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Gebäude in Unternehmen

Auf erneuerbare Wärme und Kälte im Unternehmen umsteigen und attraktive Förderung sichern Profitieren Sie von erneuerbaren Energien

Einleitung

Solarkollektoranlagen im Bürokomplex, erneuerbare Prozesswärme für Ihre Produktionshalle aus einer Biomasseanlage: Mit dem Marktanreizprogramm (MAP) Wärme aus erneuerbaren Energien bietet das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) Förderung für Unternehmen – insbesondere für KMU –, um ihre Wärme-/Kälteerzeugung auf erneuerbare Energien umzustellen. Antragsberechtigt sind Unternehmen jeglicher Größe, Landwirte und auch Contracting-Geber (Investoren).

Wenn Ihr Unternehmen jetzt auf eine Erneuerbare-Energien-Anlage mit mehr als 100 kW Nennleistung umrüstet, können Sie dafür im Rahmen des Marktanreizprogramms (MAP) Wärme aus erneuerbaren Energien des BMWi eine Förderung erhalten. Das MAP wird insoweit für das BMWi von der KfW umgesetzt durch das Programm „Erneuerbare Energien – Premium“; dort stehen zinsverbilligte Förderdarlehen mit Tilgungszuschüssen zur Verfügung.

Für große Anlagen: KfW-Darlehen mit Tilgungszuschuss

Neben zinsgünstigen Förderdarlehen erhalten Sie attraktive Tilgungszuschüsse: Bei Solarkollektoranlagen müssen Sie mindestens 30 Prozent der förderfähigen Nettoinvestitionskosten nicht zurückzahlen; bei Wärmepumpen und Biomasseanlagen beträgt der Tilgungszuschuss bis zu 50.000 Euro je Einzelanlage, bei besonders innovativen Anlagen sogar bis zu 100.000 Euro.

Extra-Plus: Werden besonders ineffiziente Heizungsanlagen ausgetauscht, gewährt das BMWi im Rahmen des sog. „Heizungspakets“ nochmals einen um 20 Prozent erhöhten Tilgungszuschuss aus dem Anreizprogramm Energieeffizienz (APEE).

Mit Nahwärme Geld sparen

Insbesondere für große Firmen interessant ist die Förderung für den Aus- oder Neubau von Nahwärmenetzen. Voraussetzung für eine MAP-Förderung ist, dass die durch diese Netze verteilte Wärme im Unternehmen zu einem bestimmten Anteil mit erneuerbaren Energien erzeugt wird. Die Höhe des Mindestanteils variiert und hängt zum Beispiel auch davon ab, ob Bestandsgebäude oder Neubauten über das Wärmenetz versorgt werden. Gefördert werden sowohl die zentralen Wärmeerzeuger, als auch die Leitungen des Wärmenetzes sowie die jeweiligen Hausübergabestationen. Die Förderung der Leitungen erfolgt dabei in Form eines Tilgungszuschusses von bis zu 60 Euro pro Meter, für jede einzelne Hausübergabestation werden bis zu 1.800 Euro Zuschuss gewährt. Ausführliche Informationen zur Förderung von Nahwärmenetzen im Rahmen des MAP erhalten Unternehmen bei der KfW.

Extra-Plus: Werden besonders ineffiziente Heizungsanlagen in den angeschlossenen Gebäuden durch das Wärmenetz ersetzt, gewährt das BMWi im Rahmen des sog. „Heizungspakets“ den energieeffizienten Unternehmen nochmals einen um 20 Prozent erhöhten Tilgungszuschuss aus dem Anreizprogramm Energieeffizienz (APEE).

Für hochinnovative Niedertemperaturwärmenetze der vierten Generation fördert das BMWi seit Juli 2017 zudem mit besonders hohen Fördersätzen im Rahmen der Förderbekanntmachung „Modellvorhaben Wärmenetzsysteme 4.0“. Weitere Informationen dazu erhalten Unternehmen beim BAFA.

Extra-Förderung für erneuerbare Energien in KMU

Wichtig für kleine und mittlere Unternehmen (KMU), die in Wärme aus erneuerbaren Energien investieren wollen: Sie erhalten einen zusätzlichen KMU-Bonus von zehn Prozent der BMWi-Fördersumme – das heißt, einen um zehn Prozent erhöhten Tilgungszuschuss!

Antrag stellen: So geht’s

Die Förderung des BMWi für erneuerbare Wärme in Unternehmen erfolgt bei größeren Anlagen über die KfW – in Form eines Tilgungszuschusses zu einem zinsverbilligten Darlehen. Den Antrag müssen Sie bereits vor Beginn des Vorhabens bei Ihrem Kreditinstitut stellen. Ihre Bank reicht ihn bei der KfW ein. Sobald das Ergebnis der Kreditprüfung vorliegt, können Sie den Kreditvertrag mit Ihrer Bank abschließen.

Investitionszuschüsse für kleine Anlagen

Unternehmen, die kleinere Anlagen (bei Biomasseanlagen oder Wärmepumpen z. B. bis zu 100 kW Nennleistung) planen, können dafür einen Investitionszuschuss beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) beantragen. Mehr erfahren Sie hier.

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