Zu einem energieeffizienten Haus gehört immer eine effiziente Heizungsanlage, damit Sie nicht unnötig viel Öl oder Gas verbrauchen. Moderne Öl- und Gas-Brennwertkessel sind deutlich sparsamer als ältere Modelle – das macht sich in Ihrem Geldbeutel bemerkbar. Gleichzeitig schonen Sie das Klima: Denn moderne Anlagen produzieren deutlich weniger Treibhausgase.

Noch besser ist es, wenn Sie den Ausstoß von Treibhausgasen komplett vermeiden: indem Sie Ihre Heizungsanlage auf erneuerbare Energien umstellen. In diesem Fall machen Sie sich komplett unabhängig von Öl und Gas und deren Preisentwicklung.

Je nach Effizienz des Heizkessels können die Geräte einen besonders großen Energieverbrauch verursachen. Gerade ältere Heizkessel sind meist ineffizient. Daher versehen Schornsteinfeger, Heizungsinstallateure und Energieberater ab dem 1. Januar 2016, alle Geräte die älter als 15 Jahre sind, schrittweise mit dem nationalen Effizienzlabel für Heizungsaltanlagen. Damit werden Verbraucher über den Effizienzstatus ihres Heizgerätes informiert. Die Kennzeichnung sowie die Information über Energieberatungsangebote und Förderungen soll die Austauschrate bei alten Heizgeräten erhöhen und Verbrauchern das Energiesparen erleichtern.

Eine Aufwandsentschädigung von 8 Euro (zzgl. MWSt) erhalten nur die verpflichteten Akteure (bevollmächtigten Bezirksschornsteinfeger). Die Antragsstellung erfolgt online in zwei Schritten:

  1. Vor der ersten Antragsstellung ist ein einmalig Registrierung auf dem Registrierungsportal des BAFA notwendig.
  2. Auf dem Antragsportal des BAFA kann dann nach Login ein Antrag auf Erstattung gestellt werden.

Abgeschlossene Anträge werden laufend ausgezahlt. In der Regel ist das jeweilige Antragsverfahren binnen zwei bis drei Wochen abgeschlossen.

Das hängt davon ab, zu welchem Personenkreis Sie gehören. Das Label anbringen dürfen nur zwei Personenkreise:

  • Die „Berechtigten“ (Heizungsinstallateure, Schornsteinfeger gemäß Schornsteinfeger-Handwerkgesetz, Gebäudeenergieberater des Handwerks und Energieausweis-Ausstellungsberechtigte nach § 21 Absatz 1 der Energieeinsparverordnung.
  • Die „Verpflichteten“ (bevollmächtigten Bezirksschornsteinfeger)

Berechtigte können die Label beim Zentralverband Sanitär Heizung Klima (ZVSHK) beziehen.

Verpflichtete können die Label über ihre regional zuständige Innung beziehen. Dies gilt auch für die Bezirksschornsteinfeger, die nicht Innungsmitglieder sind.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, ein Haus mit erneuerbaren Energien zu beheizen und für Warmwasser zu sorgen. Hier einige Beispiele:

  • Solarthermieanlage: Eine solche Anlage wird in der Regel auf dem Dach eines Hauses montiert und wandelt das Sonnenlicht in Wärme um. Die Solarthermieanlage kann einen Teil des Wärmebedarfs für die Warmwasserbereitung zum Beispiel für die Dusche und gegebenenfalls auch der Heizung abdecken.
  • Heizen mit Biomasse: Beispiele sind Holzpellet- oder Scheitholzkesselheizungen, die Wärme für Heizung und Warmwasser erzeugen.
  • Wärmepumpe: Eine Wärmepumpe nutzt Wärme aus der Luft, dem Grundwasser oder aus der Erde.

Wenn Sie einen modernen Öl-oder Gas-Brennwertkessel einbauen, können Sie dies aus dem KfW-Programm „Energieeffizient Sanieren“ zinsgünstig mit einem KfW-Kredit mit zusätzlichem Tilgungszuschuss finanzieren oder als Ein- und Zweifamilienhauseigentümer hierfür einen Zuschuss erhalten.

Wenn private Verbraucher, Freiberufler, Unternehmen, Kommunen oder beispielsweise gemeinnützige Organisationen mit ihrer neuen Heizung auf erneuerbare Energien, setzen, können sie hierfür einen attraktiven Zuschuss aus dem Marktanreizprogramm (MAP) des Bundeswirtschaftsministeriums erhalten. Das Programm setzt attraktive Anreize, um verstärkt Wärme aus erneuerbaren Energien einzusetzen. Gefördert werden Solarthermieanlagen, Biomasseanlagen oder effiziente Wärmepumpen.

Mehr Informationen zum MAP finden Sie hier.

Bei einem hydraulischen Abgleich stellt ein Fachmann Ihre Heizungsanlage so ein, dass die Wärme im Haus gleichmäßig verteilt wird. Dazu ermittelt er zunächst für jeden Raum die tatsächlich benötigte Wärmemenge. Dabei berücksichtigt er auch die besonderen Eigenschaften des Hauses bzw. der Wohnung, zum Beispiel die Dämmung der Außenwände oder die Qualität der Fenster. Als Nächstes berechnet er die notwendige Heizwassermenge sowie die richtige Pumpenleistung. Anschließend kann er die Thermostatventile genau richtig einstellen und an den Bedarf anpassen. Das Ergebnis: Jeder Heizkörper erhält so viel Wärme, die er benötigt, um die gewünschte Raumtemperatur zu erreichen.

Die genauen Kosten für einen hydraulischen Abgleich hängen vom Zustand und Aufbau der Heizanlage ab. Für ein Einfamilienhaus können Sie mit etwa 300 bis 500 Euro rechnen. Doch das lohnt sich: Dank der eingesparten Heizkosten haben sich die Kosten im Durchschnitt bereits nach etwa dreieinhalb Jahren amortisiert.

Das BMWi fördert seit dem 1.8.2016 mit dem Programm zur „Förderung der Heizungsoptimierung durch hocheffiziente Pumpen und hydraulischen Abgleich“ den Einbau von modernen, hocheffizienten Pumpen und den hydraulischen Abgleich zur Optimierung von Heizungsanlagen mit einem Zuschuss von bis zu 30 Prozent*.

* Der Zuschuss beträgt bis zu 30 Prozent der Netto-Investitionskosten für die Pumpe sowie den Einbau bzw. der Netto-Investitionskosten für die Durchführung des hydraulischen Abgleichs (eine Kombination beider Maßnahmen ist möglich).

Ja, es besteht die Möglichkeit, eine Förderung für den Austausch Ihrer Heizungspumpe zu beantragen. Gefördert werden Heizungspumpen, die auf der BAFA-Liste der förderfähigen Pumpen aufgeführt sind und von einem Fachbetrieb installiert werden.

Nähere Informationen und Unterlagen erhalten Sie vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle über die Hotline (06196 908-1001) oder auf www.bafa.de im Bereich „Energie/Heizungsoptimierung“.

Online auf der Homepage des BAFA, im Bereich „Energie/Heizungsoptimierung“. Wichtig ist, dass Sie sich vor Abschluss eines Lieferungs- und Leistungsvertrages mit dem Fachbetrieb auf dem Online-Portal des BAFA für das Förderprogramm registrieren.

Sie müssen sich vor der Auftragsvergabe online auf der Homepage des BAFA registrieren. Sie erhalten nach erfolgreicher Registrierung eine Eingangsbestätigung. Mit den Anmeldedaten in der Eingangsbestätigung können Sie nach der Realisierung der Maßnahme, spätestens jedoch innerhalb von 6 Monaten (ab Registrierung) den Verwendungsnachweis sowie die Rechnungsunterlagen elektronisch übermitteln.

Bei Unternehmen ist zusätzlich die ausgefüllte De-Minimis-Erklärung einzureichen; das Formular hierzu erhalten Sie mit Ihrem elektronischen Verwendungsnachweis.

Zum einen wird der Ersatz von Heizungs-Umwälzpumpen und Warmwasser-Zirkulationspumpen durch hocheffiziente Pumpen gefördert. Die Kosten für den fachgerechten Einbau und direkt mit der Maßnahme verbundenen Materialkosten werden ebenfalls bezuschusst.

Zum anderen wird auch die Heizungsoptimierung durch einen hydraulischen Abgleich bei bestehenden Heizsystemen gefördert. In Verbindung mit dem hydraulischen Abgleich stehende zusätzliche Investitionen und Optimierungsmaßnahmen können ebenfalls gefördert werden. Dabei handelt es sich um die Anschaffung und die fachgerechte Installation von:

  • voreinstellbaren Thermostatventilen
  • Einzelraumtemperaturreglern
  • Strangventilen
  • Technik zur Volumenstromregelung
  • Separater Mess-, Steuerungs- und Regelungstechnik und Benutzerinterfaces
  • Pufferspeichern
  • die professionell erledigte Einstellung der Heizkurve

Nein, die Registrierung muss vor Maßnahmenbeginn (vor Abschluss von Lieferungs- und Leistungsverträgen) online auf der Homepage des BAFA erfolgen.

Eine Eigenmontage ist nur dann zulässig, wenn Sie Fachkenntnisse im Sinne der Richtlinie nachweisen können (Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik, Gas- und Wasserinstallateure, Zentralheizungs- und Lüftungsbauer) und der Einbau in Ihrem Privathaus erfolgt. Die Eigenleistung wird allerdings nicht gefördert, sondern in diesem Fall nur die Pumpe und weitere direkt mit der Maßnahme verbundene Materialkosten.

Für den Austausch einer alten Heizanlage gibt es verschiedene Fördermöglichkeiten.

a) Heizen mit erneuerbaren Energien:
Wenn Sie eine neue Heizung installieren möchten, die Wärme aus erneuerbaren Energien erzeugt (z.B. eine Wärmepumpe, eine Solarthermieanlage oder eine Holzheizung), können Sie eine Förderung aus dem Marktanreizprogramm für erneuerbare Energien erhalten. Wenn Sie gleichzeitig eine alte, ineffiziente Heizung austauschen, kann die Förderung aus dem Marktanreizprogramm über das Anreizprogramm Energieeffizienz noch um 20 % erhöht werden.

Nähere Informationen und Unterlagen erhalten Sie vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle über die Hotline (06196 908-1625) oder auf www.bafa.de.

b) Heizen mit konventionellem Energieträger:
Für den Einbau einer neuen effizienten Öl- oder Gas-Heizung können Sie eine Zuschussförderung in Höhe von 10 Prozent der Investitionskosten als „Einzelmaßnahme“ aus dem KfW-Programm „Energieeffizient Sanieren“ (Programm-Nr. 430) oder über einen zinsgünstigen Kredit (Programm-Nr. 151/152) mit einem Tilgungszuschuss über 7,5 Prozent des Kreditbetrages erhalten.

Wollen Sie nicht nur eine neue effiziente Heizung einbauen, sondern zusätzlich auch das gesamte Heizsystem (Heizkörper, Rohrleitungen etc.) optimieren lassen, können Sie im KfW-Programm „Energieeffizient Sanieren“ (Programm-Nr. 430) das „Heizungspaket“ in Anspruch nehmen. Hier erhalten Sie eine Zuschussförderung i.H.v. 15 % bzw. bei der Kreditvariante (Programm-Nr. 151/152) für das „Heizungspaket“ einen zinsgünstigen Kredit in Verbindung mit einem Tilgungszuschuss i.H.v. 12,5 %.

Nähere Informationen und Unterlagen erhalten Sie unter www.kfw.de und über das KfW-Infocenter unter 0800 539 9002 (kostenfrei).

Inwieweit Förderprogramme miteinander kombiniert werden können, hängt von den Vorgaben des jeweiligen Programms ab. Meist ist eine Kombination aber nur möglich, wenn verschiedene Maßnahmen aus den unterschiedlichen Programmen gefördert werden sollen. Zum Beispiel ist es möglich, bei der Sanierung eines Hauses eine Förderung für die neue Heizung über das Marktanreizprogramm für erneuerbare Energien zu erhalten, während der Einbau der neuen Fenster über das CO2-Gebäudesanierungsprogramm (KfW-Programme „Energieeffizient Sanieren“ und „Energieeffizient Bauen“) gefördert wird. Eine doppelte Förderung der neuen Heizung sowohl aus dem Marktanreizprogramm als auch dem CO2-Gebäudesanierungsprogramm ist dagegen nicht möglich.

Ihre alte Öl- oder Gasheizung gegen eine neue und besonders effiziente auszutauschen, ist ein guter Anfang. Noch besser ist es, dabei auch gleich das ganze Heizsystem zu prüfen, diese auf den neuen Kessel abzustimmen und ggf. an der einen oder anderen Stelle zu optimieren – von den Rohrleitungen, über Pumpen und Thermostate bis hin zu den Heizkörpern. Nur so können Sie das gesamte Einsparpotenzial Ihrer neuen Heizung voll ausschöpfen. Das BMWi unterstützt Sie dabei mit dem neuen „Heizungspaket“ im Rahmen des KfW-Programms „Energieeffizient Sanieren“: Im Vergleich zu einem reinen Heizungsaustausch erhalten Sie beim „Heizungspaket“ noch attraktivere Zuschüsse. Das Besondere: Auch für jede weitere Sanierungsmaßnahme, die Sie zeitgleich durchführen, erhalten Sie den höheren Zuschuss.