Kalender 2018: Änderungen bei den Förderungen für mehr Energieeffizienz

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Energieberatung im Mittelstand

Für mittelständische Unternehmen steht künftig ein größerer Kreis an qualifizierten Energieberatern zur Verfügung. Bei der vom BMWi geförderten „Energieberatung im Mittelstand“ können diese sich von qualifizierte Fachleuten aus allen Branchen beraten lassen, sofern die hohen Qualifikationsanforderungen erfüllen werden. Die Energieberatung und anschließende energetische Sanierung kann zudem vom selben Handwerks- oder Baubetrieb geleistet werden, sollten Kunden dies wünschen. Zuvor war das nicht möglich. Qualifizierte Energieberater informieren objektiv und neutral über mögliche Effizienzmaßnahmen und deren Förderung. Sie helfen dabei, Potenziale zu erkennen, Geld zu sparen und Fehlinvestitionen zu vermeiden. Die bisherige Förderung der Umsetzungsbegleitung entfällt. Für eine Energieberatung wird daher die maximale Förderhöhe von 8.000 Euro auf 6.000 Euro abgesenkt (betrifft Unternehmen mit jährlichen Energiekosten von über 10.000 Euro).

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Beratung zum „Energiespar-Contracting

Der Zuschuss für eine Beratung von kleinen und mittleren Unternehmen, die ihre Energieeffizienz mit einem spezialisierten Energiedienstleister (ein sogenannter „Contractor“) an ihrer Seite steigern wollen, wird 2018 weiterhin gezahlt. Die bisherige Förderung des BMWi für eine Beratung zum „Energiespar-Contracting” wurde bis 31.12.2018 verlängert. Beim „Contracting“ setzt ein spezialisierter Energiedienstleister umfassende Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz für den Auftraggeber um. Er plant, finanziert und realisiert alle Schritte für mehr Effizienz und sinkende Kosten. Der „Contractor” garantiert dem Auftraggeber die berechnete Energieeinsparung über eine längere Laufzeit. Im Gegenzug behält er einen Teil der erzielten Energiekosteneinsparungen zur Refinanzierung der Aufwendungen. Das BMWi übernimmt für eine Orientierungsberatung 80 Prozent der Kosten, maximal 2.000 Euro, und für eine Umsetzungsberatung 50 Prozent der Kosten, maximal 7.500 Euro.

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Umweltschonende effiziente Produktion

Investitionen in energieeffiziente Produktionstechnologien und Prozesse, die bislang durch das im Dezember 2017 beendete Förderprogramm „energieeffiziente und klimaschonende Produktionsprozesse“ finanziert wurden, werden 2018 durch andere Programme des BMWi unterstützt. Diese decken die bislang am häufigsten geförderten Investitionen für eine energieeffiziente Produktion ab.

Für den Einsatz hocheffiziente Querschnittstechnologien wie beispielsweise Lüftungsanlagen, Druckluftsysteme und Pumpen finanziert das BMWi Zuschüsse über das BAFA-Förderprogramm für Querschnittstechnologien.

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Unternehmen, die Abwärme vermeiden beziehungsweise durch Wärmerückgewinnung nutzen, haben die Wahl zwischen der Förderung mit einem zinsverbilligten Kredit mit Tilgungszuschuss durch das KfW-„Energieeffizienzprogramm Abwärme“ 294 und einem Investitionszuschuss durch das KfW-„Energieeffizienzprogramm Abwärme“ 494.

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Energiemanagement

Die Förderung für Unternehmen, die ein Energiemanagementsystem einsetzen wollen, wie etwa eine Erstzertifizierung eines Energiemanagementsystems nach DIN EN ISO 50001 oder eine Energiemanagementsoftware erwerben und nutzen wollen, endete im Dezember 2017. Die Beratung zur Einführung eines Energiemanagementsystems wird weiterhin durch die „Energieberatung im Mittelstand“ gefördert.

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