sowie Staatssekretär Rainer Baake halten die unterzeichnete Gemeinsame Erklärung hoch

Mit der Unterzeichnung der Gemeinsamen Erklärung für mehr Produkteffizienz sichern Vertreterinnen und Vertreter aus Umwelt- und Verbraucherschutz, Handel und Industrie Staatssekretär Rainer Baake ihre Unterstützung zu.

© BMWi/Anja Blumentritt

Ob Kühlschrank oder Heizlüfter, Computer oder Drucker, sei es zu Hause oder am Arbeitsplatz: Bei vielen Produkten des Alltags kann eine Menge Energie gespart werden. Vorausgesetzt, man nutzt sie richtig oder ersetzt alte Geräte durch neue.

Die Einsparpotenziale sind groß. Das zeigt allein das Beispiel Kühlschrank. In 99 Prozent der Haushalte in Deutschland Land steht einer davon. Und das sind immerhin etwa 40 Millionen. Konkret: Eine Kühl- und Gefrierkombination mit 270 Litern Nutzinhalt, die 14 Jahre in Betrieb ist, verbraucht pro Jahr mehr als 400 Kilowattstunden (kWh) Strom. Das verursacht jährlich etwa 100 Euro Stromkosten. Ein gleich großes, modernes Gerät verbraucht pro Jahr nur rund 150 kWh. Die jährlichen Stromkosten sinken deutlich: um 55 Euro auf etwa 45 Euro jährlich. Mit anderen Worten: Wenn Verbraucher bewusst auf sparsame Geräte setzen, sinkt der Energieverbrauch im ganzen Land – und dem eigenen Geldbeutel tut das auch noch gut.

Damit dieses Potenzial genutzt wird und die Marktanteile sparsamer Geräte steigen, müssen Verbraucher, Hersteller und Handel an einem Strang ziehen. Dabei hilft die „Nationale Top-Runner Initiative“.

Verbraucher, Hersteller und Handel: Auf sie kommt es an

Die Initiative nimmt die zentralen Akteure für mehr Energieeffizienz bei Produkten in den Blick: Verbraucher, Händler und Hersteller. Denn jeder kann seinen Beitrag dazu leisten, dass Deutschland energieeffizienter wird.

Verbraucher werden gezielt über energieeffiziente Produkte und deren energiesparende Nutzung informiert, um das Bewusstsein hierfür zu fördern und damit die Nachfrage zu steigern. Der Handel kann mitwirken, indem er Kunden beim Kauf adäquat informiert und von den Vorteilen energieeffizienter Geräte überzeugt. Auch die Hersteller sind gefragt: Sie sorgen kontinuierlich für technologischen Fortschritt und liefern die Ideen für immer mehr Energieeffizienz. Das ist deshalb wichtig, weil auch die sparsamsten Geräte von heute die Energieschleudern von morgen sein können.

Die Chancen stehen gut. Schon heute wählen 46 Prozent der Verbraucher in Deutschland beim Kauf von Haushaltsgeräten besonders energieeffiziente Produkte. Das zeigt die Studie „Umweltbewusstsein in Deutschland“ im Auftrag des Umweltbundesamtes.

Baake: „Energieeffizienz ist eine Gemeinschaftsaufgabe“

„Ich freue mich, dass es uns gelungen ist, unter dem Dach der Nationalen Top-Runner-Initiative eine breite Allianz aus Politik, Umwelt- und Verbraucherschutz, Handel und Industrie für eine Steigerung der Energieeffizienz von Produkten zu schließen“, sagte Staatssekretär Rainer Baake zum öffentlichen Auftakt der Initiative im Juni 2016. „Gemeinsam setzen wir an allen Punkten der Wertschöpfungskette an: Produktion, Vertrieb, Kauf und Nutzung. Denn: Energieeffizienz ist eine Gemeinschaftsaufgabe, die nur dann gelingen kann, wenn Unternehmen und Bürgerinnen und Bürger dazu beitragen.“

Gemeinsam sparsam: Allianz aller Akteure ins Leben gerufen

Vertreter aller wichtigen Akteursgruppen haben ihre Unterstützung für die Ziele der NTRI zugesichert. Dazu zählen der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK), der Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI), der Verband Bitkom, die Deutsche Unternehmensinitiative Energieeffizienz (DENEFF), der Handelsverband Deutschland (HDE), der Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) sowie der Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland (BUND). Sie alle bekräftigen in einer gemeinsamen Erklärung, neue Impulse für die Entwicklung und den Vertrieb energieeffizienter Produkte sowie für ihre energieeffiziente Nutzung zu setzen.