Kalender 2018: Änderungen bei den Förderungen für mehr Energieeffizienz

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Energieberatung für Wohngebäude

Für Verbraucherinnen und Verbraucher steht künftig ein größerer Kreis an qualifizierten Energieberatern zur Verfügung. Sie können sich bei der vom BMWi geförderten „Energieberatung für Wohngebäude“ (zuvor: „Vor-Ort-Beratung“) nun von qualifizierte Fachleuten aus allen Branchen beraten lassen, sofern diese die hohen Qualifikationsanforderungen erfüllen. Handwerksmeister, die auch als Energieberater im Förderprogramm zugelassen sind, können eine Energieberatung mit individuellem Sanierungsfahrplan und die anschließende energetische Sanierung durchführen, sollten Kunden dies wünschen. Qualifizierte Energieberater informieren objektiv und neutral über mögliche Effizienzmaßnahmen und deren Förderung. Sie helfen dabei, Potenziale zu erkennen, Geld zu sparen und Fehlinvestitionen zu vermeiden. Das BMWi übernimmt 60 Prozent der förderfähigen Kosten, maximal 800 Euro für Ein- und Zweifamilienhäuser und 1.100 Euro für Mehrfamilienhäuser.

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Wärme aus erneuerbaren Energien

Eigenheimbesitzer, die ihre alte ineffiziente Heizungsanlage gegen eine umweltschonende Wärmeversorgung mit erneuerbaren Energien austauschen, müssen ab 1.1.2018 den Antrag auf staatlichen Zuschuss aus dem Marktanreizprogramm (MAP) unbedingt stellen, bevor sie einen Handwerksbetrieb mit der Installation beauftragen. Der Antrag wird beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) eingereicht. Sobald eine Eingangsbestätigung des BAFA vorliegt, kann der Handwerker beauftragt werden. Das Prinzip beim MAP bleibt unverändert: Je effizienter und umweltfreundlicher die Heiztechnik, desto höher der Zuschuss. Für eine Erdwärmepumpe zur Raumheizung und Warmwasserbereitung liegt der staatliche Zuschuss bei mindestens 4.500 Euro, für Pelletkessel mit Wärmespeicher gibt es mindestens 3.500 Euro, für die Erstinstallation einer Solarthermieanlage, die die Heizung unterstützt und Warmwasser liefert, mindestens 2.000 Euro.

Für jene effizienten Heizungsanlagen, die bereits mit MAP gefördert wurden und seit drei Jahren in Betrieb sind, erhalten Eigenheimbesitzer ab 1.1.2018 außerdem einen Zuschuss von 200 Euro, wenn sie diese vom Handwerker nachjustieren lassen, damit sie wieder optimal eingestellt ist.

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