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Quartier

Blick aufs Ganze: Zuschüsse für Quartierskonzepte und Sanierungsmanagement

Einleitung

Die Bundesregierung unterstützt Kommunen bei der Entwicklung integrierter energetischer Quartierskonzepte und Sanierungsmanagements, die die Umsetzung der Maßnahmen in den Quartieren begleiten. Zudem werden im Zins vergünstigte Darlehen und Tilgungszuschüsse für investive Maßnahmen zur nachhaltigen Verbesserung der Energieeffizienz der kommunalen Versorgungssysteme gewährt.

Ob die Einrichtung effizienter Energieversorgungssysteme oder der Ausbau erneuerbarer Energien: All diese Maßnahmen bringen eine Kommune energetisch nach vorne – müssen aber mit demografischen, wirtschaftlichen und städtebaulichen Herausforderungen zusammengedacht werden. Hier setzt das vom BMUB finanzierte KfW-Programm "Energetische Stadtsanierung – Zuschüsse für integrierte Quartierskonzepte und Sanierungsmanager" (Nr. 432) an und fördert die Kosten für die Erstellung eines integrierten energetischen Quartierskonzepts sowie ein begleitendes Sanierungsmanagement. Als Quartier gelten mehrere flächenmäßig zusammenhängende Gebäude einschließlich öffentlicher Infrastruktur unterhalb der Stadtteilgröße. Auch in ländlichen Gebieten kann das Programm genutzt werden.

Gezielt planen mit Quartierskonzept

Wo liegen die größten Einsparpotenziale? Welche Lösungen sind sinnvoll und wie soll die Gesamtbilanz aussehen? Ein sogenanntes integriertes Quartierskonzept benennt Ziele und Umsetzungsstrategien für eine energieeffizientes Quartier und unterstützt kommunal Verantwortliche dabei, anspruchsvolle Lösungen in der Energie- und Wärmeversorgung für Ihre Gemeinden oder Stadtteile umzusetzen.

Teilhabe der Bürger und Bürgerinnen mit Hilfe des Sanierungsmanagements

Bei der energetischen Stadtsanierung geht es darum, gemeinsame Lösungen zur gebäudeübergreifenden Wärmeversorgung in Gemeinden, Landkreisen oder Stadtteilen zu realisieren. Ein Sanierungsmanagement sorgt für die Teilhabe der Bürger und Bürgerinnen sowie der EigentümerInnen – egal ob privat, gewerblich oder kommunal – am umfassenden Projekt.
Im direkten Dialog mit Anwohnern, Gebäude- oder Grundstückseigentümern kann der Sanierungsmanager beispielsweise direkt die Vorzüge eines Nahwärmeanschlusses vermitteln und diskutieren. Durch gezielte Öffentlichkeitsarbeit, wie zum Beispiel Informationsabende, sollen auch die Mieterinnen und Mieter von Anfang an informiert und in das Sanierungsvorhaben eingebunden werden.

Als "Kümmerer vor Ort" ist es Aufgabe des Sanierungsmanagers, EigentümerInnen, Mieter und Mieterinnen, Kommunalverwaltung und Handwerksbetriebe zusammen zu bringen.

Wie viel Geld gibt es?

Sie erhalten bis zu 65 Prozent der Kosten für die Erstellung eines integrierten Quartierskonzeptes. Für das Sanierungsmanagement gewährt die KfW eine Förderung von 150.000 Euro für drei Jahre. Der Zeitraum kann auf fünf Jahre verlängert werden – dann erhöht sich der Förderhöchstbetrag auf bis zu 250.000 Euro.

Den Restbetrag in Höhe von 35 Prozent ist von der Kommune (Eigenanteil von mindestens 15 Prozent) oder von Dritten aufzubringen. Bis zu 20 Prozent können auch aus Fördermitteln der EU oder der Länder finanziert werden. Für finanzschwache Kommunen kann der Eigenanteil auf fünf Prozent der förderfähigen Kosten reduziert werden. Der Eigenanteil kann auch ganz oder teilweise in Form von Eigenleistungen (z. B. Abstellung von Personal oder Räumlichkeiten, Öffentlichkeitsarbeit) erbracht werden.

Ausführliche Informationen zum KfW-Programm "Energetische Stadtsanierung – Zuschüsse für integrierte Quartierskonzepte und Sanierungsmanager" (Nr. 432) finden Sie hier.

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  • Weitere Informationen zum Förderprogramm finden Sie auf der Website der KfW.

  • Sie möchten in die gemeinsame Wärmeversorgung oder energiesparende Wasser- und Abwasserversorgung investieren? Mehr Informationen über die Programme "IKK/IKU – Energetische Stadtsanierung – Quartiersversorgung (201/202)" finden Sie hier.

  • Sie möchten den Gebäudebestand Ihrer Kommune energetisch sanieren oder in eine gemeinsame Wärmeversorgung mehrerer Gebäude investieren – eine Variante, bei der erneuerbare Energien häufig passgenauer eingesetzt werden können? Das BMWi unterstützt Sie mit den im CO2-Gebäudesanierungsprogramm finanzierten KfW-Programmen. Mehr Informationen zu Finanzierungsmöglichkeiten im Rahmen der KfW-Programme „IKK /IKU –Energieeffizient Bauen und Sanieren (217/218/219/220)“ finden Sie hier.

  • Erfahren Sie mehr über die Förderung der Energieberatung und Energieeffizienz-Netzwerke für Kommunen.

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